Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen

22. April 2009

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zeichnet dreizehn Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen aus

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute dreizehn Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Er dankte den ausgezeichneten Persönlichkeiten: „Ihnen geht es mit Ihrer Arbeit nicht um abstrakte Visionen, sondern darum, Werte wie Freiheit, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität zu leben, sie vorzuleben." <p><a href="../archive/presse2009/04_2009/090422STK.php" title="Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen">Pressemitteilung lesen / Fotos zum Download</a><br /><a href="/mediadatabase/22_04_2009_Rede_MP_Landesverdienstorden__2.pdf" title="22_04_2009_Rede_MP_Landesverdienstorden__2">Grußwort des Ministerpräsidenten lesen</a></p>

 

22.04.2009: Verleihung des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen durch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Rechte: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen / Fotograf: Ralph Sondermann. Zum Abruck frei.

- Weitere Fotos finden Sie am Ende dieser Meldung -

 

Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute (22. April 2009) im Ständehaus in Düsseldorf dreizehn Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Der Ministerpräsident dankte den ausgezeichneten Persönlichkeiten: „Ihnen geht es mit Ihrer Arbeit nicht um abstrakte Visionen, sondern darum, Werte wie Freiheit, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität zu leben, sie vorzuleben. Menschen wie Sie stehen selten im Rampenlicht. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir Sie heute ehren und damit das Geleistete öffentlich sichtbar machen. Ohne Ihren Einsatz wäre unser Land ärmer. Dafür möchte ich Ihnen von Herzen danken.“ Menschen wie die Ausgezeichneten gehörten für ihn zur Elite, so der Ministerpräsident weiter. Sie seien die Vorbilder, die vor allem von Kindern und Jugendlichen gebraucht würden, weil sie tun, was sie sagen und dabei nicht nur an ihren eigenen Vorteil dächten.

Der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ist im März 1986 gestiftet worden. Er wird an Bürgerinnen und Bürger aus allen Gruppen der Bevölkerung verliehen, deren außerordentliche Verdienste für die Allgemeinheit in allen Lebensbereichen erworben worden sein können. Die Zahl der Landesorden ist auf 2500 begrenzt. In den 23 Jahren seines Bestehens sind insgesamt etwa 1300 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.

Mit dem Verdienstorden wurden ausgezeichnet:

  • Helmut Arntzen, Emmerich
  • Franz Beckenbauer, Salzburg/Österreich
  • Peter Heesen, Berlin
  • Heinz-Richard Heinemann, Düsseldorf
  • Karin Hempel-Soos, Bonn
  • Waldtraut Hoven, Aachen
  • Barbara Lambrecht-Schadeberg, Kreuztal
  • Carl Richard Montag, Bonn
  • Bernhard Mülbrecht, Münster
  • Dr. med. Volker-Martin Müller, Viersen
  • Präses Nikolaus Schneider, Düsseldorf
  • Christiane Underberg, Xanten
  • Professorin Tabea Zimmermann-Sloane, Bochum

 

Die Laudationes im Wortlaut:

Helmut Arntzen, Emmerich

Nahe am Menschen, für alle Probleme ein offenes Ohr – und wenn möglich, auch eine Lösung. Das ist der Leitspruch von Helmut Arntzen. Er hat nur wenige Gelegenheiten ausgelassen, diesen Leitspruch anzuwenden. Aus dem Leben der Stadt Emmerich ist der gelernte Speditionskaufmann nicht mehr wegzudenken. Seit 1966 gehört er dem Rat der Stadt Emmerich an und setzt sich seither insbesondere für die Jugend-, Sozial- und Schulpolitik ein. Seit 1975 ist er Fraktionsgeschäftsführer der CDU-Ratsfraktion und seit 1977 Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes. Seit 30 Jahren ist er außerdem Ortsvorsitzender des CDU-Ortsverbands Hüthum-Borghees und Klein Netternenden – und glänzt als Kommunalpolitiker in einer Disziplin, in der sich viele seiner Kollegen heute schwer tun: Er spricht mit den Bürgern. Am Stammtisch, bei Bürgerversammlungen, bei Begehungen.

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich der Christdemokrat auch in der Deutschen Angestellten Gewerkschaft, die 2001 in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di aufging. Unter seinem Vorsitz feierte die DAG-Ortsgruppe Emmerich ihr 50jähriges Bestehen. Vor allem in der Sozial, Tarif- und Bildungspolitik hat er sich leidenschaftlich eingesetzt.  Für sein gewerkschaftliches Wirken erhielt er die Verdienstmedaille der Deutschen Angestellten Gewerkschaft.

