NRW-Erntedankempfang

Porträtfoto von Minister Johannes Remmel
2. Oktober 2015

NRW-Erntedankempfang – Minister Remmel plädiert für mehr Nachhaltigkeit

Mit über 140 Gästen aus Landwirtschaft, Politik, Umwelt- und Naturschutz hat NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel das Erntedankfest gefeiert.

 
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Mit über 140 Gästen aus Landwirtschaft, Politik, Umwelt- und Naturschutz hat NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel das Erntedankfest gefeiert. Auf der Burg Vischering in Lüdinghausen richtete der Minister den Blick auf die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Arbeit, der nachhaltigen Produktion von Lebensmitteln, dem Schutz unserer Natur und der Artenvielfalt: „Nehmen und Geben, Nützen und Schützen müssen im Gleichgewicht sein, sonst gerät die Natur, die Umwelt, das Klima, die Lebenschancen der Menschen in eine zunehmende Unwucht, ins Ungleichgewicht“, betonte Remmel. „Immer mehr Menschen ist heute bewusst, dass ein ‚Weiter so‘ nicht funktioniert. Wir können nicht endlos Boden verbrauchen, Wasser verschwenden, die Luft verpesten oder Abfälle gedankenlos entsorgen.“

Insbesondere der Aspekt der Nachhaltigkeit, also das Zusammenwirken von Ökonomie, Ökologie und sozialer Ausgewogenheit stünden im Zentrum der Landwirtschaftspolitik der Landesregierung, erklärte Remmel: „Die ruinösen Milchpreise brechen unseren familiengeführten Milchviehbetrieben buchstäblich das Genick. Auch die Schweinemäster können nicht die Preise erzielen die sie benötigen, um Investitionen in mehr Tierschutz zu tätigen. Für eine nachhaltige Landwirtschaft benötigen wir deshalb Verbesserungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette, vom Stall bis zur Ladentheke. Dabei dürfen eben nicht alleine die ökonomischen Zwänge der globalen Märkte, sondern eben auch die ökologischen und sozialen Aspekte eine Rolle spielen.“

Für Minister Remmel steht der zentrale Gedanken des Erntedanks, der bewusste und nachhaltige Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen, im Vordergrund. Allerdings befördere der ökonomische Druck den Strukturwandel in der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft: „Der Trend zu immer weniger Betrieben mit immer mehr Tieren in immer größeren Beständen hat noch kein Ende erreicht. Dies führt unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu Versäumnissen. Die Landwirtschaft und die vielfältigen Kulturlandschaften sind aber wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Das Arbeiten im Einklang mit der Natur ist deshalb von außerordentlicher Bedeutung. Dessen müssen wir uns immer wieder bewusst machen“, erklärte der Minister.

Minister Johannes Remmel verwies auf die NRW-Nachhaltigkeitsstra-tegie, die noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll. Die Strategie zeige unter anderem Wege auf zu einer Versorgung mit nachhaltig produzierten und gesunden Nahrungsmitteln: „Nachhaltigkeit wird aber – auch davon bin ich überzeugt – als Leitprinzip unseres Handelns nur dann erfolgreich sein, wenn wir eine andere Haltung zu den ‚Lebens-Mitteln‘ finden, auf die wir angewiesen sind: eine Haltung der Dankbarkeit für die guten Gaben unserer Schöpfung“, führte Minister Remmel abschließend aus. „Für diese Haltung wirbt das jährliche Erntedankfest. Und deshalb ist dieses Fest so wichtig – auch heute und morgen noch.“

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