NRW finanziert wieder das dritte Umschulungsjahr in der Pflege

25. Februar 2011

Nordrhein-Westfalen finanziert wieder das dritte Umschulungsjahr in der Pflege – Ministerin Steffens: Rösler muss Ankündigungen Taten folgen lassen – Bund muss weiterhin die Förderung übernehmen

Weil der Bund aus der Finanzierung ausgestiegen ist, übernimmt das Land ab sofort wieder die Schulkosten für das dritte Ausbildungsjahr von Männern und Frauen, die sich zur Altenpflegefachkraft umschulen lassen. „Wir brauchen deutlich mehr gut ausgebildete Fachkräfte in der Altenpflege und müssen auch den Quereinstieg in dieses Berufsfeld erleichtern“, erklärte die für Pflege- und Alter zuständige Ministerin Barbara Steffens.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Weil der Bund aus der Finanzierung ausgestiegen ist, übernimmt das Land ab sofort wieder die Schulkosten für das dritte Ausbildungsjahr von Männern und Frauen, die sich zur Altenpflegefachkraft umschulen lassen. „Wir brauchen deutlich mehr gut ausgebildete Fachkräfte in der Altenpflege und müssen auch den Quereinstieg in dieses Berufsfeld erleichtern. Deshalb wird das Land Nordrhein-Westfalen rückwirkend ab dem 1. Januar 2011 wieder die Schulkosten für das dritte Ausbildungs­jahr der Umschüler übernehmen“, erklärte die für Pflege- und Alter zuständige Ministerin Barbara Steffens heute in Düsseldorf.

„Das Land stellt sich damit seiner Verantwortung, gesicherte Rahmen­bedingungen für die Pflege in Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Wir leisten somit einen wichtigen Beitrag, um die Gesamtfinanzierung für die im Jahr 2011 beginnenden Umschulungsmaßnahmen zu sichern“, so Steffens. Mit dem sogenannten Konjunkturpaket 2009 konnten befristet bis zum 31. Dezember 2010 Umschulungsmaßnahmen für die gesamte dreijährige Dauer der Altenpflegefachkraftausbildung durch die Bundes­agentur für Arbeit gefördert werden. „Es ist vollkommen unverständlich, warum diese sinnvolle Fördermöglichkeit vom Bund nicht weiter geführt wird. Die Kosten für das dritte Ausbildungsjahr der Umschüler werden ab 2011 nicht mehr von der Bundesagentur für Arbeit übernommen“, erklärte Steffens weiter. „Anstatt jede Woche neue Ankündigungen zum Kampf gegen den Fachkräftemangel zu verbreiten, sollte sich Rösler für die weitere Förderung des 3. Umschulungsjahrs einsetzen“, forderte die Ministerin.

Der Arbeitsmarkt im Pflegebereich ist „leergefegt“, erklärte Steffens. Für einen Teil der Einrichtungen wirke sich dies bereits wirtschaftlich aus, weil nicht mehr alle Klientenanfragen bedient werden können.

Das Bundesamt für Statistik habe angesichts des demographischen Wandels erst im Dezember 2010 vor einem Personalmangel bei Pflege­kräften gewarnt und festgestellt, dass im Jahr 2025 rund 152.000 Be­schäftigte in Krankenhäusern, ambulanten Diensten sowie teil- und voll­stationären Pflegeeinrichtungen fehlen werden. „Vor diesem Hintergrund ist es nicht nachvollziehbar und inkonsequent, dass der Bund diese be­währte und für die Altenpflege bedeutsame Fördermöglichkeit beendet hat", führte Steffens fort. Die Pflege sei schließlich ein Zukunftsberuf mit hervorragenden Beschäftigungschancen.

Hintergrund:

Das Land fördert den Schulplatz an den Fachseminaren für Altenpflege­ausbildung mit monatlich 280 Euro pro Schülerin und Schüler.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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