Damit ist ein Helmut Arntzen aber längst nicht ausgelastet. Seit 1972 ist er ehrenamtlicher Richter. Zunächst beim Arbeitsgericht Wesel, zuletzt beim Bundesarbeitsgericht. Man sagt ihm außerordentlichen Einsatz, uneingeschränkte Objektivität und großes Verantwortungsbewusstsein nach. Mit seinem Wissen und seiner Erfahrung hat er einen erheblichen Beitrag zur Rechtsprechung geleistet.

Helmut Arntzen beweist Hartnäckigkeit und Treue, sei es in der Partei, im Richteramt oder der Gewerkschaftsarbeit. Er steht für soziale Gerechtigkeit und echten politischen Kompromiss. Er argumentiert leise, aber wirkungsvoll, sagen seine Weggefährten. Wir wissen:  Er argumentiert gerne für das ehrenamtliche Engagement. Das ehrenamtliche Engagement, wie er es vorlebt, macht unsere Gesellschaft erst überlebensfähig. Sein Wirken ist vorbildlich. Für die Jugend in Emmerich, für die Jugend in Nordrhein-Westfalen. Dafür gebührt ihm unser Dank. 

Franz Beckenbauer, Salzburg (Österreich)

„Für das Image der Deutschen im Ausland hat er mehr geleistet als 50 Jahre Diplomatie und zehn Goethe-Institute zusammen.“ Diese Einschätzung stammt von André Heller. Zugegeben, der künstlerische Leiter der Fußball-Weltmeisterschaft war genauso von dem Taumel erfasst wie viele Tausend Menschen in Deutschland auch. Aber es stimmt: die Fußball-Weltmeisterschaft hat der Welt ein anderes Deutschland gezeigt. Wir haben gejubelt statt zu jammern. Umarmt statt Abstand zu halten. Wir haben alte Klischees beim Feiern überwunden, und diese weltoffene Stimmung hat jeden mitgerissen. In Dortmund, in Köln, in Gelsenkirchen.

Der bislang größte sportpolitische Erfolg des vereinigten Deutschlands, der Zuschlag für die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland, wäre ohne Franz Beckenbauer nicht möglich gewesen. Als Präsident des Bewerbungskomitees bereiste er monatelang die ganze Welt. Sein Ansehen und seine Persönlichkeit haben dazu beigetragen, dass die Entscheidung zu Gunsten Deutschlands fiel.

Franz Beckenbauer hat sich anschließend auch als Leiter des Organisationskomitees der WM verdient gemacht. Im Frühjahr 2002 entschieden sich das Organisationskomitee und die FIFA für die zwölf Spielorte. So ist es auch ihm zu verdanken, dass Nordrhein-Westfalen die meisten, nämlich ein Viertel aller Spiele, ausrichten konnte. Von Nordrhein-Westfalen aus sind Bilder eines herzlichen und friedvollen Patriotismus in die Welt gegangen. Bilder eines Sommermärchens unter Kaiserwetter. Sie wirken bis heute nach. Mit dem Gefühl, dass man nur etwas leisten kann, wenn man sich persönlich mit seiner ganzen Kraft einsetzt, wenn man es also im wahrsten Sinne des Wortes mit Liebe tut. Es ist das Gefühl, dass man nur dann Erfolg haben kann, wenn man dies gemeinsam tut. Beides vermittelt der Fußball wie kaum ein anderes Ereignis. Darin liegt seine große Faszination: Dass man zusammen stark ist – und dass man nur zusammen stark ist. Diese Botschaft zu überbringen, den Staat durch den Spitzensport zu vertreten – mit diplomatischer, außenpolitischer Wirksamkeit – das  vermag unsere Ikone des Fußballs, Franz Beckenbauer, wie kein Zweiter.

Peter Heesen, Berlin

Peter Heesen ist beweglich, rastlos, immer auf Reformkurs  - und er ist Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes. Peter Heesen kämpft erfolgreich gegen das Beamten-Klischee des Besitzstandwahrers. „Wir brauchen endlich einen Regelungsabbau“, sagte er bei seiner Amtsübernahme. „Die lähmende Gängelei muss wieder Ermessensspielräumen weichen. Das hilft dem Bürger und der Motivation der Mitarbeiter.“

Peter Heesen hat immer schon ein hohes Tempo vorgelegt. Der Sohn eines Bäckermeisters studierte Deutsch, Philosophie und katholische Religion. Sofort nach seinem Lehramtsstudium trat Peter Heesen 1974 in den Philologen-Verband ein. Als   Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Junger Philologen setzte er sich für die beruflichen Anliegen junger Lehrerinnen und Lehrer ein, half ihnen bei der Suche nach einer Anstellung. 1982 wurde er zum Vorsitzenden des Philologen-Verbandes Nordrhein-Westfalen gewählt. Er war Präsident des nordrhein-westfälischen Lehrerverbandes, den er mitbegründet hat. Und Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes. 

