Neue Synagoge in Herford eingeweiht

14. März 2010

Ministerpräsident Rüttgers: „Jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen soll Früchte tragen“ - Neue Synagoge in Herford eingeweiht

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat der Jüdischen Gemeinde Herford zur Einweihung ihrer neuen Synagoge gratuliert: „Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen und Deutschland Früchte trägt. Dass es da ist und verändert, bewegt und belebt. Darin liegt die große Herausforderung, die wir nach dem Neuanfang 1945 und der Zuwanderung aus dem Osten nach 1989 in unserer Generation heute zu bewältigen haben.“

Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute (Sonntag, 14. März 2010) der Jüdischen Gemeinde Herford zur Einweihung ihrer neuen Synagoge gratuliert: „Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen und Deutschland Früchte trägt. Dass es da ist und verändert, bewegt und belebt. Darin liegt die große Herausforderung, die wir nach dem Neuanfang 1945 und der Zuwanderung aus dem Osten nach 1989 in unserer Generation heute zu bewältigen haben.“

Jede Einweihung eines neuen jüdischen Gotteshauses, so der Ministerpräsident, sei auch für ihn persönlich ein besonderer Tag. Diese neuen Bauten drückten großes Vertrauen von Menschen jüdischen Glaubens aus, hier bei uns sicher leben zu können. Vertrauen in die Stabilität, die Toleranz, die Freiheit, die Friedfertigkeit und die Zukunft unseres Landes. Ministerpräsident Rüttgers: „Ich habe dieses Vertrauen stets als ein großes Geschenk verstanden. Und ich tue das immer noch. Weil es nicht selbstverständlich ist – nach dem, was von Deutschen und in deutschem Namen geschehen ist.“ Auschwitz und der Holocaust sei nichts, was irgendwann der Geschichte überantwortet werden könne, so Ministerpräsident Rüttgers: „Wir müssen und wir werden alles tun, damit Auschwitz nie wieder sei. Nicht heute und nicht morgen. Niemals wieder. Das sind wir unseren Kindern schuldig. Das sind wir vor allem den Opfern schuldig. Da stehen wir in der Verantwortung.“ Deshalb gelte es  an einem Punkt unverrückbar festzuhalten: dass das Existenzrecht Israels Teil unserer Staatsräson sei, betonte der Ministerpräsident.
An die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, die zum Ende des Jahres den Rückzug aus Ihrem Amt angekündigt hat, richtete Ministerpräsident Rüttgers seinen Dank: „Es wird noch weitere Anlässe geben, die angemessenen Worte zu finden, um Ihre Leistungen gebührend zu würdigen. Und doch ist es mir wichtig, Ihnen heute schon Danke zu sagen für das, was Sie für dieses Land und seine Menschen geleistet haben! Ich werde die Zusammenarbeit mit Ihnen vermissen.“

In Nordrhein-Westfalen leben heute etwa 30.000 Menschen jüdischen Glaubens. Vor allem seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 sind die jüdischen Gemeinden durch Zuwanderung aus dem Osten erheblich gewachsen. 1992 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung einen Staatsvertrag mit den drei jüdischen Landesverbänden geschlossen. Zuletzt wurde 2006 der dritte Änderungsvertrag unterzeichnet. Seit Mitte der 1990er Jahre wurden in Nordrhein-Westfalen zehn neue Synagogen errichtet.

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