250.000 Elektro­fahrzeuge bis 2020 auf den Straßen des Landes

16. September 2009

Nordrhein-Westfalen: Führende Modellregion Elektromobilität in Europa / 250.000 Elektro­fahrzeuge bis 2020 auf den Straßen des Landes / Pilotversuche mit Nutzfahrzeugen, Kleintransportern und Zweirädern

Nordrhein-Westfalen soll innerhalb kürzester Zeit zur „Modellregion Elektromobilität Nr. 1 in Europa“ ausgebaut werden. Das kündigte die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute auf der 63. Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt an.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Nordrhein-Westfalen soll innerhalb kürzester Zeit zur „Modellregion Elektromobilität Nr. 1 in Europa“ ausgebaut werden. Das kündigte die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute (16. September 2009) auf der 63. Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt an. Grundlage aller Aktivitäten ist der „Masterplan Elektro­mobilität Nordrhein-Westfalen“, der unter anderem den zügigen Auf- und Ausbau der Regionen Rhein-Ruhr als Modellregion für Elektromobilität vorsieht.

„Moderne Mobilitätskonzepte müssen den Anspruch erfüllen, sauber, sicher und bezahlbar zu sein. Hier bietet die Fortbewegung mit elektri­scher Energie unglaubliche Entwicklungschancen, die Nordrhein-West­falen als Energieland Nr. 1 in Europa mit seinen Ballungsräumen nutzen will, auch, um hier schnell zu messbaren Ergebnissen in Sachen Klima- und Umweltschutz zu kommen“, erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

Die Ministerin formulierte in Frankfurt weiter die zentralen Ziele der Lan­desregierung in Sachen Elektromobilität:

  • Bis zum Jahr 2020 sollen in Nordrhein-Westfalen mindestens 250.000 Fahrzeuge mit elektrischem Antriebsstrang unterwegs sein.
  • Der Marktanteil der nordrhein-westfälischen Zuliefererindustrie auf diesem Gebiet wird in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut.
  • Weiteres Ziel ist es, über die bestehenden Unternehmen hinaus zusätzliche Automobilhersteller- und Zulieferer im Lande anzusiedeln, um den erwarteten Marktumbruch von der Benzin- zur Elektromobilität als Chance für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen zu nutzen.

Eingebunden in diese Strategie werden mehr als 100 Akteure im Land – von der Energiewirtschaft über die ansässigen Hersteller (Ford, Opel, Mercedes-Nutzfahrzeuge bis hin zu Nischenanbietern und Manufaktu­ren), die mehr als 800 Zulieferer und Wissenschaftler u. a. an der RWTH Aachen, der Ruhr-Uni Bochum, der TU Dortmund, der Universitäten Duisburg /Essen und Münster.

In der Modellregion Rhein-Ruhr werden zunächst eine Reihe von Pilot­projekten angestoßen, mit denen konkrete Anwendungsbeispiele er­probt werden sollen:

  • Transporter/Citylogistik: Entwicklung von Kleintransportern, unter anderem zu­sammen mit der Fordwerke AG, der RheinEnergy, der Stadt Köln und der Universität Duisburg/Essen
  • Markteinführung von Pkw unter anderem über Flottenversuche: dabei werden auch Pkw mit sog. Range Extendern (Reichweitenverlängerung) zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich um Elektrofahrzeuge mit Batterie und Verbrennungsmotor, der nicht für den Antrieb sondern nur als Stromversorger eingesetzt wird.
  • Infrastruktur: Zusammen mit den großen Energieversorgern im Lande, so zum Beispiel die RWE AG, wird derzeit ein Netz von Elektro-Ladestationen aufgebaut, fast täglich geht ein neuer Ladepunkt ans Netz.
  • Busse/ÖPNV: Großflächiger Einsatz von Hybridbussen im Linienver­kehr im Bereich in einer Reihe von Verkehrsbetrieben, unter anderem in Düs­seldorf, Hagen, Wuppertal, Dortmund, Krefeld, Bochum und Gelsen­kirchen.
  • Erprobung von LKW/Nutzfahrzeugen: unter anderem in Krefeld sollen Müllfahr­zeuge mit Hybridantrieb zum Einsatz kommen.
  • Schließlich wollen mehrere Stadtwerke und Forschungseinrichtungen elektrisch betriebene Zweiräder (insgesamt 150 Stück) im Alltagsver­kehr testen.

Bei diesen Aktivitäten hat sich Nordrhein-Westfalen erfolgreich gegen 150 Mitbewerber in einem Wettbewerb des Bundesverkehrsministeriums durchgesetzt und stellt damit bundesweit eine von acht Modellregionen. Dafür stehen insgesamt 115 Millionen Euro des Bundes zur Verfügung.

Zusätzlich engagiert sich das Land Nordrhein-Westfalen in Sachen Elektromobilität mit einem Förderwettbewerb, für die bis zu 60 Millionen Euro Landes- und EU-Mittel bereitstehen.

Weitere Informationen: www.wirtschaft.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211/837 2417.

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