Neujahrsansprache 2021

Neujahrsansprache 2021 von Ministerpräsident Armin Laschet

1. Januar 2021

Ministerpräsident Laschet: Das neue Jahr kann und muss besser werden. Diese Chance sollten wir nutzen. Mit den Menschen in Nordrhein- Westfalen, die in all ihrer Verschiedenheit einfach großartig sind

In seiner Neujahrsansprache wünscht Ministerpräsident Armin Laschet allen Menschen, die in Nordrhein-Westfalen leben, ein gutes, ein glückseliges und besseres Jahr 2021.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

In seiner Neujahrsansprache wünscht Ministerpräsident Armin Laschet allen Menschen, die in Nordrhein-Westfalen leben, ein gutes, ein glückseliges und besseres Jahr 2021.

Sehen Sie die Neujahrsansprache in der WDR-Mediathek.
 
Die Neujahrsansprache im Wortlaut:
 
„Am ersten Tag des neuen Jahres grüße ich Sie alle sehr herzlich.
 
Nun ist das kein normaler Jahresanfang. Normalerweise liegt gerade eine Nacht mit Feiern, Partys und Feuerwerk hinter uns. Und heute vor einem Jahr blickten die meisten mit Zuversicht nach vorne, viele freuten sich auf die Goldenen Zwanziger Jahre.
 
Und dann kam dieses mikroskopisch kleine, unsichtbare aber höchst gefährliche Virus. Dieses Virus, das uns mit einem Fingerstreich gezwungen hat, unsere Wirtschaft runterzufahren, Schulen und Kitas zu schließen, Geschäfte dicht zu machen, das etliche Menschen vor existenzielle Herausforderungen gestellt hat. Das dafür gesorgt hat, dass nichts mehr normal war. Das uns zwingt, Menschen nicht mehr die Hand zu geben und Kontakt zu meiden. Unvorstellbar am letzten Neujahrstag.
 
Und das alles geschieht in einer Zeit, die ohnehin von Bedrohungen, Herausforderungen, Wandel geprägt ist:
 
Mit dem dritten Dürresommer in Folge ist der Klimawandel real bei uns angekommen, die Artenvielfalt nimmt in einer nie dagewesenen Weise ab.
 
Kriege, Hunger, Flucht und Vertreibung gibt es immer noch auf der Welt, sie haben nicht mit Corona aufgehört.
 
Gleichzeitig driften die Menschen immer weiter auseinander. Der Soziologe Armin Nassehi warnt uns vor einer infizierten Gesellschaft.
 
Wir lernen im Moment so eindringlich wie nie zuvor, wie stark alle Bereiche Wirtschaft, Schule, Gesundheit voneinander abhängig sind. Eine Entscheidung für Gesundheitsschutz löst anderswo Schäden aus. Deshalb ist das Abwägen so wichtig. Lassen wir es nicht zu, dass unsere Gesellschaft von Hass und Aggression im Streit über die richtigen Maßnahmen infiziert wird. Gerade jetzt brauchen wir Respekt und Zusammenhalt.
 
Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass wir jetzt noch diszipliniert durchhalten müssen, denn Sie tun es ja zuallermeist. Aber es gibt Hoffnung. Der Impfstoff – erforscht, entwickelt, geprüft, genehmigt und ausgeliefert in nur 10 Monaten – ist eine Meisterleistung unserer Forscher. Wir sind stolz, dass den Impfstoff Uğur Şahin mit seiner Frau Özlem Türeci entwickelt hat. Uğur Şahin, der in der Türkei geboren wurde und als Vierjähriger mit seiner Mutter zu seinem Vater nach Nordrhein-Westfalen zog, der hier bei Ford arbeitete, besuchte als erstes türkeistämmiges Gastarbeiterkind das Erich-Kästner-Gymnasium, wurde Jahrgangsbester und studierte danach an der Universität zu Köln.
 
Jetzt entwickelte er mit seiner Ehefrau – die viel zu selten erwähnt wird – einen Impfstoff für die ganze Welt. Hoffentlich hilft sein Vorbild, dass wir Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte mehr Respekt entgegenbringen und den Ressentiments offensiver entgegentreten, die von zu vielen immer noch geschürt werden.
 
Eine Neujahrsansprache richtet sich traditionell an die ‚Lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger‘. Normalerweise sagt man das ohne weitere Beachtung – es klingt wie ein Ritual.
 
Doch in diesem Jahr hat das Wort ‚Mitbürgerin oder Mitbürger‘ für mich einen ganz neuen Klang bekommen. Ich habe in diesem Jahr so viele Menschen kennengelernt und gesehen, wie sie echte Mitbürgerlichkeit leben: Pflegepersonal, Ärztinnen und Ärzte, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, die sich kreativ um Kinder gekümmert haben und niemanden zu verlieren; Verkäuferinnen und Verkäufer, die unsere Lebensmittelversorgung sichern; unzählige Mitarbeiter in den Ämtern und Ministerien, die im Management dieser Krise Unglaubliches geleistet haben.
 
Ich denke, wir können mit einigem Stolz sagen, dass wir das alle miteinander in diesem Jahr gut hinbekommen haben.
 
Das neue Jahr kann und muss besser werden. Diese Chance sollten wir nutzen. Alle zusammen. Mit den Menschen in Nordrhein- Westfalen - in all ihrer Verschiedenheit sind sie einfach großartig.
 
In diesem Sinne: Machen Sie es gut im Neuen Jahr, halten Sie durch, geben Sie nicht auf und denken Sie immer daran: die größte Kraft liegt im Miteinander. Lassen Sie uns in dieses neue Jahr gehen, in dem wir die Welt verändern, in dem wir unser Land gestalten und in dem alles besser wird. Und in dem wir das tun als echte Mitbürgerinnen und Mitbürger.
 
Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes, ein glückseliges, ein gutes, - ja - ein besseres Jahr 2021.“

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Foto: Land NRW / Mark Hermenau, 1. Januar 2020

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