Mais-Schädling: Erstmalig in Nordrhein-Westfalen gefunden

17. August 2010

Neuer Mais-Schädling erstmalig in Nordrhein-Westfalen gefunden: EU-Vorschriften zur Bekämpfung greifen auf Feldern in Köln

Auf einem Feld in Köln ist erstmals in Nordrhein-Westfalen ein Befall mit dem Westlichen Maiswurzelbohrer festgestellt worden. Der Käfer ist wurde von der Euro­päischen Union als Quarantäneschaderreger eingestuft. Entsprechend greifen jetzt Vorgaben der Europäischen Union, die zum Ziel haben, den Schädling hier auszurotten.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Auf einem Feld in Köln ist erstmals in Nordrhein-Westfalen ein Befall mit dem Westlichen Maiswurzelbohrer festgestellt worden. Der Käfer ist der bedeutendste Mais-Schädling in Nordamerika und wurde von der Euro­päischen Union als Quarantäneschaderreger eingestuft. Entsprechend greifen jetzt Vorgaben der Europäischen Union für Maßnahmen, die zum Ziel haben, den Schädling hier auszurotten. Sie werden im Befalls­gebiet durch den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen organisiert, durchgeführt und durch ein intensives Monitoring begleitet.

Um den Befallsort wird im Umkreis von einem Kilometer eine Zone aus­gewiesen, die eine Fläche von 314 Hektar umfasst. Innerhalb dieser Befallszone wird zum jetzigen Zeitpunkt auf etwa 80 Hektar Mais ange­baut. Dort werden in den nächsten Tagen Pflanzenschutzmittel zur direkten Bekämpfung der ausgewachsenen Schädlinge ausgebracht. Das Mittel ist für Bienen ungefährlich, trotzdem werden vorsorglich alle Imker im betroffenen Gebiet rechtzeitig vor der Bekämpfung durch den Pflanzenschutzdienst informiert. Darüber hinaus werden Vorgaben für einen Fruchtwechsel verfügt. Das heißt, in der Befallszone darf in den nächsten zwei Jahren kein Mais angebaut werden.

Um die Befallszone wird im Umkreis von fünf Kilometern eine Sicher­heitszone (10.990 Hektar) eingerichtet, in der ebenfalls ein Frucht­wechsel verbindlich vorgeschrieben wird. Dort darf auf demselben Feld nur in jedem zweiten Jahr Mais stehen. Diese Maßnahmen gelten bis zur amtlichen Feststellung der Befallsfreiheit.
Der Maiswurzelbohrer gilt als einer der bedeutendsten Schädlinge: Weltweit werden etwa 20 Millionen Hektar, davon allein 13,5 Millionen Hektar in den USA, befallen. In Deutschland ist der Westliche Mais­wurzelbohrer erstmals im Jahr 2007 in Bayern und Baden Württemberg gefunden worden. Auch in 2008, 2009 und 2010 wurde dort erneut Befall festgestellt.

Details zu den entsprechenden Rechtsgrundlagen, der Biologie des Schädlings, den Ausrottungsmaßnahmen und dem Befallsgebiet sind im Internet auf der Seite des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschafts­kammer NRW www.pflanzenschutzdienst.de zu finden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Herrn Stephan Malessa, Telefon 0211 4566-748.

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