Vorbild: Pendlerwohnungen für Ältere mit Migrationshintergrund

2. November 2010

Ministerin Steffens weiht bundesweit beispielhafte Pendlerwohnungen für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ein

„Wir wollen Vorbild und Vorreiter sein, wenn es um neue Konzepte des Altwerdens geht." Das sagte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens zur Einweihung der Pendlerwohnungen für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Oberhausen. Das vom Ministerium mitfinanzierte Projekt wurde bereits im Jahr 2007 mit dem Robert-Jungk-Zukunftspreis ausgezeichnet.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

„Mit dieser bundesweiten Premiere, unterstreichen wir in Nordrhein-Westfalen unseren Anspruch an uns selbst: Wir wollen Vorbild und Vorreiter sein, wenn es um neue Konzepte des Altwerdens geht. Und: Daher dürfen wir die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die hier Jahrzehntelang gearbeitet und viel für dieses Land geleistet haben, nicht vergessen", sagte heute Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens zur Einweihung der Pendlerwohnungen für ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Mevlana Moschee in Oberhausen. An der Einweihung nahm auch der Oberbürgermeister der Stadt Oberhausen, Klaus Wehling, teil.

In dem Oberhausener Stadtteil Tackenberg, in dem der Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei 53 Prozent liegt, wurde bundesweit beispielgebend ein Quartier errichtet, das sich an die wachsende Zahl der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte richtet, die zwischen Tackenberg und ihrem Herkunftsland, vor allem der Türkei, pendeln. Neue Wohnformen mit kleineren, barrierefreien Wohnungen, Beratungs- und Dienstleistungsangeboten, Nachbarschaftstreff sind Bestandteile des Angebotes.

Zu den Wohnungen, die im Rahmen des Projektes „Pro Wohnen - Internationales Wohnen" fertig gestellt wurden, gehören unter anderem ein Gemeinschaftsraum für den generationenübergreifenden Nachbarschaftstreff, ein Computerraum für Jung und Alt oder Beratungs- und Informationsangebote. Darüber hinaus finden im „Pro-Wohnen-Büro“ verschiedene Veranstaltungen und Kurse statt.

Ministerin Steffens: „Ich würde mir wünschen, dass dieses Projekt viele Nachahmer in Nordrhein-Westfalen findet. Wir haben in unserem Bundesland eine ethnische Vielfalt, deren Vorzüge wir oft auf unterschiedliche Art genießen. Wir dürfen aber nicht vergessen: Auch ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben im Alter und entsprechende kultursensible Angebote, die ihren Lebensumständen gerecht werden. Dazu gehören natürlich auch bedarfsgerechte Dienstleistungen in 'Pantoffelnähe'."

Das Dienstleistungsangebot umfasst Angebote wie beispielsweise Postempfang, Treppenhausreinigung oder Hilfe bei Rentenangelegenheiten und Behördengängen. Bei Bedarf können ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auf spezialisierte ambulante Pflegedienste zugreifen.

Das Projekt, das vom Ministerium mit 60.000 Euro mitfinanziert wurde, wurde bereits im Jahr 2007 mit dem Robert-Jungk- Zukunftspreis ausgezeichnet. Es zeichnet sich durch eine breite Beteiligung der älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus: Die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe „Pendler“ wurden in zahlreichen Beteiligungsaktionen vor Ort ermittelt, u. a. in der Moschee oder in dem Gemeinschaftsraum. Erst anschließend wurden auf Grundlage dieser Erhebung vier leerstehende Wohnungen in drei Wohngebäuden der städtischen Gesellschaft Oberhausener Gebäudemanagement umgebaut. „Dieser Beteiligungsprozess ist unverzichtbar! Ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind selbst Experten, wenn es um die Gestaltung der Lebensumwelt geht", so Ministerin Steffens.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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