Er gilt als außergewöhnliche Führungspersönlichkeit, ist bekannt für seine Redegewandtheit und seinen Teamgeist. Diese Fähigkeiten braucht er, weil er stets einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Schülerinnen und Schüler, den Interessen der Lehrkräfte und den finanzpolitischen Rahmenbedingungen finden will. Peter Heesen steht für die hohe Qualität der gymnasialen Schulausbildung, für den Beamtenstatus der Lehrer und für die Reform der Lehrerausbildung.

Seit mehr als 30 Jahren hat er aber nicht nur die eigene Berufsgruppe, sondern den gesamten öffentlichen Dienst im Blick. Er arbeitete im Vorstand des Landesbundes Nordrhein-Westfalen des Deutschen Beamtenbundes und wurde 1994 stellvertretender Vorsitzender. Sein außerordentliches Engagement für die gewerkschaftspolitischen Ziele führte zu seiner Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesverbandes. Er gehörte der Expertenkommission der Bundesregierung zur Reform des Hochschullehrerdienstrechts an und seit Ende des Jahres 2003 ist er Vorsitzender des Verbands. Als solcher hat er wesentlich zu einer Verständigung zwischen der Bundesregierung, dem Deutschen Beamtenbund und ver.di über ein neues Dienstrecht beigetragen. Peter Heesen ist ein überzeugendes Vorbild. Als Lehrer, als Erneuerer und als Botschafter eines modernen Bildungssystems. Dafür gebührt ihm unsere Ankerkennung.

Heinz Richard Heinemann, Düsseldorf

Jeder in Düsseldorf kennt seine Champagner-Trüffel und seine Herrentorte ist ein Gedicht. Aber der Konditor aus Leidenschaft engagiert sich auf außergewöhnliche Art auch außerhalb seines Unternehmens. Wer ihn kennt, dem fällt sofort eines seiner Lieblingsmotive in der Kunst ein. Es ist die Figur des heiligen Martin, der seinen Mantel mit dem Bedürftigen teilt. Es könnte das Sinnbild für sein Leben sein. Für viele Menschen ist Heinz Richard Heinemann der moderne Martin, der sich immer für seine Mitmenschen einsetzt. Vor allem für diejenigen, die lange Zeit ohne Unterstützung auskommen mussten.

Schon 1988 – als der Umgang mit AIDS nicht im Entferntesten selbstverständlich war – lud Heinz Richard Heinemann zu einer ersten größeren Benefizveranstaltung ein: Sie wurde ein finanzieller Erfolg. Aber viel wichtiger war: Sie trug das Thema AIDS in die Öffentlichkeit. Seither setzt sich der Familienunternehmer für die Akzeptanz und Hilfe der Menschen ein, die an AIDS erkrankt sind. Er nutzt seinen gesellschaftlichen Einfluss, um die Arbeit der Deutschen AIDS-Stiftung zu fördern. Er unterstützt den Förderkreis „Alle Im Dienst Solidarisch“ in der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

2001 gründete er die „Heinz-Richard-Heinemann Stiftung“ in Düsseldorf. Mit den Erträgen unterstützt er die Bekämpfung der Krankheit AIDS.

Zugleich fördert der Unternehmer aber auch die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Handwerk. 200 Männer und Frauen hat er in den vergangenen Jahren ausgebildet. Wer bei ihm lernt, lernt Verantwortung zu übernehmen – und hat beste Karriereaussichten. Seit 2005 ist er der Botschafter für Bildung des Deutschen Roten Kreuzes. Nun ist Heinemann niemand, der es bei der ideellen Unterstützung belassen würde. Er organisiert Wohltätigkeitsveranstaltungen und zeigt sich immer wieder als großzügiger Spender.

Heinz Richard Heinemann ist ein rheinischer Familienunternehmer, der heute mehr denn je als großes Vorbild dient. Er deutet seinen Beruf als Berufung. Er kümmert sich fast väterlich um seine Mitarbeiter und kämpft für den Erhalt des Mittelstands. Mit seinem ehrenamtlichen Engagement im Dienst der Kranken und Dienst der christlichen Werte hat sich Heinz Richard Heinemann einzigartig um das Land Nordrhein-Westfalen und seine Bürger verdient gemacht.

