ABC-Schutz - bundesweit einmaliges Konzept

19. Oktober 2009

Nordrhein-Westfalen baut ABC-Schutz weiter aus - bundesweit einmaliges Konzept / Minister Dr. Ingo Wolf übergibt einen Abrollbehälter zur Versorgung von Verletzten an die Kölner Feuerwehr

Nordrhein-Westfalen baut im Rahmen seines „Aktionsprogramms Katastrophenschutz den ABC-Schutz weiter aus. Deshalb erhielt die Feuerwehr der Stadt Köln einen der landesweit ersten Abrollbehälter zur Versorgung von Verletzten, die beispielsweise bei Chemieunfällen mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen sind.

Das Innenministerium teilt mit:

Nordrhein-Westfalen baut im Rahmen seines „Aktionsprogramms Katastrophenschutz den ABC-Schutz weiter aus. Deshalb erhielt heute (19. Oktober 2009) die Feuerwehr der Stadt Köln einen der landesweit ersten Abrollbehälter zur Versorgung von Verletzten, die beispielsweise bei Chemieunfällen mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen sind. „Mit den Abrollbehältern stärken wir den Katastrophenschutz und die überörtliche Hilfeleistung. Ein gut funktionierender Katastrophen­schutz ist existentiell für die Menschen“, sagte Innenminister Dr. Ingo Wolf bei der Übergabe.

In diesem Jahr werden in Nordrhein-Westfalen zunächst 20 der soge­nannten AB Dekon-V im Wert von fünf Millionen Euro ausgeliefert, im nächsten Jahr sollen 29 weitere folgen. „Das Konzept und die flächendeckende Ausstattung sind bundesweit einmalig“, betonte der Innen­minister.

Die Kontamination (Verunreinigung, Durchdringung) einer Vielzahl von Menschen mit gefährlichen Stoffen stellt die Einheiten des Katastro­phenschutzes vor große Herausforderungen. Die Betroffenen müssen so schnell wie möglich dekontaminiert werden, bevor mit der eigent­lichen medizinischen Versorgung begonnen werden kann. „Dafür müssen wir nicht nur personell, sondern auch technisch gerüstet sein. Dieser Herausforderung stellen wir uns“, sagte Wolf.

Der AB Dekon-V wird auf einer Grundfläche von ca. 100 qm aufgebaut und von 60 Einsatzhelfern bedient. Er ist neben  Material für Dekon­tamination und zur Wundversorgung mit eigenem Stromerzeuger, Warmluftheizung und zwei Schnellaufbauzelten ausgestattet. Dazu kommen Atemschutzmasken und Ersatzkleidung für versorgte Personen sowie Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte. Pro Stunde können 50 Verletzte von den gefährlichen Stoffen gereinigt werden.

„Es ist ein erklärtes Ziel der Landesregierung, die Sicherheit für die Bevölkerung ständig zu verbessern. Köln ist dabei als größte Stadt des Landes, ihrer Lage am Rhein und der Bedeutung als Verkehrsknoten­punkt und Chemiestandort ein wichtiger Partner für den Katastrophen­schutz“, hob Minister Wolf hervor.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Innenministeriums, Telefon 0211 871-2300 oder -2301.

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