Erster Bauabschnitt von Europas größter Wärmepumpensiedlung in Köln-Niehl eröffnet

8. Januar 2009

Ministerin Thoben eröffnet ersten Bauabschnitt von Europas größter Wärmepumpensiedlung in Köln-Niehl

„In Nordrhein Westfalen sind mittlerweile insgesamt über 50.000 Wärmepumpen als Heizsysteme installiert. Wir haben auch 2008 das Ziel, den Marktanteil von Wärmepumpen bei Neubauten in Nordrhein-Westfalen auf zehn Prozent zu steigern, erreicht.“, sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute bei der Einweihung des ersten Bauabschnitts für die Wärmepumpensiedlung im Kölner Stadtteil Niehl und zum bevorstehenden Auftakt der 10. Wärmepumpen-Wochen des Wärmepumpen-Marktplatz NRW der EnergieAgentur.NRW.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

„In Nordrhein Westfalen sind mittlerweile insgesamt über 50.000 Wärmepumpen als Heizsysteme installiert. Wir haben auch 2008 das Ziel, den Marktanteil von Wärmepumpen bei Neubauten in Nordrhein-Westfalen auf zehn Prozent zu steigern, erreicht. Dieses Ergebnis bestärkt uns in unseren Anstrengungen, den Einsatz der Wärmepum­pentechnik auch weiterhin zu forcieren. Für die nächsten Jahre wünsche ich mir 20.000 neue Wärmepumpen jährlich in NRW. Das Neubau­projekt der GAG in Köln und die Wärmepumpen-Wochen NRW leisten deshalb einen wichtigen Beitrag, immer mehr Bauträger, Architekten und die Menschen von dieser kostengünstigen und Klima schonenden Heizungsvariante zu überzeugen“, sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute (8. Januar 2009) bei der Einweihung des ersten Bau­abschnitts für die Wärmepumpensiedlung im Kölner Stadtteil Niehl und zum bevorstehenden Auftakt der 10. Wärmepumpen-Wochen des Wärmepumpen-Marktplatz NRW der EnergieAgentur.NRW.

Die neun bisherigen Wärmepumpen-Wochen NRW waren sehr erfolg­reich und trugen zur bundesweiten Erfolgsgeschichte maßgeblich bei. Im Jahr 2008 gab es deutschlandweit nach ersten Aussagen des Bundesverbandes Wärmepumpe einen Rekord von rund 55.000 neu installierten Wärmepumpen-Heizungsanlagen. Die diesjährigen Wärme­pumpen-Wochen finden vom 31. Januar bis 14. Februar mit rund 200 Veranstaltungen in ganz Nordrhein-Westfalen statt.

Die GAG Immobilien AG, Kölns größte Wohnungsgesellschaft mit rund 42.000 Wohnungen und rund 100.000 Mietern, errichtet rund 400 Wohnungen und Häuser auf dem ehemaligen Siemensgelände an der Amsterdamer Straße in Köln-Niehl. „Die Siedlung Niehler WohnArt ist das bisher größte Bauvorhaben für eine Wärmepumpensiedlung in Europa. Alle Wohnungen und Einfamilienhäuser werden mit Umwelt­wärme versorgt werden. Das senkt die Kosten für die Heizungs- und Warmwasseraufbereitung deutlich und davon sollen nach der Fertig­stellung Ende 2010 rund 800 bis 1.000 neue Bewohner profitieren“, so GAG-Vorstandsmitglied Günter Ott.

Wärmepumpen nutzen bis zu 80 Prozent Umweltenergien, die kosten­los, schadstofffrei und sich immer wieder natürlich erneuernd zur Ver­fügung stehen. Mit diesen Umweltenergien und einem Restanteil Strom für den Antrieb der Wärmepumpe kann man heizen, aber im Sommer sein Haus auch kühlen. So senken Wärmepumpen die Heizkosten um mehr als 50 Prozent.

Ministerin Thoben: „Der Trend zur Nutzung der Umweltwärme geht je­des Jahr deutlich nach oben. Dabei sind die Bedingungen zur Nutzung von Erdwärme in Nordrhein-Westfalen besonders gut. Rund 70 Prozent der Fläche des Landes ist nach Ermittlungen des Geologischen Dienstes NRW hierfür bestens geeignet. Aber auch die Luft ist eine hochinteressante Energiequelle, die von Wärmepumpen gewinn­bringend genutzt werden kann.“

Die ausgereifte, langzeitbewährte Technik macht sich außerdem schnell bezahlt. Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpenanlage liegen mit 10.000 bis 20.000 Euro (je nach Hausgröße, Ausstattung und Art der gewählten Umweltwärme) zwar etwas über denen für einen leistungs­gleichen modernen Heizungskessel mit Öl- oder Gasfeuerung. Die niedrigen Betriebskosten – gemessen an den heutigen Energiepreisen - sorgen aber dafür, dass sich diese Investition bereits spätestens nach zehn Jahren bezahlt gemacht hat.

Damit Erdwärme von den Bürgern im Land einfacher nutzbar wird, hat die Landesregierung NRW die „Potenzialstudie Geothermie NRW“ für das oberflächennahe Erdwärmepotenzial beim Geologischen Dienst NRW in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden auf einer CD-Rom zur weiteren Nutzung veröffentlicht. Ergänzend hierzu bietet der Geolo­gische Dienst NRW einen kostenlosen Standortcheck für jedes Grundstück in Nordrhein-Westfalen über das Internet sowie eine kostenpflichtige detaillierte geologisch-geothermische Stellungnahme an. Konkret bedeutet dies, dass nun bei jedem Neubau oder auch beim Austausch einer Heizungsanlage im Internet unter www.geothermie.nrw.de sofort geprüft werden kann, ob und mit welchem System sich auf dem individuellen Grundstück die Nutzung von Erdwärme lohnt und ob sie überhaupt verwendet werden darf. Dieses Informationsangebot ist bundesweit einmalig.

Förderprogramme des Bundes (zinsverbilligte Kredite der KfW) können über die örtlichen Kreditinstitute beantragt werden. Auch bieten zahl­reiche Energieversorgungsunternehmen in NRW Zuschüsse für Wärmepumpen an.

Weitere Informationen und alle Termine der 10. Wärmepumpen-Wochen 2009 im Internet: www.waermepumpenwochen.de und bei der Energie­Agentur.NRW unter der Telefonnummer: 01803 - 19 00 00 (9 Cent pro Minute).

 

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