Ministerpräsident Rüttgers: Zwangsehen und Ehrenmorde entschlossen bekämpfen

27. März 2009

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: Zwangsehen und Ehrenmorde entschlossen bekämpfen / 60jähriges Bestehen des Bundes Katholischer Unternehmer

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat sich dafür ausgesprochen, Zwangsehen und so genannte Ehrenmorde „entschlossen zu bekämpfen“. „Zwangsehen und so genannte Ehrenmorde sind keine kulturellen Besonderheiten, sondern Straftaten“, sagte Rüttgers heute in Bad Honnef in einer Rede anlässlich des 60jährigen Bestehens des Bundes Katholischer Unternehmer.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat sich dafür ausgesprochen, Zwangsehen und so genannte Ehrenmorde „ent­schlossen zu bekämpfen“. „Zwangsehen und so genannte Ehrenmorde sind keine kulturellen Besonderheiten, sondern Straftaten“, sagte Rüttgers heute (27. März 2009) in Bad Honnef in einer Rede anlässlich des 60jährigen Bestehens des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU). „Wir sind weltoffen. Aber wir wollen eine bessere Integration der Menschen, die zu uns gekommen sind. Integration heißt: Für jeden, der bei uns lebt, ist das Grundgesetz verbindlich“, fügte er hinzu.

Rüttgers rief zugleich dazu auf, „den ungebremsten Materialismus in Teilen unserer Wirtschaft zu überwinden“. „Das rein materialistische Denken muss verschwinden, um die Grundlagen unserer Gesellschaft zu erhalten“, sagte er. „Und es muss übrigens auch verschwinden, wenn wir das Erbe der Sozialen Marktwirtschaft erfolgreich in die Zukunft weiter tragen wollen.“ Der Ministerpräsident bezeichnete es als „eine zentrale politische Aufgabe der Gegenwart“, die Spielregeln der Sozia­len Marktwirtschaft weltweit durchzusetzen. Das gelte vor allem für die internationalen Finanzmärkte. „Die Spielregeln, die in der normalen Welt gelten, müssen auch auf den Finanzmärkten wieder in Kraft gesetzt werden“.

Rüttgers forderte auch eine stärkere Orientierung unserer Gesellschaft an christlichen Werten. „Orientierung an christlichen Werten bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen. Wir müssen aufpassen, dass die Krise der Wirtschaft nicht zu einer grundlegenden Krise der Gesellschaft wird. Die Einheit der Gesellschaft steht auf dem Spiel. Aber wir können sie bewahren, wenn wir uns wie­der an den christlichen Werten orientieren.“ Als Beispiel nannte Rüttgers den Schutz von Kindern vor Gewalt und Missbrauch.

Der Ministerpräsident dankte dem Bund Katholischer Unternehmer in seiner Rede für „60 Jahre engagierten Einsatz für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft“. „Sie leben vor, dass es nicht nur auf Profit ankommt. Sie wissen: Es kommt darauf an, Verantwortung zu über­nehmen. Für das Unternehmen. Für die Männer und Frauen, die dort arbeiten. Für die Heimat, in der wir unsere Wurzeln haben. Und für die Schöpfung, die es für unsere Kinder und Kindeskinder zu bewahren gilt. Gäbe es den Bund Katholischer Unternehmer noch nicht, dann müsste man ihn gründen.“

 

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