Nordrhein-Westfalen stärkt Unterricht in den Herkunftssprachen für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte

8. Januar 2010

Nordrhein-Westfalen stärkt Unterricht in den Herkunftssprachen für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte

Zum Jahresbeginn tritt eine Neufassung des Erlasses zum „Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte“ in Kraft. Nach intensiver Abstimmung vor allem mit den Elternverbänden der Zuwanderer wird darin der Unterricht in den Herkunftssprachen gestärkt.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Zum Jahresbeginn tritt eine Neufassung des Erlasses zum „Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte“ in Kraft. Nach intensiver Abstimmung vor allem mit den Elternverbänden der Zuwanderer wird darin der Unterricht in den Herkunftssprachen gestärkt.

Dieser herkunftssprachliche (muttersprachliche) Unterricht soll in Nord­rhein-Westfalen schrittweise in den weiterführenden Schulen in einen Fremdsprachenunterricht überführt werden. Das bedeutet: Die Her­kunftssprache wird als zweite oder dritte schulische Fremdsprache an­erkannt und damit entsprechend aufgewertet. An Realschulen, Gesamt­schulen und Gymnasien war dies bereits möglich, an der Hauptschule nunmehr ebenfalls als Modellversuch seit diesem Schuljahr 2009/2010.

Das Land Nordrhein-Westfalen wird künftig für den Herkunftssprachen­unterricht im Regelfall nur noch Lehrkräfte einstellen, die eine deutsche Lehrbefähigung haben. Nur noch in Ausnahmefällen können auch Lehr­kräfte eingestellt werden, die ihr Lehrerexamen im Herkunftsland absol­viert haben. Sie müssen aber die erforderlichen Deutschkenntnisse nachweisen.

Nordrhein-Westfalen ist eines der ganz wenigen Länder in der Bundes­republik Deutschland, das staatlichen Unterricht in der Herkunftssprache in großem Umfang anbietet. 886 Lehrerstellen werden dafür eingesetzt. Die Landesregierung will damit die besonderen sprachlichen Kompeten­zen von Zuwandererkindern würdigen und sich für deren Bildungserfolg einsetzen. Schulministerin Barbara Sommer: „Wenn die Herkunftsspra­che nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich beherrscht wird, eröff­nen sich schulische wie auch spätere berufliche Chancen. Sprachen­vielfalt ist ein kultureller Reichtum und reflektiert die Globalisierung in einem wachsenden Europa.“

In dem Erlass wird allerdings auch klargestellt, dass für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte das Erlernen und die Beherr­schung der deutschen Sprache in der Schule an erster Stelle stehen müssen.

Den Erlass finden Sie im Internet unter folgender Adresse:
www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Erlasse/Herkunftssprache.pdf

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506.

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