NRW sorgt für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen

14. Juli 2011

NRW sorgt für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen / Innenminister Jäger: Leitfaden gibt Handlungsempfehlungen für Kommunen

Das Land Nordrhein-Westfalen sorgt für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen. Mit einem Leitfaden unterstützt das Innenministerium jetzt die Kommunen bei der Genehmigung von Großveranstaltungen. Sofort nach der Katastrophe bei der Loveparade hatte NRW reagiert und für Großveranstaltungen im Freien ein Sicherheitskonzept verlangt.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Das Land Nordrhein-Westfalen sorgt für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen. Mit einem Leitfaden unterstützt das Innenministerium jetzt die Kommunen bei der Genehmigung von Großveranstaltungen. Sofort nach der Katastrophe bei der Loveparade hatte NRW reagiert und für Großveranstaltungen im Freien ein Sicherheitskonzept verlangt. Damit ist das Land Vorreiter. „Wir wollen, dass die Menschen in unserem Land sicher, friedlich und fröhlich  miteinander feiern können“, sagte Innenminister Ralf Jäger Donnerstag (14. Juli 2011) im Innenausschuss bei der Vorstellung des Leitfadens.

Der neue Leitfaden berücksichtigt Erfahrungen, die sich bei der Pla­nung, Genehmigung und Durchführung von großen Veranstaltungen bewährt haben. So fordert er eine enge Zusammenarbeit aller Beteilig­ten vom Veranstalter über die Stadtverwaltung bis hin zu Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei. Alle Entscheidungen müssen schriftlich dokumentiert werden. Nach der Veranstaltung muss eine qualifizierte Nachbereitung stattfinden. „Strukturierte und transparente Genehmi­gungsverfahren sorgen für mehr Sicherheit“, sagte Jäger. „Dabei kön­nen die Kommunen voneinander lernen.“ 

Der Veranstalter muss ein schlüssiges Sicherheitskonzept vorlegen, um eine Großveranstaltung im Freien mit erhöhtem Gefährdungspotenzial  durchführen zu können. Dem Konzept müssen alle Sicherheitsbehör­den, insbesondere die Polizei und Feuerwehr, ausdrücklich zustimmen. „Sonst findet die Veranstaltung nicht statt“, betonte Jäger.

Teil der Handlungsempfehlungen ist ein Muster für ein Sicherheitskon­zept. Es benennt die baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen, die zu einer sicheren Veranstaltung beitragen. Dazu gehö­ren eine Gefährdungsanalyse, genügend breite Flucht- und Rettungs­wege, ein qualifizierter Sicherheitsdienst mit einer ausreichenden Anzahl von Ordnern sowie Lautsprecher für Notfalldurchsagen. „Trotz alledem kann es eine absolute Sicherheit nicht geben. Aber ich werde nicht zulassen, dass aus Kostengründen  an der Sicherheit gespart wird“, stellte Jäger klar.

Der Abstimmungsprozess mit allen Beteiligten ist so bislang nur in Nord­rhein-Westfalen vorgegeben. „Die für die öffentliche Sicherheit Verant­wortlichen sind froh über diese Rückendeckung durch das Land“, sagte Jäger. „Unsere neuen Anforderungen haben zu einer höheren Sensibi­lität bei Veranstaltern und Genehmigungsbehörden geführt.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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