Nationaler Radverkehrskongress in Münster: NRW fährt beim Thema Nahmobilität voraus

12. Mai 2013

Nationaler Radverkehrskongress in Münster: NRW fährt beim Thema Nahmobilität voraus

Verkehrsminister Michael Groschek hat am Montag gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer den dritten Nationalen Radverkehrskongress in Münster eröffnet. Auf der zweitägigen Veranstaltung trifft sich das „Who is Who“ der deutschen Radverkehrsszene. Experten und Politiker werden dort über den Nationalen Radverkehrsplan des Bundes und über den Aktionsplan der Landesregierung zur Förderung der Nahmobilität sprechen. Vor Beginn der Tagung sagte Groschek: „In Münster werden viele NRW-Themen im Fokus stehen, beispielsweise der Planungswettbewerb Radschnellwege. Hier zeichnet sich bereits heute ab, dass die Resonanz der verschiedenen Regionen sehr groß ist. Ich freue mich über das bisherige Feedback und erwarte eine Vielzahl von eingereichten Konzepten.“ Nachfragen und Vorschläge kamen unter anderem aus dem Kreis Düren, der Stadt Köln, dem Münsterland, Ostwestfalen, dem Rhein-Erft Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Ruhrgebiet. Einsendeschluss für die Konzepte ist im Juli, eine unabhängige Jury wird die Preise dann gemeinsam mit Groschek im November 2013 überreichen.

Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

Verkehrsminister Michael Groschek wird am Montag gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer den dritten Nationalen Radverkehrskongress in Münster eröffnen. Auf der zweitägigen Veranstaltung trifft sich das „Who is Who“ der deutschen Radverkehrsszene. Experten und Politiker werden dort über den Nationalen Radverkehrsplan des Bundes und über den Aktionsplan der Landesregierung zur Förde-rung der Nahmobilität sprechen.

Vor Beginn der Tagung sagte Groschek: „In Münster werden viele NRW-Themen im Fokus stehen, beispielsweise der Planungswettbewerb Radschnellwege. Hier zeichnet sich bereits heute ab, dass die Resonanz der verschiedenen Regionen sehr groß ist. Ich freue mich über das bisherige Feedback und erwarte eine Vielzahl von eingereichten Konzepten.“ Nachfragen und Vorschläge kamen unter anderem aus dem Kreis Düren, der Stadt Köln, dem Münsterland, Ostwestfalen, dem Rhein-Erft Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Ruhrgebiet. Einsendeschluss für die Konzepte ist im Juli, eine unabhängige Jury wird die Preise dann gemeinsam mit Groschek im November 2013 überreichen.

Am Rande der Veranstaltung werden die beiden Verkehrsminister zudem jeweils einen „Stadthelm“ überreicht bekommen: Ramsauer erhält einen Helm mit der Aufschrift „Berlin“, Groscheks Helm wird den Schriftzug „Düsseldorf“ tragen. Hierzu erklärte Groschek: „Der ‚Stadthelm‘ ist eine schöne Initiative des Bundesverbands der Kinderneurologie-Hilfe. So können nicht nur Autofahrer mit ihrem Kennzeichen ihre Heimatverbundenheit ausdrücken, sondern endlich auch die Radlerinnen und Radler. Ich bin mir sicher, dass wir die ‚Stadthelme‘ künftig sehr häufig sehen werden. Und jede Idee, die hilft, den Schutz bei Unfällen und die Sicherheit der Menschen zu erhöhen, finde ich toll.“

Weitere Themen des Kongresses werden auch E-Bikes und der Tourismus sein. Sowohl der Verkauf von E-Bikes, als auch der Radtouris-mus in NRW haben stark zugenommen. Weitere Hintergrundinformationen rund ums Thema „Radfahren in NRW“ finden Sie in der Anlage.

Pressekontakt: maik.grimmeck@mbwsv.nrw.de, Tel. 0211/3843-1019

Daten und Fakten zum Radverkehr in NRW
Verkehrsleistung
In Deutschland werden pro Jahr durchschnittlich 370 km pro Person auf dem Fahrrad zurückgelegt. Zum Vergleich: Mit Bahn und Bus 1093 km /Jahr und Person in NRW (Stand 2011, Quelle: IT NRW).

Niederländer fahren jährlich 834 km mit dem Rad (Quelle: Fietsberaad), Dänen sogar 949 km/Jahr (Quelle: ECF).

Radverkehrsanteile am Gesamtverkehrsaufkommen
Deutschlandweit 10 Prozent
Land NRW 12,5 Prozent
Spitzenreiter Münster 37,6 Prozent

Das Fahrrad ist ein Wirtschaftsfaktor
• Insgesamt ca. 50.000 Beschäftigte (Quelle:http://www.ziv-zweirad.de/pressemitteilung-die-deutschen-lieben-das-fahrrad-wirtschaftsdaten-2011.html)

• 6.000 Verkaufsstellen (darin enthalten 4.100.Fachhändler) ohne temporäre Verkaufsstellen wie Aldi (Quelle VDZ)

• 153 Millionen Ganztagesfahrradausflüge deutschlandweit pro Jahr mit etwa 2,5 Milliarden Euro Bruttoumsatz (Quelle: BMWi)

• 22 Mio. Übernachtungen deutschlandweit von Fahrradtouristen mit mehr als 1,4 Milliarden Euro Bruttoumsatz (Quelle: BMWi)

• Rund 9,5 Milliarden Euro Bruttogesamtumsatz einschließlich fahrradtouristischer Infrastrukturkosten jährlich deutschlandweit (Quelle: BMWi)

• In NRW geben 8,3 Millionen Fahrradausflügler pro Kopf und Jahr 160 Euro aus. Das entspricht einem Umsatz von fast 1,4 Milliarden Euro.

• Gesamtzahl der Fahrräder in West- und Ostdeutschland rund 69 Millionen Stück. Davon werden etwa 31 Millionen Räder regelmäßig benutzt (Quelle ZIV).

Aktionsplan zur Förderung der Nahmobilität in NRW
1. Radwege
 Zwischen den Jahren 1978 und 2011 sind in NRW Radwege für 1,63 Milliarden Euro entstanden. Das entspricht einer Strecke von annähernd 8.900 km.

2. Das landesweite Radverkehrsnetz mit einheitlicher
Wegweisung
Rund 73.000 Wegweiser sind auf den insgesamt etwa 14.200 km Radwege in NRW aufgestellt. Ausgeschildertes Gesamtnetz: etwa 23.900 km (netto durch Überlagerungen)
RVN NRW: 14.221 km
Themenrouten: 12.147 km
Lokale Netze: 3.686 km

Auf der Grundlage des Radverkehrsnetzes NRW bietet das MBWSV seit 2003 einen Radroutenplaner (www.radroutenplaner.nrw.de) im Internet an. Dort können Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer ihre Route online planen. Anfang dieses Monats wurde der 820,9millionste Zugriff insgesamt gezählt. Zum Vergleich: allein im Jahr 2012 wurde der Radroutenplaner 94,6 Millionen Mal nachgefragt.
   
3. Fahrradstationen in NRW
Landesweit sind 71 Radstationen mit mehr als 19.800 Stellplät-zen und über 620 Arbeitsplätzen in Betrieb.

4. Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS)
1993 Gründung mit 13 Kommunen
Zurzeit, 68 Mitglieder (51 Städte, 13 Kreise, 4 Gemeinden)

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