Berufsschulunterricht: Modellprojekt jetzt landesweit

13. November 2009

Modellprojekt zum Berufsschulunterricht wird landesweit ausgeweitet

Vor drei Jahren startete der Modellversuch „Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule". Damit soll die Anwesenheit von Auszubildenden in ihren Betrieben erhöht, die Qualität des Berufsschulunterrichtes durch Gesundheits- und Bewegungsangebote verbessert werden. Schulministerin Sommer will das Projekt jetzt landesweit ausweiten.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilen mit:

Um die Anwesenheit von Auszubildenden in ihren Betrieben zu erhöhen und gleichzeitig die Qualität des Berufsschulunterrichtes durch Gesund­heits- und Bewegungsangebote zu verbessern, startete vor drei Jahren der Modellversuch „Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule“ (GigS) zunächst an drei Berufskollegs; später beteiligten sich noch wei­tere zwölf Schulen. Heute treffen sich 150 Experten aus Wirtschaft, Schule und Verwaltung auf einer Abschlussveranstaltung im Reckling­hausener Max-Born-Berufskolleg. Die Projektbeteiligten ziehen Bilanz und beleuchten die ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Evalua­tion, im Hinblick auf Schulen und auf Ausbildungsbetriebe.

Kernelement des Projekts war die Zusammenfassung des Berufsschul­unterrichts auf einen Tag mit zehn Unterrichtsstunden. Zudem sollten die Bereiche Sport, Bewegung und Ernährung in den Schulalltag einge­bunden werden, um die Anstrengungen auszugleichen und eine bes­sere Rhythmisierung des Schultags zu erreichen. Eine wissenschaftli­che Evaluation von Prof. Detlef Buschfeld (Fachinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln) und Prof. Dr. Claus G. Buhren (Institut für Schulsport und Schulentwicklung an der Sporthochschule Köln) bestätigt, dass die Auszubildenden der beteiligten Modell-Schulen dank gesunden Essens und Bewegung den längeren Berufsschultag konzentriert und motiviert bewältigen.

Schulministerin Barbara Sommer: „Wir wollen nun das erprobte Modell landesweit auf alle Berufskollegs ausweiten, bei denen die Vorausset­zungen dazu gegeben sind. Damit erhöhen wir die Anwesenheitszeiten der Auszubildenden in den Betrieben, ohne das Unterrichtskontingent von 480 Jahresstunden zu unterschreiten. Das erhöht die Attraktivität der dualen Ausbildung für viele Betriebe ohne die Qualität der schuli­schen Ausbildung zu beeinträchtigen.“

„Es freut uns sehr, dass das Handwerk in Nordrhein-Westfalen dieses Projekt gutheißt, denn es ist auch ein erklärtes Ziel von GigS, die duale Ausbildung auch für kleinere Unternehmen attraktiv zu halten und so Unternehmen zu animieren, auch weiterhin jungen Menschen eine Be­rufsperspektive zu geben“, erklärt Karl-Josef Laumann, Minister für Ar­beit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen Haus das Projekt gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds finan­ziert hat.

Umgesetzt wird „GigS“ von der Stiftung Partner für Schule NRW und dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506 oder an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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