Ministerpräsident Jürgen Rüttgers setzt Industriedialog mit der Branche Chemie/Pharma fort

6. Februar 2009

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers setzt Industriedialog mit der Branche Chemie/Pharma fort

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Christa Thoben Führungspersönlichkeiten der Chemie- und Pharmaindustrie sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie zum zweiten Industriepolitischen Dialog in der Staatskanzlei empfangen. Die Vertreter der Industrie legten dar, dass sie auch in diesen schwerer gewordenen Zeiten auf keinen Fall bei ihren Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen nachlassen wollen.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Am gestrigen Donnerstag, 5. Februar 2009, hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Christa Thoben Führungspersönlichkeiten der Chemie- und Pharmaindustrie sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie zum zweiten Industriepolitischen Dialog in der Staatskanzlei empfangen. An dem Gespräch nahmen der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie e.V., Herr Prof. Dr. Ulrich Lehner, sowie Vertreter großer und mittelständischer Unternehmen aus den beiden Bereichen Chemie und Pharma teil.

Ziel des Gespräches war der gegenseitige Informationsaustausch über die Lage in den Wirtschaftszweigen, die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Rahmenbedingungen für langfristige Investitionsplanungen.

Ministerpräsident Rüttgers analysierte die aktuelle Wirtschaftslage und erläuterte die konjunktur- und finanzmarktpolitischen Maßnahmen von Bund und Land. Die Vertreter der Industrie legten dar, dass die Branche nach einer langen Phase der Umstrukturierung und Modernisierung auch im Hinblick auf die Globalisierung gut aufgestellt ist. Die lang andauernde Dynamik auf den Märkten hat der Chemie- und insbeson­dere der Pharmaindustrie eine solide Grundlage verschafft, mit der man für die Krise gerüstet sei.

Allerdings sei ungewiss, wie lang die gegenwärtige Rezession an­dauere. Insbesondere die Lage auf den Finanz- und Kapitalmärkten mache die Krise zu einer Systemkrise, deren Ausmaß und Zeitraum schwer abzuschätzen sei. Erste Auswirkungen machen sich vor allem für mittelständische Unternehmen bemerkbar. Hier komme es zu Kredit­engpässen, was für einzelne Unternehmen große Herausforderungen bedeutet.

Besonderen Wert legten die Unternehmen auf die Feststellung, dass sie auch in diesen schwerer gewordenen Zeiten auf keinen Fall bei ihren Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen nachlassen wollen. Die Zukunftsfähigkeit von Chemie- und Pharma – nicht zuletzt auch im Be­reich der hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – muss um jeden Preis erhalten werden.

Dies war auch ein wichtiger Punkt für den Vertreter der Gewerkschaften, der auf den hohen Ausbildungsstand der Menschen in den Betrieben hinwies. Wichtig sei, dass das Potential an gut ausgebildeten und enga­gierten Mitarbeitern erhalten bleibe. Die Krise muss möglichst ohne Ein­schnitte bei den Beschäftigten bewältigt werden.

Wirtschaftsministerin Thoben zeigte sich zufrieden mit der Lage dieses Industriezweiges und wies noch einmal auf die Hilfsmöglichkeiten des Landes hin. Insbesondere die Landesbürgschaften seien ein wichtiges Instrument, um „Liquiditätsengpässen“ vor allem mittelständischer Unternehmen zu begegnen. Sie betonte, dass ein möglichst früher Antrag auf eine Landesbürgschaft auch im Interesse des Unternehmens sei, das sich in einer Liquiditätsklemme befinde.

Seit Beginn des Jahres führt Ministerpräsident Jürgen Rüttgers branchenbezogene Industriedialoge. Das Treffen mit Chemie und Pharma war das zweite im Rahmen der Gesprächsreihe. Bereits im Januar sprach Rüttgers mit Vertretern der Automobilbranche. Bis Ostern sind weitere Gespräche geplant: Dazu zählen Treffen mit Vertretern des Maschinenbaus, der Banken, der Energiewirtschaft, der Stahlpro­duzenten sowie der Bauwirtschaft.

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