Nordrhein-Westfalen und Polen wollen Zusammenarbeit ausbauen

18. Februar 2010

Nordrhein-Westfalen und Polen wollen Zusammenarbeit ausbauen / Rüttgers: „Ein wichtiger Beitrag zu Verständigung und Versöhnung“ / Ministerpräsident Jürgen Rüttgers trifft stellvertretenden polnischen Ministerpräsidenten Waldemar Pawlak

Nordrhein-Westfalen und Polen wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Minister­präsident Jürgen Rüttgers und dem stellvertretenden polnischen Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak, das in der Düsseldorfer Staatskanzlei stattfand.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Nordrhein-Westfalen und Polen wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Minister­präsident Jürgen Rüttgers und dem stellvertretenden polnischen Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak, das heute (18. Februar 2010) in der Düsseldorfer Staatskanzlei stattfand. Im Mittelpunkt der rund einstündigen Unterredung standen Fragen der künftigen Energieversorgung. Moderne Umwelttechnologien sollen dabei zu einem Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit Polen werden. Zudem soll auch der Dialog zwischen beiden Ländern durch einen stärkeren Austausch gefördert werden.

„Für Nordrhein-Westfalen ist die Zusammenarbeit mit Polen ein wichtiger Beitrag zu Verständigung und Versöhnung zwischen Deutschen und Polen“, erklärte Jürgen Rüttgers im Anschluss an das Gespräch. Auch Waldemar Pawlak würdigte die Zusammenarbeit: „Nordrhein-Westfalen ist ein bedeutender politischer, wirtschaftlicher und regionaler Landespartner für Polen. Wir freuen uns über die bisherige Zusammenarbeit auf den verschiedenen Ebenen und wünschen uns, dass sich diese noch enger gestaltet.“

Saubere Kohletechnologien zur CO2-Reduzierung sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien spielen in Polen ebenso wie in Nordrhein-Westfalen eine große Rolle. Deshalb soll ein Schwerpunkt bei der künftigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf der Entwicklung moder­ner Umwelttechnologien liegen. „Beide Länder sind sich ihrer klima­politischen Verantwortung bewusst“, betonte Rüttgers. Die Anwendung moderner Umwelttechnologien bezeichnete er als “ Schlüssel für die Energieversorgung der Zukunft“. Zugleich warb er für das Wissen der nordrhein-westfälischen Unternehmen auf diesem Gebiet: „Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen sind bei modernen Umwelttechnologien führend.“ Waldemar Pawlak: „Die deutschen Technologien zur Verbes­serung der Energieeffizienz und Reduktion der CO2-Emissionen können bei der bevorstehenden Modernisierung der polnischen Kraftwerke breite Anwendung finden.“

Auch die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben, die ebenfalls heute (18. Februar 2010) mit Waldemar Pawlak zusammen getroffen ist, sprach sich für einen Ausbau der Beziehungen aus: „Wir wollen die guten Wirtschaftsbeziehungen mit Polen weiter stärken und ausbauen. Schon heute ist Polen einer der wichtigsten Wirtschaftspartner für Nordrhein-Westfalen. Insbesondere in den Bereichen moderne Energietechniken zur Kohleverstromung und bei den erneuerbaren Energien sehe ich ein großes Potential für die zukünftige Zusammenarbeit.“

Polen ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftspartner, auch der kulturelle Austausch zählt zu den wichtigsten Instrumenten der Förderung von Verständigung zwischen Polen und Deutschland und daher auch zu den wichtigsten Aktivitäten von Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Rüttgers bekräftigte im Rahmen des Gesprächs seine Initiative, ein Polen/Nordrhein-Westfalen-Jahr 2011/2012 durchzuführen. Dabei sollen neben Kooperationen zwischen polnischen und nordrhein-westfälischen Kulturinstitutionen und Künstlern auch Begegnungen junger Menschen stattfinden und Schul- und Städtepartnerschaften eingebunden werden. Vorbild ist das Frankreich/Nordrhein-Westfalen-Jahr, das 2008/2009 stattgefunden hat.

Zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen bestehen seit vielen Jahren freundschaftliche Beziehungen. Dies dokumentieren auch die drei Polen-Reisen von Ministerpräsident Rüttgers seit Amtsantritt. Seit 2009 ist Ministerpräsident Rüttgers als einziger Deutscher Mitglied im Kuratorium der Stiftung „Auschwitz-Birkenau“. Besonders eng sind die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und der Woiwodschaft Schlesien. Die seit dem Jahr 2000 bestehende Zusammenarbeit zwischen beiden Regionen wurde 2008 durch eine Gemeinsame Erklärung bestärkt.

In Nordrhein-Westfalen leben heute rund 110.000 polnische Staats­bürger. In den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Polen und Deutschland nimmt Nordrhein-Westfalen unter den Bundesländern eine Spitzenposition ein. So betrug der nordrhein-westfälische Anteil  an den deutschen Exporten nach Polen im vergangenen Jahr über 18 Prozent, bei den Importen lag der nordrhein-westfälische Anteil über 25 Prozent.

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