Ministerpräsident Rüttgers solidarisch mit Kirche

11. November 2009

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers solidarisch mit Kirche: Den Sonntag nicht dem Diktat der Arbeit unterwerfen

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat an­lässlich seines Besuches der Synode der Evangelischen Kirche in Westfalen Bielefeld gefordert, den Sonntag nicht dem Diktat der Arbeit zu unterwerfen. Er kritisierte die Tendenz, dass über den Sonntag viel­fach mehr mit Blick auf Ladenöffnungszeiten geredet werde als mit Blick auf Ruhe und Besinnung.

Jürgen Rüttgers fordert auf der Synode der Evangelischen Kirche in Westfalen die Achtung vor dem Sonntag und eine rasche Zukunftsperspektive für die Opelaner

Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute (11. November 2009) an­lässlich seines Besuches der Synode der Evangelischen Kirche in Westfalen Bielefeld gefordert, den Sonntag nicht dem Diktat der Arbeit zu unterwerfen. Er kritisierte die Tendenz, dass über den Sonntag viel­fach mehr mit Blick auf Ladenöffnungszeiten geredet werde als mit Blick auf Ruhe und Besinnung. Er erinnerte an den Ausruf „Gott sei Dank – es ist Sonntag“. Dies sei nicht nur eine theologische Aussage, sondern auch ein Ausdruck der Dankbarkeit für einen Tag, der nicht dem Diktat der Arbeit und des Alltäglichen unterliegt.

Bei seinem Grußwort an die westfälische Synode erinnerte der nord­rhein-westfälische Ministerpräsident gleichzeitig an die Bedeutung von Kirche: „Das Wort der Kirche gewinnt an Gewicht“, wenn es um die drängende Gegenwartsfragen gehe. Er forderte die Synode zu einer Diskussion um das Zusammenleben von Christen und Muslimen auf und zu einer Auseinandersetzung mit einem aggressiven Säkularismus, der etwa die Menschenrechte bemühe, um Kreuze aus Klassenzimmern entfernen zu lassen. Die in der Kirche Engagierten hätten den Vorteil, dass sie nicht polarisieren, sondern ihre Stärke liege im Differenzieren, wenn es um solche kontroversen Fragen ginge.

Mit Blick auf Opel hat Rüttgers auf der Synode den Verantwortlichen in Detroit das Grundsatzpapier der westfälischen Landeskirche zur Glo­balisierung vorgehalten: „Ich frage mich, wie es heute in Bochum aus­sähe, wenn man sich dieses Papier in Detroit ein wenig zu Herzen genommen hätte.“ Er werde auch in der kommenden Zeit nicht schweigen, wenn über Monate hinweg Menschen zu Geiseln einer Unternehmenspolitik gemacht werden, die letztlich dann auch noch wortbrüchig wird. Er bezeichnete eine Unternehmenspolitik, die Opfer einkalkuliere, Existenzen und Familien zerstöre, als unchristlich und menschenverachtend. Vor diesem Hintergrund forderte Rüttgers jetzt eine Umkehr und eine rasche Zukunftsperspektive für die Opelaner: „Es wäre ein gutes Zeichen, wenn es bis Weihnachten eine Lösung gäbe“.

Rede lesen

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.