Ministerin Steffens würdigt vorbildliche Arbeit von Jawahir Cumar im Kampf gegen Genitalverstümmelung

12. Dezember 2011

Ministerin Steffens würdigt vorbildliche Arbeit von Jawahir Cumar im Kampf gegen Genitalverstümmelung

Seit vielen Jahren kämpft Jawahir Cumar gegen den fatalen Akt der Genitalverstümmelung. Für diesen Einsatz wurde sie im Rahmen der von center tv. ausgerichteten Ehrung „Düsseldorfer des Jahres“ in der Kategorie „Fairness und Courage“ ausgezeichnet. Emanzipationsmi­nisterin Barbara Steffens hielt die Laudatio: „Jawahir Cumar beeindruckt mich seit vielen Jahren mit ihrem großen und unermüdlichem Enga­gement im Kampf gegen Genitalverstümmelung. Ich bin stolz, für Jawahir Cumar die Laudatio halten zu dürfen.“

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Seit vielen Jahren kämpft Jawahir Cumar gegen den fatalen Akt der Genitalverstümmelung. Für diesen Einsatz wurde sie im Rahmen der von center tv. ausgerichteten Ehrung „Düsseldorfer des Jahres“ in der Kategorie „Fairness und Courage“ ausgezeichnet. Emanzipationsmi­nisterin Barbara Steffens hielt die Laudatio: „Jawahir Cumar beeindruckt mich seit vielen Jahren mit ihrem großen und unermüdlichem Enga­gement im Kampf gegen Genitalverstümmelung. Ich bin stolz, für Jawahir Cumar die Laudatio halten zu dürfen.“

Mit dem von ihr gegründeten Verein „Stop Mutilation“ und der gleichnamigen Beratungsstelle unterstützt Cumar von der Verstümmelung ihrer Genitalien betroffene Mädchen und Frauen. Mit Hilfe von Einzelgesprächen wird intensive Überzeugungsarbeit geleistet, um bedrohte Mädchen zu schützen. Zugleich werden betroffene Frauen bei gesundheitlichen, sozialen und juristischen Problemen unterstützt und an entsprechende Fachstellen vermittelt. „Jawahir Cumar setzt sich für diese Menschen auf ganz beispielhafte Art und Weise ein. Sie ist für viele Betroffene die letzte Hoffnung, was ihre Arbeit so unentbehrlich macht“, so Steffens.

Das Emanzipationsministerium fördert die Beratungsstelle seit 2011. Darüber hinaus bietet Cumar den von Genitalbeschneidung Betroffenen und ihren Angehörigen eine Beratung bei der mehrsprachigen Telefon­hotline Kutairi (Kiswahili: Beschneidung) an, die von Günter Haverkamp, Geschäftsführer des Vereins „Aktion weißes Friedensband“, eingerichtet wurde. Die Helpline richtet sich auch an Familienangehörige, Erziehe­rinnen und Erzieher in Kindergärten, Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere Fachkräfte.

Das Emanzipationsministerium hat den Aufbau der Telefonberatung, die zurzeit ehrenamtlich betrieben wird, bis März 2011 gefördert. Die Aus­wertung der in der Pilotphase gemachten Erfahrungen zeigt, dass das Thema nach wie vor stark tabuisiert ist. Es bestehen große Vorbehalte und Ängste bei den Betroffenen, Beratung und Unterstützung anzuneh­men. Gleichzeitig hat die Telefonberatung deutlich zur weiteren Sensibi­lisierung für das Thema bei Fachkräften des Gesundheitswesens, in Schulen, Behörden, der Polizei sowie in der Öffentlichkeit beigetragen.

Darauf aufbauend soll die Telefonberatung Kutairi mit finanzieller Unter­stützung des Emanzipationsministeriums in 2012 in modifizierter Form fortgeführt werden. „Wichtig ist mir, dass wir mit einer noch offensiveren Öffentlichkeitsarbeit und vertrauensbildenden Maßnahmen den Be­kanntheitsgrad und die Akzeptanz der Telefonberatung bei den betrof­fenen Mädchen und Frauen erhöhen“, sagte Ministerin Steffens.

Allein das Wissen darum, dass Genitalverstümmelung in Deutschland strafbar ist, verhindert diese Tat nicht in jedem Fall. Intensive Aufklärung und  weiterführende Beratung sind notwendige Bestandteile erfolgrei­cher präventiver Arbeit. Einer Schätzung von Terres des Femmes zu­folge leben in Nordrhein-Westfalen etwa 5.600 von Genitalbeschnei­dung betroffene und bedrohte Mädchen und Frauen. Viele Eltern stehen unter einem großen familiären Druck, die Tradition ihrer Herkunftsländer auch in der neuen Heimat fortzusetzen und ihre Töchter beschneiden zu lassen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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