Mobil bis ins hohe Alter

29. Februar 2016

Mobil bis ins hohe Alter – Minister Groschek stellt Öffentlichkeitskampagne „Mobilität kennt keinen Ruhestand“ vor

Rund 150 Vertreter westfälischer Kommunen sowie Akteure von Initiativen, Verbänden und Unternehmen haben in Münster den Auftakt zur neuen Öffentlichkeitskampagne „Mobilität kennt keinen Ruhestand“ gemacht.

 
Das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

Rund 150 Vertreter westfälischer Kommunen sowie Akteure von Initiativen, Verbänden und Unternehmen haben in Münster den Auftakt zur neuen Öffentlichkeitskampagne „Mobilität kennt keinen Ruhestand“ gemacht. Die Kampagne richtet sich gezielt an ältere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer und sensibilisiert für Risiken im Straßenverkehr. Ins Leben gerufen haben das Projekt das vom Verkehrsministerium geförderte „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ und die Westfälische Provinzial Versicherung.

Mobil zu bleiben – bis ins hohe Alter – ist eine Lebensqualität, die sich jeder Mensch erhalten möchte. Auch wenn heutige Seniorinnen und Senioren merklich fitter sind als in Generationen zuvor, wird die Unfallgefahr vielfach unterschätzt. Wie brandaktuell das Thema ist, machen die Unfallzahlen der Senioren in Nordrhein-Westfalen deutlich. „Es ist wichtig, dass ältere Verkehrsteilnehmer und deren Angehörige über die Risiken im Straßenverkehr informiert und aufgeklärt werden“, sagte Verkehrsminister Michael Groschek. „Gleichzeitig erhoffen wir uns im Dialog mit den Bürgern Anregungen und Hinweise für die Planung der Mobilitätsangebote und Gestaltung der Infrastruktur. Im Alter möglichst lange mobil zu bleiben – dafür braucht auch unsere Verkehrsinfrastruktur eine Verjüngungskur“, so der Minister.
 
„Ob mit dem Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß – die flexible Nutzung und Verknüpfung mehrerer Verkehrsmittel wird zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen“, sagte auch Regierungspräsident Prof. Reinhard Klenke. „Ein barrierefreier ÖPNV sowie ein intaktes, gut ausgebautes Verkehrsnetz werden dabei ebenso entscheidend sein wie die effektive Nutzung moderner Assistenzsysteme.“

Dass der Faktor Mensch bei allem technischen Fortschritt auch weiterhin maßgebend für die Verkehrssicherheit sein wird, betonte Stefan Richter, Vorstandsmitglied der Westfälischen Provinzial Versicherung: „Neuere Fahrerassistenzsysteme, wie automatische Abstandsregelungen, Notbrems- und Spurhalteassistenten sowie Einparkhilfen machen das Autofahren komfortabler. Sie dürfen jedoch nicht verwirren, ablenken oder gar als störend empfunden werden.“
 
Mit der Öffentlichkeitskampagne „Mobilität kennt keinen Ruhestand“ werden westfälische Kommunen nun gezielt vom Zukunftsnetz Mobilität NRW und der Westfälischen Provinzial Versicherung in ihrer präventiven Verkehrssicherheitsarbeit unterstützt. Umfangreiche Medien wie eine Fachausstellung und begleitende Broschüren helfen dabei, das eigene Verhalten besser zu beurteilen sowie Wechselwirkungen von Erkrankungen und Unfallrisiken zu erkennen. Die Auftaktveranstaltung informierte kommunale Vertreter deshalb über fachliche Hintergründe und die spätere Nutzung der angebotenen Medien. Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und eine Ausstellung sorgten dabei für ein abwechslungsreiches Programm.
 
Neben Fachpublikum konnten sich auch interessierte Bürgerinnen und Bürger im Foyer der Bezirksregierung sowie auf dem Domplatz über Gesundheitschecks, Assistenzsysteme und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erkundigen. In einer Modenschau präsentierten Studenten der Hochschule Niederrhein modische und im Verkehr gut sichtbare Kleidung.
 

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