Transponder: Neue Kennzeichnungsverordnung für Pferde

30. April 2010

Neue Kennzeichnungsverordnung für Pferde / Minister Eckhard Uhlenberg: Transponder für Pferde kann das Einschleppen von Tierseuchen verhindern

Pferde, Esel oder Zebras, die nach dem 1. Juli 2009 geboren wurden, müssen ab Mitte Mai mit einem Transponder gekennzeichnet werden. Sie werden in einer zentralen Datenbank erfasst. Ziel ist es, Tierseuchen zu verhindern.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Alle sogenannten Equiden, das sind Einhufer wie Pferde, Esel oder Zebras, die nach dem 1. Juli 2009 geboren wurden, müssen ab Mitte Mai mit einem Transponder gekennzeichnet werden. Zudem benötigen die Tiere einen Equidenpass und werden in einer zentralen Datenbank erfasst.

„Auf Grund des internationalen Tierverkehrs wächst die Gefahr von Tierseuchen auch bei Pferden“, erläutert Umweltminister Eckhard Uhlenberg. „Gefährliche Tierseuchen wie afrikanische Pferdepest, Westnilfieber und infektiöse Anämie können schnell eingeschleppt und verbreitet werden. In der Bekämpfung von Seuchen bei Rindern oder Schweinen haben sich ähnliche Vorschriften zur Kennzeichnung bereits bewährt. Ich danke in diesem Zusammenhang auch der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und der Tierseuchenkasse für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Nur durch diese Kooperation können wir die neuen Transponder ab Mitte Mai zur Verfügung stellen.“

Der Equidenpass enthält Informationen zur Identifizierung des Pferdes wie Art, Geschlecht, Geburtsdatum, Beschreibung des Tieres, die Equidenkennnummer und den Transpondercode. Hinzu kommen An­gaben zum Besitzer des Pferdes wie Name, Anschrift und Staatsan­gehörigkeit. Pass ausgebende Stelle in Nordrhein-Westfalen ist der jeweils zuständige Zuchtverband oder die Deutsche Reiterliche Vereini­gung (FN). Ein Eigentümerwechsel muss dem zuständigen Verband mitgeteilt werden.

Pferde, die vor dem 1. Juli 2009 geboren wurden und schon einen Equidenpass haben, brauchen nicht zusätzlich gechippt werden. Pferde, die vor dem 1. Juli 2009 geboren wurden und keinen Pass haben, sind mit einem Transponder zu kennzeichnen und ein Equidenpass ist hierfür auszustellen. Die Vorgaben gelten für alle Equiden: also Pferde, Esel, Zebras und deren Kreuzungen. Verantwortlich für die Kennzeichnung und die Ausstellung des Equidenpasses ist der Tierhalter des Pferdes.

Der Transponder darf nur von einem Tierarzt, einer unter seiner Aufsicht stehenden Person oder einer anderen sachkundigen Person gesetzt werden. Diese bestätigt die Kennzeichnung auf dem Antrag des Equidenpasses. Die Ausstellung des Equidenpasses und die Speicherung der Daten in der zentralen Datenbank erfolgt durch die Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V.

Für Pferde, die in Zucht- oder Sportverbänden organisiert sind, über­nehmen die Verbände die Organisation und die Durchführung der Kennzeichnung, die Ausstellung der Equidenpässe sowie die Speicherung der Daten in der zentralen Datenbank. Die Pferdehalter können sich hier an ihre Verbände wenden, die bereits umfangreiche Informationsarbeit geleistet haben.

Halter von Pferden in Nordrhein-Westfalen, die nicht einem Verband angeschlossen sind, bekommmen Transponder und Antragsformulare für den Equidenpass von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. auf Anforderung zugeteilt. Weitere Informationen und das Informations­schreiben der FN zur neuen Kennzeichnung von Equiden sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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