Spezialbetriebe: Eine Stärke unseres Wirtschaftsstandortes

29. März 2010

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: Kleine und mittlere Spezialbetriebe sind eine Stärke unseres Wirtschaftsstandortes

Ministerpräsident Rüttgers hat die Martinswerk GmbH in Bergheim besucht: „Der Mittelstand und die kleinen und mittleren Betriebe sind die Triebfeder und das Rückgrat unseres Wirtschafts­standorts. Mir liegt es sehr am Herzen, möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kreativität und Potenzial der „Kleinen“ und „Mittleren“ sich frei entfalten kann.“

Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute (29. März 2010) die Firma Martinswerk GmbH in Bergheim besucht. Das Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern zählt zu den weltweit führenden Anbietern von chemischen Spezialprodukten: umweltfreundliche mineralische Flammenschutzmittel, die in Autos verwendet werden, Lacke, Farben, keramische Rohstoffe. Zwei Drittel der Produkte werden exportiert. Das Unternehmen zählt zurzeit rund 500 Arbeitsplätze.

Aufgrund eines Umstrukturierungsprogramms des amerikanischen Mutterkonzerns „Albemarle Corporation“ waren auch in Bergheim tiefgreifende Veränderungen notwendig geworden. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hatte sich bereits im November 2009 in einem Ge­spräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden des Unternehmens Heinz-Anton Pohl in der Staatskanzlei über die laufenden Verhandlungen zur Umstrukturierung informiert. Im Februar gab es jetzt eine Einigung zwischen Belegschaft und Unternehmensführung. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen 105 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Jürgen Rüttgers: „Nachdem es bereits Befürchtungen gab, das Unter­nehmen würde sich vollständig aus unserer Region zurückziehen, sehe ich das Verhandlungsergebnis positiv. Der gefundene Kompromiss ist ein Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Bergheim und zu Nordrhein-Westfalen. Ich freue mich, dass die Beschäftigten und ihre Familien jetzt eine Planungssicherheit haben.“ Dies bekräftigte auch der Martinswerk-Geschäftsführer Frank Bellemans: „Wir haben einen großen Schritt in die Zukunft des Standortes realisiert.“

Neben der Sicherung großer Industrieunternehmen wie Opel bezeich­nete der Ministerpräsident die Schaffung von Zukunftschancen für den Mittelstand und kleine und mittlere Betriebe als wichtiges Ziel seiner Regierungspolitik: „Der Mittelstand und die kleinen und mittleren Betriebe sind die Triebfeder und das Rückgrat unseres Wirtschafts­standorts. Mir liegt es sehr am Herzen, möglichst gute Rahmenbe­dingungen zu schaffen, damit Kreativität und Potenzial der „Kleinen“ und „Mittleren“ sich frei entfalten kann.“ Das Land nimmt sich der mittelstän­dischen Unternehmen und Betriebe besonders an:

- Bürokratie wird reduziert – Beispiel Vereinfachung des kommunalen Auftragswesen: Dazu wurden die Wertgrenzen für beschränkte Ausschreibungen und freihändige Vergabe deutlich erhöht. Das hilft der private Wirtschaft vor Ort.

- Für Unternehmen werden verbesserte Finanzierungsmöglich­keiten geschaffen – Beispiel: fast 13.000 Unternehmen wurden mit Krediten und Bürgschaften in Höhe von rund 3 Milliarden Euro geholfen, um sie sicher durch die Krise zu bringen.

- Mit einer bundesweit vorbildlichen Meistergründungsprämie werden12.000 junge Meisterinnen und Meister beim Aufbau eines eigenen Betriebs unterstützt.

- Das Land setzt sich für die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes ein: Die Erleichterungen sollen über 2010 hinaus gelten.

- Das Land hat das Konjunkturpaket II ganz auf die Kommunen zugeschnitten: Von den Mitteln in Höhe von 2,84 Milliarden Euro erhalten die Kommunen mehr als 83 Prozent bundesweit den größten Anteil. Zwei Drittel der Mittel in Nordrhein-Westfalen sind bereits verplant. Gerade das Handwerk profitiert davon.

Die intensive Begleitung des Mittelstandes durch das Land hat auch dazu beigetragen, dass nur 4,9 Prozent der Firmen im vergangenen Jahr insolvent wurde im Vergleich zu 16,1 Prozent in Bayern und Baden Württemberg. Umfragen beim Mittelstand bestätigen, dass hier im Land die Unternehmen mit mehr Optimismus in die Zukunft blicken. Beim aktuellen Mittelstandsbarometer 2010 von Ernst & Young äußerten sich 85 Prozent der Unternehmen positiv über die Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen. Bei der Zufriedenheit mit der Infrastruktur liegt unser Bundesland auf Platz 1. Jürgen Rüttgers: „Die Ergebnisse des Mittelstandsbarometers bestätigen eindrucksvoll den wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Kurs der von mir geführten christlich-liberalen Landesregierung. Gemeinsam mit der Wirtschaft, den Gewerkschaften, den Kirchen und vielen gesellschaftlichen Kräften ha­ben wir das Land erneuert und sicher durch die Krise geführt. Dazu hat nicht zuletzt der Branchendialog beigetragen. „Die Ergebnisse der Um­frage zeigen, dass sich unsere Mittelstandspolitik bewährt. Die Ergebnisse der Studie sind aber auch Ansporn: Wir müssen das Land weiter erneuern, den Haus­halt nachhaltig konsolidieren und weiter in Bildung und Forschung in­vestieren. Das ist der Auftrag für die kommenden Jahre – auch um die Rahmenbedingungen für den Mittelstand weiter zu verbessern.“

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.