Belgiens König Philippe zu Gast in NRW

König Philippe beim Eintrag in das Gästebuch der Landesregierung
13. März 2015

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft empfängt Seine Majestät Philippe, König der Belgier

Staatsoberhaupt aus dem Nachbarland Nordrhein-Westfalens informiert sich über duales Ausbildungssystem

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat in der Staatskanzlei in Düsseldorf den belgischen König Philippe zusammen mit sieben belgischen Ministerinnen und Ministern empfangen. Nach dem Eintrag ins Gästebuch der Landesregierung fand ein bilaterales Gespräch statt, an dem auch die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann sowie Innenminister Ralf Jäger und Arbeitsminister Guntram Schneider teilnahmen.

 
Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat in der Staatskanzlei in Düsseldorf den belgischen König Philippe zusammen mit sieben belgischen Ministerinnen und Ministern empfangen. Nach dem Eintrag ins Gästebuch der Landesregierung fand ein bilaterales Gespräch statt, an dem auch die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann sowie Innenminister Ralf Jäger und Arbeitsminister Guntram Schneider teilnahmen.

Seine Majestät König Philippe ist bereits gestern in Deutschland eingetroffen und traf sich mit Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin. Zentrales Thema des zweitägigen Deutschlandbesuchs ist die duale Ausbildung: Belgien diskutiert derzeit über eine Reformierung seines Ausbildungssystems nach deutschem Vorbild, mit betrieblicher und schulischer Ausbildung. In NRW, wo allein im Berufsausbildungsjahr 2014 117.396 junge Menschen eine im dualen System anerkannte Ausbildung begonnen haben, legt die Landesregierung einen Schwerpunkt darauf, den Übergang von der Schule in den Beruf mit dem Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zu verbessern. Bereits jüngere Schülerinnen und Schüler werden durch eine systematische Berufs- und Studienorientierung und Praktika in allen Schulformen angespornt, ihre Stärken und Interessen zu entdecken, um so gezielt berufliche Perspektiven entwickeln zu können.

Ministerpräsidentin Kraft freute sich daher besonders auf den Austausch mit dem König und den Delegationsmitgliedern: „Belgien und NRW verbindet inzwischen eine langjährige Partnerschaft, aus der oftmals Freundschaft geworden ist. Wir freuen uns, wenn unser Nachbarland von unseren Erfahrungen mit der dualen Ausbildung profitieren möchte und stehen deshalb gerne mit Rat zur Seite. Unsere beiden Länder haben es mit den gleichen Herausforderungen zu tun, wenn es darum geht, Jugendliche in ihren Talenten zu fördern, sie für den Job zu qualifizieren und sie langfristig in die Arbeitswelt zu integrieren. Gerade deswegen ist es wichtig und für beide Seiten ein Gewinn, wenn wir uns austauschen und voneinander lernen.“

Die engen Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Belgien werden in einem kontinuierlichen politischen Austausch deutlich, in dessen Reihe auch das heutige Treffen steht: Im Oktober 2014 traf sich Ministerpräsidentin Kraft zu Gesprächen mit Oliver Paasch, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft, im November mit Flanderns Ministerpräsidenten Geert Bourgeois sowie im Januar mit Premierminister Charles Michel, um eine Zusammenarbeit in weiteren wichtigen Zukunftsthemen wie der digitalen Wirtschaft und der Energiewende nach vorne zu bringen. Darüber hinaus ist für Herbst 2015 ein Treffen mit Paul Magnette, dem Ministerpräsidenten der wallonischen Region, geplant.

Am Nachmittag fahren Seine Majestät König Philippe und die Delegation begleitet von Minister Schneider zur Firma LWE Rheinkalk GmbH nach Wülfrath. Das Unternehmen, eine Tochterfirma der belgischen Lhoist-Gruppe, bildet derzeit 68 Auszubildende in sieben Berufen aus. Vier von ihnen werden nach der Betriebsbesichtigung an den weiteren Gesprächen teilnehmen und den Gästen aus Belgien vom Alltag als Auszubildende berichten.
Arbeitsminister Guntram Schneider hob vor dem Besuch die Besonderheit des dualen Systems hervor: „Das deutsche Berufsausbildungssystem hat eine über einhundert Jahre lange Tradition, auf die wir stolz sind. Entscheidend für den Erfolg ist die Kombination von Berufsschule und praktischer Ausbildung im Betrieb, die der Garant für Qualität ,Made in Germany‘ ist und damit ein wichtiger Faktor im internationalen Wettbewerb.“ Mit Blick auf die im EU-Vergleich in Deutschland relativ niedrige Jugendarbeitslosigkeit, sei das gestiegene Interesse am deutschen Berufsausbildungssystem vollkommen nachvollziehbar, sagte Schneider.

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