Ministerpräsident Rüttgers besucht Öko-Stadt Masdar City

17. September 2009

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: „Erneuerbare Energien in den Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten stellen“ / Ministerpräsident Rüttgers besucht Öko-Stadt Masdar City

Ministerpräsident Rüttgers hat heute zum Ab­schluss seines viertägigen Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emi­raten (VAE) die Öko-Stadt Masdar City besucht. Der Ministerpräsident bezeichnete Masdar City als „bemerkenswerte Initiative.

Bilder der Reise finden Sie hier.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Ministerpräsident Rüttgers hat heute (17. September 2009) zum Ab­schluss seines viertägigen Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emi­raten (VAE) die Öko-Stadt Masdar City besucht. Der Ministerpräsident bezeichnete Masdar City als „bemerkenswerte Initiative. Er sprach sich dafür aus, die Kooperation bei den erneuerbaren Energien in den Mittel­punkt der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten zu stellen: „Die erneuerbaren Energien sollen zum Kern unserer For­schungs- und Wirtschaftsbeziehungen mit den VAE werden. Nordrhein-Westfalen bringt als Energie- und Industrieland Nummer 1 in Europa besonders gute Voraussetzungen dafür mit.“ Zugleich zog Rüttgers eine positive Bilanz seines Besuchs: „Die Vereinigten Arabischen Emirate und Nordrhein-Westfalen haben große Potenziale für fruchtbare wirt­schaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Beziehungen. Neue wich­tige Kontakte sind nun hergestellt. Diese gilt es jetzt zu nutzen.“

Masdar City, die derzeit etwa 30 Kilometer von Abu Dhabi entfernt ent­steht, wird 50.000 Menschen eine klimaneutrale Heimat bieten. Auf ei­ner Fläche von sechs Quadratkilometern sollen 1.500 Unternehmen, vornehmlich aus dem Ökologiesektor, angesiedelt werden. Daneben wird in der Stadt eine eigene Hochschule gegründet, die sich aus­schließlich den erneuerbaren Energien widmet. Die Energie der Stadt soll zu 90 Prozent aus Photovoltaikanlagen stammen. Das Trinkwasser wird durch Entsalzungsanlagen gewonnen und zu 80 Prozent recycelt, der Verkehr soll autofrei ablaufen.

Bei seinem Besuch wurde Ministerpräsident Rüttgers vom CEO der Abu Dhabi Energy Company und von Masdar City, Dr. Sultan Ahmed al Jaber, die Projektplanung erläutert. Gesprächsthemen waren neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit bei den regenerativen Energien auch Kooperationen mit Blick auf Masdar City sowie speziell die neue Inter­nationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA). Sie wird hier ihren Stammsitz beziehen und ihr Forschungszentrum in Bonn haben.

Erste Kontakte zur Zusammenarbeit mit deutschen Einrichtungen be­stehen unter anderem mit der SolarWorld AG (Bonn), der Fraunhofer Gesellschaft und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit Frank Asbeck, Professor Uwe Clausen und Bernhard Milow waren jeweils Repräsentanten dieser Unternehmen und Organisationen in der nordrhein-westfälischen Delegation vertreten. SolarWorld etwa plant ein Siliziumwerk in der Region. Das Unternehmen kündigte an, entsprechende Gespräche mit der Masdar Foundation zu führen, die Masdar City aufbauen und betreiben wird.

Das DLR ist in Abu Dhabi an einer wissenschaftlichen Erdbeobach­tungsstation, einer solar-hybrid betriebenen Gasturbine für ein kombi­niertes Solar-Erdgas-Kraftwerk sowie bei der Ausbildung von Nach­wuchsforschern beteiligt.

