Verleihung des NRW-Staatspreises an Günther Uecker

Das Bild zeigt den NRW-Staatspreisträger 2015 Günther Uecker und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft
22. Oktober 2015

NRW-Staatspreis an Günther Uecker verliehen

Günther Uecker gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten und einflussreichsten Künstlern Deutschlands

Die Landesregierung ehrt den 85-jährigen Günther Uecker mit dem höchsten Preis, den das Land zu vergeben hat, für seinen prägenden Einfluss auf die internationale zeitgenössische Kunst in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat dem Maler und Objektkünstler Günther Uecker den diesjährigen Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. „Ich freue mich, dass Günther Uecker den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2015 bekommt. Er wird ihm verliehen, um sein künstlerisches Lebenswerk zu würdigen und seine herausragenden Verdienste um das Kulturland Nordrhein-Westfalen anzuerkennen. Denn sein Werk ist herausragend“, sagte die Ministerpräsidentin. Der Staatspreis wurde in einem Festakt im Düsseldorfer Ständehaus verliehen.
 
Günther Uecker gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten und einflussreichsten Künstlern Deutschlands. Seit 60 Jahren ist er eng mit Nordrhein-Westfalen verbunden: 1955 nahm er in Düsseldorf an der Kunstakademie sein Studium auf und begann damit eine internationale Erfolgsgeschichte.
 
1961 schloss sich Günther Uecker der von Heinz Mack und Otto Piene gegründeten Gruppe Zero an. Er war Teil der Avantgarde im Umfeld der Düsseldorfer Kunstakademie, die mit neuen Ausdrucksformen der Kunst experimentierte. Seine Nagelreliefs aus vielen Jahrzehnten genießen Weltruf. Stationen von Südamerika über Asien bis Teheran zeugen von der Internationalität der Arbeiten von Günther Uecker. Mit seinem Lebenswerk hat er Generationen von jungen Künstlern beeinflusst und die zeitgenössische Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich mit geprägt.
 
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft betonte: „Günther Uecker hat seine Kunst stets als Beitrag zu einer offenen und dynamischen Gesellschaft verstanden. Auch dadurch hat er unser Land gestärkt. Kunst darf, kann und muss provozieren. Sie ist am wertvollsten, wenn sie uns irritiert. Denn nur so entstehen neue Ideen. Der Staatspreis 2015 soll deshalb über die persönliche Ehrung hinaus ein Zeichen setzen: Bildende Kunst stellt, gerade wenn sie uns als Betrachter herausfordert, eine kulturelle Bereicherung dar, in Nordrhein-Westfalen und überall auf der Welt.“
 
Zur Kunst von Günther Uecker sagte die Ministerpräsidentin: „Günther Uecker gehört zu den Menschen, die mit ihrer ungeheuren Energie Dinge in Bewegung bringen. Vor allem aber bewegen seine Werke jede und jeden Einzelnen. Ein Uecker lässt niemanden kalt. Die Nagelreliefs, Installationen und Performances von Günther Uecker zwingen uns als Betrachter, verschiedene Standpunkte einzunehmen.“
 
Die Landesregierung ehrt den 85-jährigen Günther Uecker mit dem höchsten Preis, den das Land zu vergeben hat, für seinen prägenden Einfluss auf die internationale zeitgenössische Kunst in Nordrhein-Westfalen und weit darüber hinaus. „Wir in Nordrhein-Westfalen sind froh und stolz, dass Günther Uecker seiner Wahlheimat verbunden geblieben ist. Dass er bei aller internationaler Tätigkeit und Anerkennung - wie er selbst sagt - seine ‚Werkstatt‘ in Nordrhein-Westfalen behalten hat“, sagte Ministerpräsidentin Kraft bei der Bekanntgabe des Preisträgers 2015.
 
Günther Uecker ist der 52. Träger des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Preis wurde 1986 zum 40. Geburtstag des Landes gestiftet und ist mit 25.000 Euro dotiert. Er wird an Persönlichkeiten verliehen, die dem Land Nordrhein-Westfalen durch Werdegang und Wirken in besonderer Weise verbunden sind.

 

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