Karin Hempel-Soos, Bonn

Karin Hempel-Soos ist eine vielseitige Frau. Sie ist zum Beispiel eine sehr gute Kabarettistin. Viele erinnern sich zum Beispiel gerne an ihren Auftritt am politischen Aschermittwoch des Jahres 2002. Karin Hempel-Soos warb damals für die Vision, ein Beethoven Festspielhaus in Bonn zu errichten. Das hielten viele für einen Scherz der Kabarettistin. Doch als Sprecherin des Bonner Kulturrats meinte sie es ernst. Inzwischen nimmt das  Festspielhaus Form an und  es spricht viel dafür, dass dieses Festspielhaus zur Attraktion wird, nicht nur für das deutsche Publikum. Zu verdanken ist dieser Erfolg der Hartnäckigkeit von Karin Hempel-Soos. Wie so vieles andere in Bonn auch: Sie setzte sich dafür ein, dass die Stadt mehr Geld für Kultur bekam als ursprünglich durch den Bonn-Vertrag festgelegt worden war.  Wer Sie kennt, weiß, dass sie nicht locker lässt. Auch die Bundesregierung konnte ihrem offensiven Charme ganz offenbar nicht widerstehen.

Seit 1994 leitet sie außerdem das Bonner Haus der Sprache und Literatur, das längst zum Treffpunkt für renommierte Autoren aus aller Welt geworden ist. Karin Hempel-Soos ist zweifellos ein Multi-Talent. Sie ist Dichterin, Schriftstellerin und Journalistin. Sie kann Politiker zu guten Taten provozieren und Großunternehmer im Handumdrehen als Sponsoren in die Pflicht nehmen.

Geboren wurde Karin Hempel-Soos in Dresden und studierte dort Germanistik, Politik und Wirtschaftswissenschaft. 1959 flüchtete sie in den Westen. Sie landete in Bonn. Die Stadt und auch das Land wären heute ohne das außergewöhnliche Engagement von Karin Hempel-Soos sehr viel ärmer. Nicht nur wegen ihres kulturellen Engagements haben wir ihr zu danken: Karin Hempel-Soos hat sich auch in der Gewerkschaftsarbeit engagiert, sich in  die Frauenpolitik eingemischt und viel dafür getan, die Benachteiligung von Frauen ins öffentliche Bewusstsein zu tragen. So hat sie zum Beispiel das Bonner Frauenhaus mitbegründet.

Es ist bezeichnend, dass der Bonner Medienclub Karin Hempel-Soos 2002 mit dem Bröckemännche-Preis ausgezeichnet hat. Verdient haben ihn nur Menschen, die wider den Stachel löcken. Solche Menschen brauchen wir. Der Einsatz von Karin Hempel-Soos wirkt weit über die Stadtgrenzen Bonns hinaus. Für dieses unermüdliche Engagement möchten wir uns heute bedanken.

Waltraud Hoven, Aachen

Als ihr Mann stirbt, bleibt Waltraud Hoven als Mutter von fünf Kindern zurück. Die Kraft und die Ideen, die sie nun entwickelt, um ihre Familie zu versorgen, verdient unser aller Hochachtung. Anfangs arbeitet sie als Schneiderin für den Lebensunterhalt. Auf einem zugeschütteten Steinbruch baut sie Obst, Gemüse und Kräuter an. Sie setzt alles daran, ganz nach ökologischen Grundsätzen zu arbeiten. Was sie damals nicht absehen kann: In ihrem Garten legte sie den Grundstein zu einer beachtlichen Karriere. Sie engagiert sich in eindrucksvoller Weise im Umwelt- und Naturschutz und gehört heute zu den Pionieren der biologischen Landwirtschaft in Aachen.