Bei den Gesprächen mit Dr. Sultan Ahmed al Jaber hatten Vertreter der nordrhein-westfälischen Firmen Gelegenheit, konkrete Projekte vorzu­stellen. Insbesondere an den Produkten von Solar World, dem Fraun­hofer Institut für Logistik und dem Forschungszentrum Jülich bestand großes Interesse. Hier ging es unter anderem um eine neue Hybrid­technologie zur Elektrizitätsversorgung sowie um umweltfreundliche Verkehrs- und Transportsysteme. Weitere Gespräche zwischen Masdar und diesen Unternehmen wurden vereinbart.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihr Engagement in dem Be­reich der erneuerbaren Energien deutlich ausgeweitet. Mit fast 360 Sonnentagen im Jahr bieten die VAE hervorragende Bedingungen für Photovoltaik- und Sonnenenergieanlagen. Abu Dhabi trägt dem Rech­nung und gründete 2006 die Abu Dhabi Future Energy Company (ADFEC), die das Masdar-Konzept führen soll. Dieses umfasst unter anderem einen Fonds für saubere Energien („Clean Tech Fund“), der mit einem Kapitalstock von 250 Milliarden US-Dollar ausgestattet wurde. Dieses Geld dient der Beteiligung an Unternehmen aus den Branchen Erneuerbare Energien und saubere Technologien. Das Emirat Abu Dhabi will eine Pionierrolle auf dem Gebiet der regenerativen Energien einnehmen und bis zum Jahr 2020 mindestens sieben Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien decken.

Vor der Reise nach Masdar City hatte Ministerpräsident Rüttgers heute die Scheich-Zayed-Bin-Sultan-Al-Nahyan-Moschee besucht. Der Minis­terpräsident informierte sich dabei über die religiösen und kulturellen Traditionen sowie die Entwicklung von Zukunftstechnologien in der Region. „Ich bin tief beeindruckt von den hoch modernen Zukunftsvisi­onen der Emiratis und ihrer gleichzeitigen tiefen traditionellen Verwur­zelung“, sagte Rüttgers.

Der Besuch in der Scheich-Zayed-Bin-Sultan-Al-Nahyan-Moschee wäh­rend des muslimischen Fastenmonats Ramadan stand im Zeichen des gegenseitigen religiösen Verständnisses und des interkulturellen Dia­logs. Die Moschee ist das religiöse und nationale Wahrzeichen von Abu Dhabi und gehört zu den wichtigsten architektonischen Schätzen der VAE. Sie ist weltweit die drittgrößte Moschee und eine Referenz an den Gründer der VAE.

Am gestrigen Abend (16. September 2009) hatte sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mit Scheich Hamdan bin Zayed al Nahyan zu einem Gespräch getroffen. Der Besuch des Ministerpräsidenten in die VAE erfolgte auf Einladung Seiner Königlichen Hoheit. Sheik Hamdan bin Zayed al Nahayan ist ein Bruder des Herrschers von Abu Dhabi und dessen Beauftragter für die Western Region.

Sheik Hamdan hat in den vergangenen Jahren entscheidend zum Auf­bau freundschaftlicher politischer und wirtschaftlicher Beziehungen zwi­schen den Vereinigten Arabischen Staaten und Deutschland beigetra­gen. Er hat mit seinem Engagement als Gründungs- und Vorstandsmit­glied einer Deutsch-Emiratischen Freundschaftsgruppe ein besonderes Zeichen in Richtung Partnerschaft mit Deutschland gesetzt. Sheik Hamdan hat bereits im Frühjahr dieses Jahres Nordrhein-Westfalen be­sucht und Gespräche mit Ministerpräsidenten Rüttgers sowie Vertretern der nordrhein-westfälischen Wirtschaft geführt.

Zum Gegenbesuch von Ministerpräsident Rüttgers bekräftigte er: „Ich bin mir ganz sicher. Unsere Beziehungen zu Deutschland werden sich großartig entwickeln. Wir werden alles tun, um diese Beziehungen vor­wärts zu treiben.“ Ministerpräsident Rüttgers erklärte: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Wir haben vereinbart, die Ergebnisse des Be­suchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten in einem strategischen Plan zusammen zu fassen. Er soll die gemeinsame Grundlage für die kommenden Monate und Jahre sein.“

Ministerpräsident Rüttgers besuchte die VAE vom 14. bis zum 17. Sep­tember. Er wurde begleitet von einer hochrangigen Delegation von Ver­tretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Stationen der Reise waren die beiden Emirate Abu Dhabi und Dubai. Rüttgers ist der erste nordrhein-westfälische Ministerpräsident, der die VAE besuchte. Ziel der Reise war es, die wirtschaftlichen und politischen sowie die wissen­schaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen den VAE und Nord­rhein-Westfalen zu vertiefen.

Pressemitteilung der Reise vom 16.09.2009

Pressemitteilung der Reise vom 15.09.2009

Pressemitteilung der Reise vom 15.09.2009

Pressemitteilung der Reise vom 13.09.2009

Pressemitteilung der Reise vom 12.09.2009



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