Ministerpräsident Rüttgers besucht Eupen: Nordrhein-Westfalen und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens vertiefen Zusammen­arbeit

12. März 2009

Ministerpräsident Rüttgers besucht Eupen: Nordrhein-Westfalen und Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens vertiefen Zusammen­arbeit

Nordrhein-Westfalen und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) werden ihre intensive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Bildungspolitik weiter vertiefen. Zudem soll die Kooperation bei Film- und Fernsehproduktionen verstärkt werden. Das sind die Ergebnisse von Regierungskonsultationen, zu denen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heute in Eupen mit dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Karl-Heinz Lambertz, zusammen getroffen ist.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Nordrhein-Westfalen und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) werden ihre intensive Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Bildungspolitik weiter vertiefen. Zudem soll die Kooperation bei Film- und Fernsehproduktionen verstärkt werden. Das sind die Ergebnisse von Regierungskonsultationen, zu denen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers heute (12. März 2009) in Eupen mit dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Karl-Heinz Lambertz, zusammen getroffen ist. Anschließend traf Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auch den Ministerpräsidenten der Wallonie, Rudy Demotte. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand ein Austausch über bilaterale Fragen und die Entwicklung der Euregio Maas-Rhein. Der Ministerpräsident wurde bei seinem Besuch von Schulministerin Barbara Sommer und Europa- und Medienminister Andreas Krautscheid begleitet.

Eine gemeinsames Kooperationsprotokoll zur Zusammenarbeit im Bildungsbereich wurde am Nachmittag von den beiden Fachministern aus Nordrhein-Westfalen (Schulministerin Barbara Sommer) und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (Olivier Paasch, Minister für Unterricht und wissenschaftliche Forschung) unterzeichnet. Vorgesehen ist unter anderem ein intensiver Austausch zur Zertifizierung von Fremdsprachenkenntnissen. Außerdem wollen beide Regierungen interessierten Lehrkräften die wechselseitige Teilnahme an Fortbildungen ermöglichen. Die Informationsangebote über Fortbildungsveranstaltungen sollen besser vernetzt werden.

Bei dem gemeinsamen Gespräch dankte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers seinem Amtskollegen, Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, für dessen Unterstützung beim Zustandekommen der Kooperations­vereinbarung zwischen der Benelux-Union und Nordrhein-Westfalen vom 9. Dezember. Zugleich warb Ministerpräsident Jürgen Rüttgers darum, die gegenseitige Anerkennung von Schulabschlüssen im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Benelux-Union fortzuentwickeln. Rüttgers sprach sich auch für eine weitere gegenseitige Anerkennung von beruflichen Ausbildungsgängen aus. Bei einem Besuch des Zentrums für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes in Eupen machte sich Ministerpräsident Rüttgers anschließend persönlich ein Bild vom Stand der grenzüberschreitenden Anerkennung von Bildungs­abschlüssen.

Hintergrund zur Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens:

Das Königreich Belgien ist ein Bundesstaat, der drei Gemeinschaften (flämische, französische, deutschsprachige) und drei Regionen (Flandern, Wallonien, Brüssel) umfasst. Die Deutschsprachige Gemein­schaft verfügt wie die beiden großen Gemeinschaften über politische Eigenständigkeit. Das deutsche Sprachgebiet zählt heute knapp 74.000 Einwohner: zumeist deutschsprachige Belgier, aber auch wallonische, flämische und ausländische Mitbürger. Das Gebiet ist insgesamt 854 Quadratkilometer groß. Amts-, Schul- und Gerichtssprache ist Deutsch. Zwischen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und Nord­rhein-Westfalen besteht eine Vielzahl grenzüberschreitender Projekte. Beispiele dafür sind die bisherigen Kooperationen im Tourismus sowie im Schulbereich, die intensive Zusammenarbeit zwischen Staatsanwalt­schaften und Gerichten in grenznahen Gebieten, die grenzüberschrei­tende Gesundheitsversorgung oder die ÖPNV-Koordinierungsstelle in der Euregio Maas-Rhein.

 

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Rechte: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen / Fotograf: Ralph Sondermann.
Zum Abdruck frei.

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