„Man darf niemals ‚zu spät’ sagen. Es ist immer Zeit für einen Neuanfang“, hat Konrad Adenauer einmal gesagt. Das wird Waltraud Hoven unterschreiben können. Sie beginnt ihre Gartenprodukte auf dem Wochenmarkt zu verkaufen und im Alter von 57 Jahren bringt sie den Mut auf, ihren eigenen Hofladen zu eröffnen. Mit Vorträgen in der Volkshochschule Aachen informiert sie über neue gesunde Ernährungsweisen. Sie gibt  auch Impulse für neue Beschäftigungsmodelle: Der Verein für Integration errichtet später in ihrer Gemüsegärtnerei ein Arbeitsfeld für psychisch erkrankte Menschen. Heute sind dort 50 Menschen beschäftigt. Waltraud Hoven selbst ist engagiertes Mitglied in diesem Verein. Aber sie ist nicht nur Biolandwirtin. Sie hat sich auch der aktiven Friedensbewegung und dem Umwelt- und Naturschutz verschrieben. Sie gründet 1975 die erste Umweltschutzgruppe in Aachen und gehörte dort 1979 zu den Gründerinnen der Grünen. Das Engagement, die Toleranz und die Kontaktfreude haben nicht nachgelassen. Bis heute setzt sie sich für den respektvollen und friedvollen Umgang mit der Natur ein und gibt ihre Faszination an Jugendliche weiter. Dafür bedanken wir uns ganz besonders. Ihrem Durchhaltevermögen, ihrer Kreativität und ihrem Verantwortungsbewusstsein gebührt allerhöchste Anerkennung.  

Barbara Lambrecht-Schadeberg, Kreuztal

Der Grund für das Engagement von Barbara Lambrecht-Schadeberg liest sich ganz bescheiden: „Ich bin im Siegerland aufgewachsen und ich möchte der Region etwas von dem zurückgeben, was ich von ihr erhalten habe“, hat sie einmal erklärt. Bei dem „Etwas“ handelt es sich um nichts weniger als um eine Sammlung zeitgenössischer europäischer Malerei. Ihre Sammlung zeigt sämtliche Hauptwerke der  Rubenspreisträger der Stadt Siegen. Dazu gehören einige der international bedeutendsten Künstler wie Francis Bacon oder Sigmar Polke. Und jeder kann die Sammlung sehen. Untergebracht ist sie dauerhaft im Museum für Gegenwartskunst Siegen. Die Unternehmerin baut die Sammlung nicht nur auf, sie hilft auch beim Ausstellungsbetrieb. Das ist nicht alles: Sie macht sich außerdem für das Apollo-Theater stark und für die Stiftung der Philharmonie Südwestfalen. Kurz: Es gibt in Siegen kaum eine größere Kulturinstitution, die nicht von ihr unterstützt wird. Sie tut zudem alles, um andere mit ihrer Faszination für Musik, Kunst, Schauspiel anzustecken. Ihre Begeisterung wurde früh geweckt. „Das Aufleben der Kunst war für die Nachkriegszeit so enorm wichtig, das kann man sich heute gar nicht vorstellen“, erzählt sie.

Das private Engagement der Unternehmerin für die Kultur in Nordrhein-Westfalen ist außergewöhnlich, zumal es in eine wirtschaftlich schwierige Zeit fällt, in denen Mitstreiter für die Kultur nicht leicht zu finden sind. Mit ihrer kontinuierlichen Unterstützung werden der Kultur neue Chancen eröffnet und die Stadt Siegen gewinnt als Kunst-Ort immer mehr an Bedeutung. Mäzene wie Barbara Lambrecht-Schadeberg tragen dazu bei, Nordrhein-Westfalen zu einem modernen Kulturland zu entwickeln. Dafür möchten wir der Unternehmerin Lambrecht-Schadeberg aufs Höchste  danken.

Carl Richard Montag, Bonn

„Im Leben geht es darum, das Einfache zu entdecken und die Kraft, die darin steckt.“ Das ist die Maxime von Carl Richard Montag. Diese Kraft hat er offenbar früh gefunden. Carl Richard Montag baute seinen väterlichen Innenausstattungsbetrieb zu einer heute weithin renommierten Unternehmensgruppe aus. Das Ziel des Architekten und Ingenieurs heißt: menschlich bauen. Er leitete eine Vielzahl von großen Bauprojekten in Deutschland. Das umfangreichste Projekt, das zum Sinnbild seines Anspruchs wurde, ist zweifellos der Bau des T-Mobile-Campus in Bonn.

