Ministerium legt Untersuchung zu Schadstoffen in Tätowierfarben vor

5. Oktober 2012

Ministerium legt Untersuchung zu Schadstoffen in Tätowierfarben vor

Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium fordert zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher strengere Anforderun­gen bei Tätowiermitteln.

Ergebnisse belegen hohe Schadstoffbelastung – Schwermetalle in 14 von 20 Proben festgestellt

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium fordert zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher strengere Anforderun­gen bei Tätowiermitteln. „Die rechtlichen Anforderungen an Tätowier­mittel müssen verschärft werden. Ich habe daher Bundesverbraucher­ministerin Ilse Aigner aufgefordert, hier endlich tätig zu werden“, sagte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. Hintergrund der For­derung von Minister Remmel ist eine neue Schwerpunkt-Untersuchung des NRW-Verbraucherschutzministeriums über Schadstoffe in Tätowierfarben.

Das Verbraucherschutzministerium hat auf Tätowiermessen zahlreiche Tätowierfarben (insgesamt 20 Proben) auf Konservierungsmittel, Schwermetalle, Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), aromatische Amine sowie auf mikrobiologische Verunreinigungen unter­suchen lassen. Die Ergebnisse belegen eine hohe Belastung:

Bei mehreren Proben konnten Schwermetalle (insgesamt 14 Proben) nachgewiesen werden. Besonders problematisch ist dabei der Fund von Nickel (12 Proben wiesen Nickel-Werte über 1 mg/kg auf, davon ent­hielten 6 Proben über 10 mg/kg und eine Probe 97 mg/kg Nickel). Nickel zählt zu den Kontaktallergenen mit den höchsten Sensibilisierungsraten in der Bevölkerung. Aber auch andere problematische Inhaltsstoffe, wie aromatische Amine oder krebserzeugende Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), waren nachweisbar.

Wegen fehlender rechtsverbindlicher Regelungen haben die Über­wachungsbehörden derzeit keine Möglichkeit, das Inverkehrbringen dieser Erzeugnisse zu unterbinden.

Die Proben enthielten zum Teil auch Stoffe, die für andere Einsatz­gebiete hergestellt werden, wie etwa für die Automobilindustrie. Der­artige Farben und Lacke werden zunehmend aufgrund ihrer Farb­beständigkeit und Leuchtkraft auch bei Tätowierungen eingesetzt. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, welche Risiken sich hinter den einzelnen Stoffen bei der Anwendung unter die Haut ergeben können. Denn sie sind nicht für die Anwendung unter die Haut untersucht oder bewertet worden. Verbraucherbeschwerden in diesem Zusammenhang nehmen jedoch zu. Immer wieder werden auf den Tätowiermitteln auch eklatante Kennzeichnungsmängel festgestellt, kritisierte das Ministerium.
 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-294 (Frank Seidlitz).

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