Weibliche Genitalverstümmelung ist schwere Menschenrechtsverletzung

5. Februar 2013

Ministerin Steffens: Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung - Opfer benötigen unsere Hilfe

Weltweit werden Millionen von Frauen Opfer von Genitalverstümmelung. Darauf machte der Internationale Tag „Null Toleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung“ am 06.02.2013 aufmerksam. „Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, deshalb dürfen wir unsere Augen nicht davor verschließen“, erklärt Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Weltweit werden Millionen von Frauen Opfer von Genitalverstümmelung. Darauf macht der Internationale Tag „Null Toleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung“ am morgigen Mittwoch (06.02.2013) aufmerksam. „Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, deshalb dürfen wir unsere Augen nicht davor verschließen“, erklärt Gesundheitsministerin Barbara Steffens. „Wir müssen den betroffenen und bedrohten Frauen und Mädchen unsere Hilfe anbieten, denn unter den körperlichen und seelischen Folgen einer Genitalverstümmelung leiden sie ein Leben lang“, so Steffens weiter.

Weltweit haben mehr als 140 Millionen Frauen und Mädchen UN-Angaben zufolge die Verstümmelung ihrer Genitalien erleiden müssen. In Deutschland sind Schätzungen von Terre des Femmes zufolge mindestens 24.000 Frauen von Genitalverstümmelung betroffen und 6.000 Mädchen davon bedroht. Nach einer Erhebung stammen über 1.200 Schülerinnen in Nordrhein-Westfalen aus Ländern, in denen weibliche Genitalverstümmelung praktiziert wird.

Neben der Hilfe für die Opfer ist der Landesregierung ein ebenso wichtiges Anliegen, Mädchen vor Genitalverstümmelung zu schützen. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
 

  • ist deshalb Gastgeber des Runden Tisches gegen Mädchenbeschneidung NRW. Unter Moderation der Aktion Weißes Friedensband e. V. vernetzen sich dort Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Fach- und Berufsverbänden, gesellschaftlichen Organisationen und Politik;
  • fördert mit Stop Mutilation die einzige landesweite Beratungsstelle für betroffene Frauen. Von dort werden auch die Anfragen bei der Telefonberatung KUTAIRI beantwortet, die sowohl von weiblicher Genitalbeschneidung betroffene und bedrohte Frauen und Mädchen und ihre Angehörigen als auch Fachkräfte berät;
  • finanzierte die Informationsbroschüre „Nicht mit mir“. Sie zeigt - ohne Worte - in Szenenbildern die Grausamkeit der Beschneidung und kann so auch von Menschen verstanden werden, die nicht deutsch sprechen oder lesen können;
  • hat gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens einen Flyer entwickelt, der sich in erster Linie an im Gesundheitswesen Beschäftigte richtet und über die verschiedenen Formen weiblicher Genitalverstümmelung, über daraus entstehende Krankheitsbilder sowie über rechtliche Grundlagen und Beratungsangebote informiert.

Ministerin Steffens: „Diese Materialien sind bereits in hoher Zahl nachgefragt worden. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass es einen hohen Aufklärungsbedarf gibt.“

Weitere Informationen:
http://www.fgm-nrw.info/ (Runder Tisch)
http://www.stop-mutilation.org/
http://www.mgepa.nrw.de (Publikationen - Download oder Bestellung der Materialien)

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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