Montags Bewusstsein für humane Architektur, für zeitgenössische Kunst und sozialästhetische Bildung im Sinne des Pädagogen Theo Eckmanns, liegt seinem  Engagement zu Grunde. 1992 gründete er die „Montag Stiftung Bildende Kunst“ - die erste von vieren, die allesamt dem Gemeinwohl dienen. 1997 folgte die „Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft“, 2003 die „Carl Richard Montag Förderstiftung“ und schließlich die „Montag Stiftungen Urbane Räume“.  Bei allen seinen Bestrebungen hat er das Wohl der Kinder und Jugendlichen im Blick. Er unterstützt sie nicht nur mit Geld, sondern auch mit Know-How. Er tut das, wofür ihm alle Schüler ein Leben lang dankbar sein müssten. Er fördert die Baukultur an und für Schulen. Das heißt: inspirierende Lernumgebung statt Betonklötze. Bauprojekte an den Schulen „Am Domhof“ in Bonn-Mehlem und der „Kettlerschule“ in Bonn-Dransdorf  sind bereits verwirklicht. Zu nennen ist auch die die Gründung der Bildungslandschaft Köln Altstadt Nord. Das Projekt trägt den vielsagenden Titel „Lern- und Erfahrungsräume für die Stadt von Morgen im Verbund gestalten.“ Auf die Frage, was ihn, Montag, antreibt, sagt er: „Inneren Reichtum gewinnen wir nur durch eine Haltung, die von Humanität geprägt ist und aus der wir unser Leben und Lebensumfeld gestalten.“ Sein Einsatz für die Kultur, die Stadtentwicklung und die Bildungsplanung ist für Nordrhein-Westfalen beispielhaft. Es ist uns eine besondere Freude, ihn heute für sein Wirken ehren zu dürfen. 

Dr. med. Volker-Martin Müller, Viersen

Volker Müller gilt als außerordentlich bescheiden. Auf sein Engagement angesprochen, sagt er, das gehöre zur Berufsehre. Doch sein Einsatz geht weit über den eines Augenarztes hinaus. Das Spektrum seines ehrenamtlichen Engagements reicht von karitativen Diensten über die Brauchtumspflege bis hin zu einem ausgeprägten kommunalpolitischen Einsatz als Schatzmeister im CDU-Kreisverband Viersen und  als geschäftsführender Kreisvorstand der CDU.

Seit 1962 ist er Leiter des Jugend-Rote-Kreuz und ist seit mehr als 30 Jahren Ortvereinsarzt des Deutschen Roten Kreuzes in Viersen und im Vorstand. Er ist ehrenamtlicher Prüfarzt der kassenärztlichen Vereinigung, Mitglied des Verwaltungsrates Viersen und dessen stellvertretender Vorsitzender. Dass er dennoch die Zeit findet, seine Patienten in den Altenheimen des Kreises Viersen zu besuchen, ist für ihn nur selbstverständlich.

Damit nicht genug: Als Vorsitzender des Ärztevereins Viersen hilft er Mitgliedern, die in Not geraten. Er war maßgeblich an der Gründung des Fördervereins „Hospiz Haus Franz“ im Jahr 2004 beteiligt. 70 Mitglieder konnte er innerhalb eines Jahres für den Verein gewinnen und sicherte damit die Mitfinanzierung des Heimes.

Seit 2001 ist  er  erster Vorsitzender des Fördervereins der Narrenmühle Viersen-Dülken. Dabei handelt es sich nicht um einen Karnevalsverein. Die Narrenmühle fühlt sich der Traditionspflege und der Förderung des gesellschaftlichen Lebens verpflichtet. Es bedarf heute großer Mühen, die regionale Besonderheit zu erhalten, heißt es im Verein. Deshalb sei er froh, einen Mann wie Volker Müller an seiner Seite zu wissen. Er knüpft Kontakte in die ganze Welt, überzeugt Sponsoren von der Arbeit des Fördervereins und sorgte mit seinem Engagement dafür, dass die denkmalgeschützte Mühle saniert werden konnte. Seine Liebe zur Heimat verkündet er auch über den Äther: 1986 gründete er Radio Viersen mit und fördert als Vorstandsmitglied den lokalen Rundfunk.

Es wird schnell deutlich. Volker Müller hat sehr viel mehr getan als er musste. Aber nur so entsteht Großes. Dafür danken wir Ihm.

Bernhard Mülbrecht, Münster

In Münster gibt es mehrere hundert Menschen ohne Obdach. Viele leben auf der Straße und einen kennen sie alle: Bernhard Mülbrecht vom Haus der Wohnungslosenhilfe. Bernhard Mülbrecht ist Sozialarbeiter und leitet das Haus der Wohnungslosenhilfe seit es 1994 gegründet wurde. Es bietet schnell Hilfe für alleinstehende Männer ohne Wohnung. Wer hierher kommt, der wird umfassend versorgt. Der bekommt eine Mahlzeit, wird gepflegt, beraten und begleitet.

