Neue Werkstoffe für Medizintechnik

Porträtfoto von Ministerin Svenja Schulze
11. November 2015

Neue Werkstoffe für Medizintechnik: Kooperation von RWTH Aachen und Tokyo Institute of Technology

Japanreise von Ministerin Schulze stärkt Austausch in der Wissenschaft

In keiner anderen Region der Welt haben neue Werkstoffe ein solches Gewicht für die wirtschaftliche Entwicklung wie in Nordrhein-Westfalen.

 
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Moderne Werkstoffe sind nicht nur kraftvoller Innovationstreiber, sondern auch der mit Abstand stärkste wirtschaftliche Motor in Nordrhein-Westfalen. Rund 10.000 Unternehmen und Forschungseinrichtungen erwirtschaften in diesem Feld mit 200 Milliarden Euro einen Anteil von 33 Prozent am Bruttoinlandsprodukt in NRW. In keiner anderen Region der Welt haben neue Werkstoffe ein solches Gewicht für die wirtschaftliche Entwicklung wie in Nordrhein-Westfalen.
 
Zur gemeinsamen Entwicklung neuer Materialien kooperieren das Institut für Textiltechnik (ITA) an der RWTH Aachen und das Tokyo Institute of Technology (TITECH) miteinander. Dazu unterzeichneten die beiden Institute, für das ITA PD Dr. Gunnar Seide sowie Prof. Takehiko Muri und Prof. Takeshi Kikutani für das TITECH in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in Tokyo einen Vertrag und bauen damit eine langjährige Zusammenarbeit weiter aus.
 
Die Entwicklung neuer Fasermaterialien für textile Anwendungen kann einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen leisten. Faserverstärkte Verbundwerkstoffe können beispielsweise für die Nutzung von Leichtbautextilien im Automobil, für Textilien aus nachwachsenden Rohstoffen oder für Medizintextilien wie die textile Herzklappe unterstützen und zu einer höheren Lebensqualität beitragen. „Wer Lösungen für diese großen Fragen unserer Zeit findet, trägt entscheidend zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft bei und erschließt so auch die Märkte von morgen“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.
 
Globale Themen wie Klimawandel, Ressourceneffizienz oder Gesundheit im demografischen Wandel bestimmen längst die Agenda von Wissenschaft und Forschung in NRW und weit darüber hinaus. NRW kann in diesem Bereich international hochangesehene Spitzenleistungen in Wissenschaft und Forschung vorweisen.
 
Zur Stärkung von Hochschulkooperationen besuchte die Delegation zusammen mit Ministerin Schulze zudem zwei Hochschulen: die traditionsreichen und angesehenen Universitäten Waseda in Tokyo (Kooperation mit Universität Bonn) und Doshisha in Kyoto (Kooperation mit Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf). „Für eine nachhaltige Entwicklung brauchen wir mehr Zusammenarbeit. Wir setzen auf einen gegenseitigen Wissensaustausch aller Akteure aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft und Forschung“, so Ministerin Schulze.
 
Weitere Informationen finden Sie unter www.wissenschaft.nrw.de.
 
Tagesaktuelle Bilder der Delegationsreise finden Sie ebenfalls unter diesem Link ab ca. 11.00 Uhr.

Hintergrundinformation 

Nordrhein-Westfalen ist der führende Standort für japanische Unternehmen in Kontinentaleuropa. Mehr als 550 japanische Unternehmen haben sich in NRW niedergelassen und beschäftigen rund 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Jahresende 2013 lag der Bestand der japanischen Direktinvestitionen bei 8,8 Milliarden Euro. Das Handelsvolumen zwischen NRW und Japan beträgt rund 8,5 Milliarden Euro. Zunehmend werden auch wichtige Forschungs- und Entwicklungsprojekte japanischer Firmen mit nordrhein-westfälischen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen umgesetzt. Die Zahl der Kooperationen zwischen NRW-Hochschulen und Hochschulen in Japan beträgt 137. Zahlenmäßig vorne ist hier die Universität Bochum (22) vor der Universität zu Köln (19), der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (18), der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (17), der Universität Duisburg-Essen (14) und der RWTH Aachen (11).

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