Hacker zu Gast im NRW-Kabinett

12. April 2016

NRW-Kabinett informiert sich über Datensicherheit

Schick, praktisch, gefährlich: Besonders Smartphones sind anfällig für Cyber-Angriffe

Wie einfach ein Handy zu „knacken“ ist, führten Hacker in der einer Sitzung des NRW-Kabinettsitzung eindrucksvoll mit zwei handelsüblichen Smartphones vor.

 
Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Abhören, mitlesen, manipulieren - selbst für Laien ist das alles erschreckend einfach. Auch der sorglose Umgang mit öffentlichen Hot-Spots berge die Gefahr des Missbrauchs, warnten Markus Linnemann und Marian Jungbauer vom IT-Sicherheitsdienstleister secunet. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte die beiden Experten eigens eingeladen. Kraft: „Ein Smartphone zu benutzen, gehört heute für viele zum Lebensalltag. Apps nutzen, Daten austauschen, im Netz surfen, macht vieles einfacher. Doch wir alle müssen ein stärkeres Bewusstsein dafür entwickeln, dass wir damit auch verstärkt Opfer von Hackern werden können.“
Bemerkt wird der Zugriff auf die eigenen Daten durch Fremde in den seltensten Fällen. Schadprogramme, wie zum Beispiel Trojaner, laufen heimlich im Hintergrund. „Technische Vorkehrungen gegen Hackerangriffe alleine reichen nicht“, sagte Innenminister Ralf Jäger. „Wir müssen uns der Gefahren bewusst sein und sensibler im Umgang mit unseren vertraulichen Daten werden.“
Die Landesregierung wirbt intensiv für mehr Achtsamkeit im Umgang mit Smartphone und Internet. Über acht Millionen Euro investiert sie jährlich in behördenspezifische Sicherheitskonzepte. Zudem wurden 60 neue Stellen für mehr Informationssicherheit und zum Schutz vor Cyberangriffen geschaffen. Mit „Die Hacker kommen“ bietet IT.NRW jetzt regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für alle Beschäftigten der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalens. Wie im Kabinett wird dabei mit live vorgeführten Angriffsszenarien gezeigt, welche Risiken bestehen und wie man sich am besten dagegen schützt.

Info

Wie kann ich mich schützen? Das empfehlen die IT-Profis :

  • Bewusstsein über das Restrisiko entwickeln und sich ein gesundes Misstrauen im Umgang mit digitalen Informationen bewahren
  • Betriebssysteme und Anwendungen regelmäßig auf aktuelle Versionen updaten
  • Sichere Passworte wählen: pro Dienst aus mindestens zehn Zeichen in Groß- und Kleinschreibung, Ziffern sowie Sonderzeichen verwenden und regelmäßig ändern
  • Prüfen Sie Web-Links aus HTML-E-Mails vor dem Aufrufen oder nutzen Sie die Nur-Text-Darstellung
  • Vorsicht bei Dateianhängen: nur aus vertrauenswürdigen Quellen nach vorheriger Prüfung auf Schadsoftware öffnen.
     

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