Bernhard Mülbrecht war maßgeblich an der konzeptionellen Entwicklung dieses Hilfeangebotes beteiligt. Aber sein Name steht bereits seit Ende der 70er Jahre für außergewöhnlichen Einsatz. Er arbeitete schon damals dafür, die Lebensumstände der Menschen am Rande zu verbessern, insbesondere die der Obdachlosen. Er engagiert sich auch heute noch weit über das übliche Maß für die Belange der Bedürftigen. Sein Beruf ist seine Lebensaufgabe. Es gehen viele weitere Einrichtungen auf die Initiative von Bernhard  Mülbrecht zurück. So zum Beispiel die  „Pension Plus“, das Projekt „Mobiler Dienst“ und das Hilfeangebot „Hilfe und Kurzunterkunft“. Er arbeitet auch ehrenamtlich im „Förderverein Wohnhilfen“ und sucht  ständig nach unbürokratischen Verbesserungen. Er gründete einen Spendenfonds, um Menschen, die von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen sind, ein Minimum an Versorgung bieten zu können. Sein Wissen und seine praktischen Erfahrungen gibt Bernhard Mülbrecht seit 1989 in der Katholischen Fachhochschule (KFH), Abteilung Münster, weiter. Dank seines Engagements verfügt die Stadt Münster heute über ein qualifiziertes Hilfesystem. Es sei ein herausfordernder Job und viele Schicksale berührten ihn, hat er einmal gesagt. „Aber es gibt hier auch viele schöne Dinge und vieles, das einem ein gutes Gefühl gibt.“ Echte Überlebenskünstler habe er schon getroffen. Überlebenskünstler, von denen jeder etwas lernen könne. Für so viel Menschlichkeit, für so viel vorbildlichen Respekt im Umgang mit den Bedürftigen gebührt Bernhard Mülbrecht unser Dank.

Christiane Underberg, Xanten

Christiane Underberg ist eine Unternehmerin, die kaum zu bremsen ist. Sie setzt sich ein für den Umweltschutz, für den  Denkmalschutz, für soziale Gerechtigkeit, für eine werteorientierte Unternehmenskultur. Sie selbst sagt dazu: „Ich hoffe, dass sich viele Unternehmer ermutigt sehen, die Freude zu erleben, wenn man für die Gesellschaft außerhalb des eigenen Unternehmens etwas Positives mitgestalten kann.“

Die gelernte Sozialarbeiterin war über 17 Jahre lang Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung des Xantener Domes. Dass sich die einst bedrohte Dombauhütte zu einem modernen Vorzeigebetrieb entwickeln konnte, ist auch ihr zu verdanken. 

Bereits Ende der 60er Jahre wurde ihr Interesse am Umweltschutz wach. Sie engagierte sich für die Stiftung WWF Deutschland und beteiligte sich daran, das Umweltprogramm national und international neu zu strukturieren. Das war jedoch nur der Anfang:

Seit Beginn dieses Jahres ist Christiane Underberg auch Mitglied im Nachhaltigkeitsausschuss der Bundesregierung. Im Sinne der Nachhaltigkeit förderte sie auch die österreichische Organisation „International Council for Game and Wildlife Conservation“. Sie trug dazu bei, dass die von weltweit 192 Staaten verabschiedeten „Addis Abeba Richtlinien zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen“ im Jahr 2004 rechtsgültig wurden.

Selbst die Gründung des „Forums Natur“ geht auf die Initiative von Christiane Underberg zurück. Bauern, Forstleute, Jäger, Fischer und Reiter hat sie in einer Interessengemeinschaft für den Naturschutz vereinigen können.

Für ihr jahrzehntelanges Engagement auch in vielen Bereichen der katholischen Kirche wurde ihr vom Bischof von Münster im November 2004 die Paulus-Plakette verliehen.  Von 2001 bis 2005 war sie außerdem Vorsitzende der Bischof-Heinrich Tenhumberg-Stiftung und setzte alles daran, das Hilfsangebot für Schwangere in Konfliktsituationen bekannt zu machen. 

Auch der „Verein zur Förderung der Wallfahrt und Erhaltung des Gemeindelebens“ im Wallfahrtsort Xanten-Marienbaum, ebenso der Förderverein zur Erhaltung des Franziskanerklosters Mörmter wissen Christiane Underberg an ihrer Seite.

Viele Preise und Ehrungen sind ihr bereits zuteil geworden. Heute bekommt sie den Landesverdienstorden und unseren Dank hinzu.

