Ministerin Ute Schäfer: Soziale Kluft - Shell-Studie ist Spiegelbild der Lebensverhältnisse und Bildungschancen von Jugendlichen

14. September 2010

Ministerin Ute Schäfer: Soziale Kluft - Shell-Studie ist Spiegelbild der Lebensverhältnisse und Bildungschancen von Jugendlichen

Düsseldorf. Als „alarmierendes Spiegelbild der Lebensverhältnisse und Bildungschancen von Jugendlichen in unserer Gesellschaft“ bezeichnete die nordrhein-westfälische Jugendministerin Ute Schäfer die Ergebnisse der aktuellen Shell-Jugendstudie.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Düsseldorf. Als „alarmierendes Spiegelbild der Lebensverhältnisse und Bildungschancen von Jugendlichen in unserer Gesellschaft“ bezeichnete die nordrhein-westfälische Jugendministerin Ute Schäfer die Ergebnisse der aktuellen Shell-Jugendstudie.

„Während insgesamt trotz Finanz- und Wirtschaftskrise wieder deutlich mehr junge Menschen optimistisch in die Zukunft blicken, hat die Zuversicht auf gute Lebens- und Bildungsperspektiven bei Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien weiter abgenommen. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die Jugendstudie bei der Frage nach der grundsätzlichen Lebenszufriedenheit. Das ist besorgniserregend. Der insgesamt gestiegene Optimismus unter Jugendlichen darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir im Begriff sind, ein Fünftel der jungen Generation zu verlieren, weil die Kluft zwischen arm und reich immer größer wird“, erklärte Schäfer.

Ein sozial gerechtes Bildungssystem, der Ausbau von Ganztagsschulen und zusätzliche Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit seien Voraussetzung, um soziale Unterschiede aufzufangen.

„Diese Ziele stehen ganz oben auf der Agenda der neuen Landesregierung. Deshalb wollen wir die Mittel für die Kinder- und Jugendarbeit im kommenden Jahr um rund 20 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro aufstocken“, kündigte die Ministerin an.

Darüber hinaus seien gezielte Förderangebote für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien notwendig. „Das Land stellt bereits Mittel in Höhe von 12 Millionen Euro für die Jugendsozialarbeit zur Verfügung. Die Kommunen engagieren sich hier ebenfalls beträchtlich. Wir erwarten aber auch, dass der Bund seiner Verantwortung nachkommt und verstärkt Angebote für benachteiligte Jugendliche fördert, die ihre Bildungsprozesse nachhaltig unterstützen“, forderte Schäfer.

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