NRW tritt dem „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ bei

10. Oktober 2011

Nordrhein-Westfalen tritt dem „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ bei

Umweltminister Johannes Remmel hat in Brüssel im Namen der Landesregierung die Beitrittserklärung Nordrhein-Westfalens zum „Eu­ropäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ unterzeichnet. Das Netzwerk setzt sich im Rahmen des geltenden EU-Gemeinschaftsrechts für einen wirksamen Schutz einer gentechnikfreien Landwirtschaft ein.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Umweltminister Johannes Remmel hat in Brüssel im Namen der Landesregierung die Beitrittserklärung Nordrhein-Westfalens zum „Eu­ropäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ unterzeichnet. Das Netzwerk setzt sich im Rahmen des geltenden EU-Gemeinschaftsrechts für einen wirksamen Schutz einer gentechnikfreien Landwirtschaft ein.

„Das Ziel des Netzwerks entspricht der erklärten Absicht der Landesre­gierung, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, NRW gentechnikfrei zu hal­ten“, erklärte Minister Remmel im Anschluss an die Unterzeichnung. „Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher sich gegen die Gentechnik entscheiden – aktuell sind das rund 75 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher – müssen sie größtmögliche Sicherheit haben, dass die von Ihnen gekauften Produkte auch tatsächlich frei von gentechni­schen Verunreinigungen sind.“

Dazu ist es laut Minister Remmel notwendig, auf einer Nulltoleranz-Grenze zu bestehen: „Es muss auf EU-Ebene sichergestellt werden, dass es keine Verunreinigungen von Saatgut oder von Lebens- und Futtermitteln mit nicht in der EU zugelassenen gentechnisch veränder­ten Organismen gibt. Wir müssen Verbraucherinnen und Verbraucher davor schützen, ungewollt ein Produkt mit gentechnisch veränderten Bestandteilen zu erwerben. Ebenso müssen die Erzeuger, wie Land­wirte, sicher sein, dass Sie auch Produkte ohne Gentechnik herstellen können.“

Das vor kurzem ergangene „Honig-Urteil“ des Europäischen Gerichts­hofs stärkt diese Prinzipien: Nach dem Richterspruch dürfen Lebens­mittel, die selbst geringste Rückstände, wie Pollen von nicht zugelasse­nen gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten, nicht in den Handel gelangen. Das Urteil stärkt den Grundsatz der Wahlfreiheit und verdeut­licht die Notwendigkeit von Anbauregelungen, mit denen die GVO-Frei­heit wirksam gewährleistet werden kann.

„Auf EU-Ebene werden maßgebliche Weichen zum Thema Gentechnik gestellt. Nur mit einem starken Netzwerk können wir unsere Positionen gegenüber den Europäischen Institutionen vertreten. Mit unserem Bei­tritt wollen wir das Netzwerk stärken und setzen gleichzeitig damit einen entsprechenden Beschluss des Landtags um“, so Minister Remmel.

Weitere Informationen zum Thema sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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