Neue Impulse für Wirtschaftsbeziehungen mit Ghana
Die Nationalflagge von Ghana - der obere Streifen ist rot, der untere grün und der mittlere Streifen gelb mit einem schwarzen, fünfzackigen Stern in der Mitte.

Nordrhein-Westfalen setzt neue Impulse für die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Partnerland Ghana

14. Juli 2020

Nordrhein-Westfalen unterstützt die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und zukunftsfähige Beschäftigung im afrikanischen Partnerland Ghana.

 
Der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales teilt mit:

Nordrhein-Westfalen unterstützt die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und zukunftsfähige Beschäftigung im afrikanischen Partnerland Ghana. Ein neues Förderprojekt der Landesregierung bündelt insgesamt acht Maßnahmen, die den ghanaischen Start-up-Sektor stärken, die Lebens- und Arbeitsbedingungen auf dem Schrottplatz von Old Fadama verbessern und eine Strategie zum nachhaltigen Umgang mit Plastik entwickeln.
 
Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner: „Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Ghana ist ein wichtiger Bestandteil unserer Partnerschaft Durch diese Förderung unterstützt die Landesregierung die Entwicklung der ghanaischen Start-up Szene und die Wettbewerbsfähigkeit der ghanaischen Wirtschaft. Damit fördern wir auch den Austausch zu wirtschaftlichen Themen, helfen Fluchtursachen zu bekämpfen und den Migrationsdruck zu vermindern.“
 
Als Projektpartner erhält die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eine Förderung in Höhe von rund 700.000 Euro für die Durchführung des Vorhabens mit acht Einzelmaßnahmen.
 
Eine Projekt-Maßnahme richtet sich an ghanaische Start-ups aus den Regionen Kumasi und Tamale. Sie tauschen sich über Online-Konferenzen mit Akteuren der Start-up-Szene im Ruhrgebiet aus. Coachings und methodische Beratungen zielen besonders auf junge Unternehmen, die bereits Produkte und Dienstleistungen am Markt erprobt haben und die nächsten Schritte gehen wollen. Zudem wird eine Studie zur Binnenmigration zwischen Nord-Ghana und Accra erstellt. Die Studie soll Wege aufzeigen, um die Startup-Ökosysteme im Norden zu stärken. Das Vorhaben setzt auf den bereits 2019 geförderten Austausch zwischen Start-ups aus dem Ruhrgebiet und aus Ghana auf.
 
Eine weitere Maßnahme erprobt einen innovativen Finanzierungsmechanismus für Kleininvestitionen von Start-ups. Dazu unterstützen etablierte ghanaische Unternehmen Start-ups bei finanziellen Engpässen, zum Beispiel bei der Entwicklung von Prototypen. Als Anreiz für die Unternehmen wird diese Finanzierung zum gleichen Teil aus Projektmitteln ergänzt.
 
Mit Hilfe eines Innovationsbudgets sollen in einer weiteren Maßnahme gemeinsame Start-up-Geschäftsmodelle erprobt werden. Das Budget deckt zum Beispiel Potenzialstudien, Reise- und Pilotierungskosten für Geschäftsideen, etwa zur Nahrungsmittel-, Energie- und Wasserversorgung, ab. Denkbare Aufgabenstellungen sind: Wie lässt sich die Instandhaltung von Wasserpumpen in Dörfern auf eine finanziell tragfähige Basis stellen? Rechnet es sich, gebrauchte Photovoltaikmodule für Ladestationen in Dörfern aufzubereiten? Können solare Bewässerungstechniken die Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln verbessern?
 
70 junge Erwachsene aus dem informellen Sektor auf dem Schrottplatz von Old Fadama bei Accra werden im Rahmen einer weiteren Maßnahme qualifiziert (Englisch- und Alphabetisierungskurse, Seifenherstellung, Friseurhandwerk, Catering). Ziel ist, ihnen eine Perspektive auf wirtschaftliche Unabhängigkeit zu eröffnen. Neben besonders vulnerablen Frauen, die bisher als Trägerinnen und Wasser- sowie Essensverkäuferinnen arbeiten, zielen die Qualifizierungsmaßnahmen auch auf junge Männer ab. Die Absolventen erhalten ein Starter-Paket mit Materialien zum Einstieg in die Selbstständigkeit.
 
Das ghanaische Umweltministerium entwickelt im Dialog mit der Privatwirtschaft eine Strategie zum nachhaltigen Umgang mit Plastik, zu der auch der informelle Sektor beiträgt. Nordrhein-Westfalen wird dazu in einer Projekt-Maßnahme seine Expertise einbringen. Bisher existiert in Ghana noch kein landesweit nachhaltiges Management von Plastikabfällen. Ein System der erweiterten Produzentenverantwortung für Plastikverpackungen kann langfristig dazu beitragen, die Kosten einer beschäftigungsintensiven Kreislaufwirtschaft zu decken. Erfahrungen mit dem Dualen System Deutschland werden ebenso in die Beratung integriert wie die Expertise der Zentralen Stelle Verpackungsregister und des Umweltbundesamts.
 

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