Neue Bewerbungsrunde für Landesinventar des Immateriellen Kulturerbes startet

Neue Bewerbungsrunde für Landesinventar des Immateriellen Kulturerbes startet

6. April 2021

Seit 2013 arbeiten in Deutschland die Länder und der Bund an einer Bestandsaufnahme des Immateriellen Kulturerbes – Bewerbungen in der aktuellen Runde bis 30. November 2021 möglich

Ab sofort ist die neue Bewerbungsrunde für die Aufnahme von Kulturformen in das Landesinventar des Immateriellen Kulturerbes in Nordrhein-Westfalen sowie in das Bundesweite Verzeichnis eröffnet. Gemeinschaften und Gruppen, die lebendige Traditionen pflegen und praktizieren, können sich bis zum 30. November 2021 bewerben.

 
Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft teilt mit:

Ab sofort ist die neue Bewerbungsrunde für die Aufnahme von Kulturformen in das Landesinventar des Immateriellen Kulturerbes in Nordrhein-Westfalen sowie in das Bundesweite Verzeichnis eröffnet. Gemeinschaften und Gruppen, die lebendige Traditionen pflegen und praktizieren, können sich bis zum 30. November 2021 bewerben. Das Aufnahmeverfahren soll Impulse geben für die Aufwertung und Weitergabe von gesellschaftlich prägendem Immateriellem Kulturerbe. Deutschland setzt hiermit Vorgaben des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes von 2003 um. In Nordrhein-Westfalen ist das Ministerium für Kultur und Wissenschaft für das Verfahren zuständig. Das Ministerium wird von einer unabhängigen Expertenjury bei der Auswahl auf Basis des bundesweit einheitlichen Kriterienkatalogs beraten.
 
Das nordrhein-westfälische Landesinventar umfasst inzwischen zwölf kulturelle Ausdrucksformen: Anlage und Pflege von Flechthecken; Bochumer Maiabendfest; Bolzplatzkultur; Brieftaubenwesen; Haubergswirtschaft im Siegerland und in angrenzenden Regionen; Martinstradition; Osterräderlauf in Lügde; Rheinischer Karneval mit all seinen lokalen Varianten; Schützenwesen; Steigerlied; Traditionelle Flussfischerei an der Mündung der Sieg in den Rhein; Trinkhallenkultur im Ruhrgebiet.
 
Mehr als ein Dutzend Vorschläge hat Nordrhein-Westfalen außerdem für das bundesweite Verzeichnis nominiert, darunter zum Beispiel die Deutsche Theater- und Orchesterlandschaft und die Falknerei. Seit kurzem haben auch das Buchbinderhandwerk, die Demoszene und das Papiertheater Eintragungen. Die Falknerei zählt seit 2016 zum repräsentativen Kulturerbe der Menschheit bei der UNESCO. All diesen Nominierungen ist die Bewerbung der praktizierenden Gemeinschaften
oder Gruppe in ihrem Bundesland vorausgegangen.
 
Weitere Informationen, Beratung und Unterstützung bietet die Landesstelle Immaterielles Kulturerbe NRW an der Universität Paderborn allen Interessierten und Bewerbenden kostenfrei an. Eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Beteiligung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. findet am 10. Mai 2021 als Online-Videokonferenz statt.
Kontakt und Anmeldung unter: landesstelle@ike.upb.de
Siehe auch: www.kulturerbe-forschung.de
 

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