Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen!“ – Mit Eltern mehr erreichen

30. Mai 2012

Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen!“ – Mit Eltern mehr erreichen

Familienministerin Ute Schäfer und Dr. Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann Stiftung haben heute in Düsseldorf auf der ersten Transferveranstaltung des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" für eine bessere Zusammenarbeit von Profis in der Bildung, Kinder- und Jugendhilfe und den Eltern geworben.

Düsseldorf, 30.05.2012. Familienministerin Ute Schäfer und Dr. Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann Stiftung haben heute in Düsseldorf auf der ersten Transferveranstaltung des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" für eine bessere Zusammenarbeit von Profis in der Bildung, Kinder- und Jugendhilfe und den Eltern geworben.

"Durch eine frühzeitige Prävention können später aufwendige Interventionen vermieden werden. Eltern haben eine zentrale Rolle in der Präventionskette. Ihr Engagement ist unverzichtbar für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen", sagte Schäfer. Eine gute Zusammenarbeit in Kitas, Schulen und Kommunen mit den Eltern sei deshalb von ganz zentraler Bedeutung für den Aufbau von Präventionsketten. Dabei gehe es um eine Erziehungspartnerschaft, die Eltern als Partner ernst nehme. "Eltern wollen nicht nur informiert werden, sondern mitbestimmen und mitwirken", erklärte die Ministerin.

"Eltern prägen und gestalten den Lebensweg ihrer Kinder mehr als alle Verantwortlichen im Bildungssystem das leisten können", betonte Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung. "Sie sind die wichtigsten Partner für all diejenigen, die in ihrem Berufsalltag für ein gelingendes Aufwachsen der Kinder und jungen Menschen zuständig sind. Wir brauchen den Schulterschluss zwischen Eltern, Bildungseinrichtungen, Staat und Zivilgesellschaft. Dieser Schulterschluss gelingt nur, wenn alle gemeinsam auf das gleiche Ziel zu gehen: Kein Kind zurück lassen!"

Bei der vom Familienministerium und von der Bertelsmann Stiftung veranstalteten Tagung mit dem Titel "Mit Eltern" stand thematisch die bessere Gestaltung einer Zusammenarbeit von Profis und Eltern im Mittelpunkt. Wie können Eltern in die alltägliche Arbeit partnerschaftlich einbezogen werden, wie können sie erreicht werden oder wie gehe ich mit Widerständen um? Diese und weitere Fragen diskutierten rund 300 Teilnehmer aus der Verwaltung (Jugendamtsleiter, Leiter Erziehungsberatungsstellen, Koordinatoren für Soziale Arbeit), Leiter und Mitarbeiter von Kitas, Familienzentren, Familienbildung oder Wohlfahrtsverbänden sowie Elternvertreter. Anhand von Praxisbeispielen und Diskussionen in Workshops sowie in einer Podiumsdiskussion konnten dabei viele Hinweise und Anregungen zum Thema Elternarbeit gewonnen werden. Die heutige Veranstaltung bildete den Auftakt zum Austausch über zentrale Themen des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen!".

Im Rahmen des Modellvorhabens will das Land gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung in 18 nordrhein-westfälischen Kommunen eine vorbeugende Politik exemplarisch entwickeln und erproben. Dabei sollen Präventionsketten aufgebaut werden, die sich am Lebensweg von Kindern und Jugendlichen orientieren. Das Ziel des Vorhabens ist es, bereits vorhandene Maßnahmen in den Kommunen und auf Länderebene besser und gezielter zu nutzen. Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, aber auch Kitas, Schulen, Ärzte oder die Polizei sollen noch systematischer zusammenarbeiten.

Zur Begleitung der 18 Modellkommunen ist im Familienministerium eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet worden. Diese soll die Kommunen bei der Umsetzung ihrer jeweiligen Ziele unterstützen. "Wir wollen, dass über das Modellvorhaben hinaus vorbeugende Strukturen flächendeckend im ganzen Land entstehen, damit in Zukunft kein Kind mehr zurückgelassen wird", sagte Schäfer.


An dem Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" nehmen derzeit folgende Städte teil:  Arnsberg, Bielefeld, Dormagen, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Gladbeck, Hamm, Moers, Mönchenglad­bach, Münster, Oberhausen, Witten und Wuppertal sowie der Kreis Düren, der Kreis Unna und der Kreis Warendorf.

Weitere Informationen: www.keinkindzuruecklassen.de

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