Ministerium legt Broschüre zum Klimawandel in NRW vor

3. Juni 2012

Ministerium legt Broschüre zum Klimawandel in NRW vor / Klimafolgen in NRW schon deutlich zu spüren – Vegetationszeiten verschieben sich – Rheintemperaturen steigen – Klima-Clips als Info-Paket

Der Klimawandel in NRW wird in Zukunft zu deutlich mehr Wetter¬extremen führen und sich damit auf die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen in Nordrhein-Westfalen auswirken. Schon jetzt sind die Folgen auf die Umwelt teilweise deutlich zu registrieren. „Der Klimawandel ist kein abstraktes Gebilde. Er trifft jeden. Deshalb ist der Klimaschutz eine der größten Herausforderungen, vor der die Menschheit steht“, sagte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Der Klimawandel in NRW wird in Zukunft zu deutlich mehr Wetter¬extremen führen und sich damit auf die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen in Nordrhein-Westfalen auswirken. Schon jetzt sind die Folgen auf die Umwelt teilweise deutlich zu registrieren. „Der Klimawandel ist kein abstraktes Gebilde. Er trifft jeden. Deshalb ist der Klimaschutz eine der größten Herausforderungen, vor der die Menschheit steht“, sagte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel. „Klimaschutz ist nicht nur eine Frage der internationalen Gerechtigkeit, sondern auch eine der ökologischen und ökonomischen Vernunft.“ So habe sich etwa die Zahl der wetterbedingten Schadensereignisse nach Analysen der Münchener Rückversicherung in den letzten 40 Jahren in Deutschland bereits mehr als verdreifacht. NRW kann sich diesem Trend nicht entziehen.

Das NRW-Klimaschutzministerium hat nun, aufbauend auf einem Fachbericht des Landesumweltamtes LANUV, eine Broschüre zum Thema „Klimawandel in NRW. Wie das Klima NRW verändert“ aufgelegt. Für diese 32 Seiten umfassende Broschüre hat das LANUV die verfügbaren Temperatur- und Niederschlagsmessungen der vergangenen 100 Jahre für Nordrhein-Westfalen ausgewertet.

Die Kernaussagen des LANUV-Fachberichtes sind:

•  Vegetationszeit
Seit 1951 hat sich der Beginn der Vegetationszeit nach vorne verlagert: zwischen 1951 und 2009 um etwa 16 Tage.

• Jahresverläufe
Für NRW ist festzustellen, dass sich der Beginn von Frühjahr, Sommer und Herbst im Vergleich zur Klima-Normalperiode im Jahresverlauf inzwischen deutlich nach vorne verschiebt. Während sich die Länge von Frühling und Sommer kaum ändert, nimmt die Länge des Herbstes um ca. 17 Tage besonders stark zu, die Länge des Winters um ca. 21 Tage ab.

• Niederschläge
Die Niederschläge verschieben sich vom Sommer in den Winter.

• Zunahme von Starkregentagen
Zunahme der Tendenz von Starkregentagen mit mehr als 20 Millimeter Niederschlag pro Tag, im Winterhalbjahr ist dies ausgeprägt signifikant. In den 2000er Jahren sind vermehrt lokale Starkregenereignisse aufgetreten, die in Siedlungsbereichen häufig zu Schäden geführt haben.

• Bodenerosionen
Bodenerosionen durch Wasser verursachen in Nordrhein-Westfalen immer wieder Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen, an baulichen Anlagen und Verkehrseinrichtungen. Starkregen ist hauptverantwortlich für diese Erosionen. Von 1937 bis 2007 konnte für zehn Messstationen im Ruhrgebiet eine signifikante Zunahme der sommerlichen Regen-Erosivität von 4 Prozent pro Dekade registriert werden. Zwischen 1973 und 2007 betrug die Regen-Erosivität sogar dramatische 20 Prozent pro Dekade.

• Gewässertemperatur
Seit 1978 hat die mittlere Wassertemperatur des Rheins (Station Kleve-Bimmen) um etwa 1,2 Grad zugenommen. 1998 wurden zum ersten Mal seit Beginn der Messungen maximale Wassertemperaturen von mehr als 25 Grad registriert.

Bürgerinnen und Bürger können sich anhand der neuen Broschüre ausführlich über die Klimafolgen in NRW informieren. Zudem hat das Ministerium jetzt jeweils eine DVD zum „Klimawandel in NRW“ und zur „Anpassungspolitik an die Klimafolgen“ veröffentlicht. Broschüre und DVDs können als Info-Paket bestellt werden.

Die Klima-Clips stehen auch auf der Internetseite des Klimaschutzministeriums (www.umwelt.nrw.de) sowie im Videokanal „EA.TV“ der EnergieAgentur.NRW zur Verfügung: https://www.youtube.com/user/energieagenturnrw

Zusätzlich hat das Ministerium eine neue Twitter-Serie (#KlimawandelNRW) zum Klimawandel und dessen Folgen für NRW gestartet: 20 Fakten, Zahlen, Trends und Projektionen. Den Twitter-Account sowie die Serie des Ministeriums finden Sie unter
www.twitter.com/Minister_Remmel

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-589 (Nora Gerstenberg).

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.