Modernisierung der Straßenbeleuchtung

28. Oktober 2009

Modernisierung der Straßenbeleuchtung / Ministerin Christa Thoben: „Immenses Energiesparpotential möglich“/ Contracting eröffnet neue Möglichkeiten der Finanzierung

Die Stadt Dormagen am Niederrhein hat die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung dank Modernisierung innerhalb eines Jahres um 44 Prozent verringert. Der Verbrauch sank um 1,4 Millionen Kilowattstunden, die Stromrechnung wurde um über 150.000 Euro/Jahr reduziert.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Die Stadt Dormagen am Niederrhein hat die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung dank Modernisierung innerhalb eines Jahres um 44 Prozent verringert. Der Verbrauch sank um 1,4 Millionen Kilowattstunden, die Stromrechnung wurde um über 150.000 Euro/Jahr reduziert. Es wird geschätzt, dass deutschlandweit allein durch energieeffiziente Straßenbeleuchtung 2,7 Milliarden Kilowattstunden, bzw. rund 400 Millionen Euro eingespart werden könnten. „Gerade angesichts angespannter Haushaltslage der Kommunen lassen sich notwendige Investitionen in eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung tätigen. Moderne Finanzierungsformen wie das Contracting eröffnen dabei neue Möglichkeiten“, sagte Wirtschaftsministerin Energieministerin Christa Thoben heute (28. Oktober 2009) in Düsseldorf vor rund 150 Vertreter von Städten und Gemeinden auf einer Tagung „Energieeffiziente Straßenbeleuchtung“.

Beim Contracting investiert ein Dritter in die Energiesparmaßnahme und refinanziert sein Engagement durch die eingesparten Energiekosten. Kommunen sind in Nordrhein-Westfalen nicht auf sich selbst gestellt, wenn sie Energieeffizienz umsetzen und den Haushalt entlasten wollen. Die EnergieAgentur.NRW arbeitet im Auftrag des Landes als Partner der Kommunen und hat seit Jahren Erfahrung in der Beratung von Energieeffizienz- und Contracting-Projekten gesammelt.
Auf der Tagung des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie sowie der EnergieAgentur.NRW stellten nordrhein-westfälische Kommunen ihre Projekte zur Sanierung der Straßenbeleuchtung vor. Die Stadt Dormagen hat für rund 670.000 Euro unter anderem 5.000 Lampen gegen Natriumdampfhochdrucklampen ausgetauscht, 350 Leuchten erneuert und 4.600 Vorschaltgeräte installiert und dadurch die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung um fast die Hälfte innerhalb eines Jahres gesenkt. Die Sanierung wurde per Contracting finanziert. Die EnergieAgen-tur.NRW hat die Kommune begleitend beraten, eine neue Broschüre dokumentiert das Projekt.

„Der Sanierungsbedarf in praktisch allen Bereichen der Beleuchtung ist immens. Nach Schätzungen des Fachverbandes Elektroleuchten und Elektrische Lampen werden in 50 Prozent der deutschen Kommunen noch Straßenbeleuchtungen betrieben, die auf dem technischen Stand der 1960er Jahre sind. Nur drei Prozent der Effizienz-,Oldtimer’ werden jährlich ersetzt“, erläutert Dipl.-Ing. Rüdiger Brechler, Beleuchtungsexperte und Contracting-Berater der EnergieAgentur.NRW.
Dabei sind Alternativen technisch ausgereift und in Nordrhein-Westfalen bereits im Einsatz bewährt. Die rasante Entwicklung im Bereich der Lu-mineszens- oder Leuchtdioden (LED) belegen die beiden auf der Tagung vorgestellten Projekte aus Düsseldorf und Lippstadt. So werden zum Beispiel in Düsseldorf inzwischen an zwei Standorten in Pilotprojekten LED ökonomisch erfolgreich zur Straßenbeleuchtung eingesetzt. Nach ersten Erfahrungen bringen LED gegenüber DIN-gerechten Beleuchtungen auf Gas-Basis eine Einsparung von ca. 1.800 Euro/a pro Straßenzug.

Weitere Informationen und die neue Broschüre „Einspar-Contracting für die Straßenbeleuchtung in Dormagen“ gibt es bei:
EnergieAgentur.NRW, Kasinostr. 19-21, 42103 Wuppertal; Tel.: 01803/19 0000; www.energieagentur.nrw.de; www.nrw-spart-energie.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Tel.: 0211/837 2417.

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