Qualitätsabbau in der Pflege darf es nicht geben

14. September 2012

Ministerin Steffens und Minister Schneider: Qualitätsabbau in der Pflege darf es nicht geben - Sparankündigung der Bundesagentur für Arbeit falsches Signal

Auf klare Ablehnung stößt bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung der jüngste Vorschlag der Bundesagentur für Arbeit (BA), die Fachkraftausbildung in der Altenpflege im Rahmen von Umschulungen praktisch durchgängig von drei auf zwei Jahre zu verkürzen. „Einen Qualitätsabbau in der Pflege darf es nicht geben, denn die Anforderungen in der Pflege werden weiter steigen“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Es käme ja auch niemand auf die Idee, wegen des drohenden Ärztemangels das Medizinstudium um ein Drittel zu verkürzen.“

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und das Ministerin für Arbeit, Integration und Soziales teilen mit:

Auf klare Ablehnung stößt bei der nordrhein-westfälischen Landesregierung der jüngste Vorschlag der Bundesagentur für Arbeit (BA), die Fachkraftausbildung in der Altenpflege im Rahmen von Umschulungen praktisch durchgängig von drei auf zwei Jahre zu verkürzen. „Einen Qualitätsabbau in der Pflege darf es nicht geben, denn die Anforderungen in der Pflege werden weiter steigen“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Es käme ja auch niemand auf die Idee, wegen des drohenden Ärztemangels das Medizinstudium um ein Drittel zu verkürzen.“

„Wer glaubt, Ausbildungsstandards einfachen absenken zu können, schadet dem guten Ruf der Fachkräfte“, unterstreicht Arbeitsminister Guntram Schneider. „Eine Ausbildung zur Fachkraft braucht Zeit und keine Beschleunigung.“

Auch vor dem Hintergrund der groß angekündigten „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“, die der Bund mit den Ländern vereinbaren will, zeigten sich Steffens und Schneider irritiert von den Sparankündigungen aus dem Vorstand der BA: Seit der Bund 2011 aus der Finanzierung des dritten Ausbildungsjahrs für Umschülerinnen und Umschüler ausgestiegen ist, zahlt in Nordrhein-Westfalen das Land die Kosten. „Der Zusage an die Länder, ab 2013 wieder die dreijährige Umschulung zu fördern, will sich der Bund nun offenbar durch die Hintertür entziehen“, befürchtet Ministerin Steffens.

Steffens und Schneider fordern von der Bundesagentur für Arbeit mehr Sensibilität beim Thema Altenpflegefachkraftausbildung. „Wir wollen junge Menschen für diesen Beruf gewinnen und werben für ihn als attraktiven, zukunftsfähigen und anspruchsvollen Ausbildungsberuf“, so Minister Schneider. „Arbeitsmarktpolitische Debatten über Qualitätsabbau in der Ausbildung sind da kontraproduktiv.“

Nordrhein-Westfalen hat als eine Maßnahme gegen den Fachkräftemangel in der Altenpflege eine Ausbildungsumlage eingeführt, die schon im ersten Jahr Wirkung zeigt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246 oder an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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