Präses Nikolaus Schneider, Düsseldorf

Präses Nikolaus Schneider ist Sohn eines Stahlarbeiters, ein begeisterter Fußballer, und bekannt als ein Prediger, der jeden mitreißen kann.  Er liebt klare Worte zur rechten Zeit. „Es ist ein Skandal“, hat er  gesagt, „wenn auf dem Hochaltar der Aktienkurs-Steigerung tausende Arbeitsplätze geopfert werden, um die Götzen ‚Aktienkurs‘ und ‚Dividende‘ gnädig zu stimmen.“

Nikolaus Schneider arbeitete nach seinem Theologiestudium und der Ordination 1976 zunächst als Gemeindepfarrer in Rheinhausen und später als Diakoniepfarrer der Evangelischen Kirche in Moers. In der Zeit von 1987 bis 1997 war er Superintendent des Kirchenkreises Moers. Sowohl in seiner Zeit als Diakoniepfarrer als auch als Superintendent hat sich Nikolaus Schneider mit außergewöhnlichem Engagement und großer Ausdauer für die Belange seiner Mitmenschen eingesetzt.

Durch seinen unermüdlichen Einsatz in allen sozialen Bereichen hat er eine Vielzahl neuer Projekte ins Leben gerufen. Zum Beispiel hat er den kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) aufgebaut sowie den Arbeitskreis Kirche und Bergbau. Ihm ist es auch zu verdanken, dass Kirche und Arbeitnehmerschaft, aber auch Kirche und Unternehmensleitungen wieder enger zusammenarbeiten. Nikolaus Schneider war maßgeblich an dem Ausbau der Diakonie des Kirchenkreises Moers beteiligt.

Er machte vor allem auf sich aufmerksam, weil er sich mit den Arbeitnehmern solidarisierte, die vom Strukturwandel betroffen waren. Er war für sie da. Er sprach mit ihnen, feierte eigens für sie Gottesdienste und war bei sämtlichen Mahnwachen präsent. Im Neukirchener Erziehungsverein setzt sich Nikolaus Schneider auch insbesondere für das Wohl von Kindern und Jugendlichen ein. Seit mehr als zehn Jahren ist er nun Mitglied des Aufsichtsrates des Vereins, unterstützt seine Arbeit und die der Stiftung Neukirchener Kinder- und Jugendhilfe. Sein beispielhafter Einsatz für seine Mitmenschen ist weithin bekannt.  Seine Courage, seine Wortgewandtheit und seine Hilfsbereitschaft sind für uns alle ein Vorbild.  Dafür möchten wir ihn heute ehren. 

Tabea Zimmermann-Sloane, Bochum

Mit drei Jahren hielt sie zum ersten Mal eine Bratsche in der Hand.

Heute gehört sie zu den renommiertesten Bratschistinnen der Welt. Tabea Zimmermann-Sloane studierte Bratsche an der Musikhochschule Freiburg und am Mozarteum in Salzburg. Sie hat mit allen großen Dirigenten zusammengearbeitet, spielte zahlreiche Ur- und Erstaufführungen und wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Sie hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt und viele neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt. Sie ist außerdem eine Künstlerin, die ihre Begeisterung zu vermitteln weiß: Sie unterrichtete acht Jahre lang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und lehrt seit Oktober 2002 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. „Der ständige Dialog mit wachen und interessierten jungen Musikern schärft die eigenen Überzeugungen“, sagt sie zu ihrem Engagement.

Tabea Zimmermann-Sloane hat ihren Erfolg nicht nur ihrer Begabung, sondern auch der Förderung durch ihre Eltern zu verdanken. Diese Erfahrung will sie weitergeben, nicht nur an die eigenen Kinder. Sie setzt sich auch in außergewöhnlichem Maße als Botschafterin für das Programm der Landesregierung „Jedem Kind ein Instrument“ ein.  Bis zum Jahr 2010 soll jedem Grundschulkind des Ruhrgebiets die Möglichkeit offen stehen, ein Musikinstrument zu erlernen, das es sich selbst ausgesucht hat. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Musizieren der Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse. Tabea Zimmermann-Sloane ist Mitglied im Kuratorium „Stiftung Jedem Kind ein Instrument“, gewinnt mit ihrer überzeugenden Art immer wieder Spender für das Programm und hat mit ihrem Quartett Benefizkonzerte für bedürftige Schüler gegeben. Sie trägt maßgeblich dazu bei, die Bedeutung von Musik und die Bedeutung von Kultur in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Tabea Zimmermann-Sloane steht für eine erfolgreiche kulturelle Bildungsinitiative. Sie spielt in der Weltelite mit. Aber sie ist nicht nur in künstlerischer Hinsicht ein Vorbild, sondern auch durch ihre soziales Engagement. Dem gebührt heute unser Dank.

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