Verdienstkreuz für Dr. Birgit Weihrauch

14. Dezember 2011

Ministerin Steffens überreicht Verdienstkreuz an Dr. Birgit Weihrauch: Hat sich um die Hospiz- und Palliativversorgung in besonderer Weise verdient gemacht

Bewusst auf Sterbende zuzugehen, ihnen ein weitgehend selbstbestimmtes Sterben zu ermöglichen und ihnen dabei das Gefühl zu geben, gut aufgehoben zu sein - für Dr. Birgit Weihrauch stand und steht dies seit über 20 Jahren im Zentrum ihres beruflichen und ehrenamtlichen Engagements. Dafür hat sie das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Bewusst auf Sterbende zuzugehen, ihnen ein weitgehend selbstbestimmtes Sterben zu ermöglichen und ihnen dabei das Gefühl zu geben, gut aufgehoben zu sein - für Dr. Birgit Weihrauch stand und steht dies seit über 20 Jahren im Zentrum ihres beruflichen und ehrenamtlichen Engagements. Dafür hat sie das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. „Ein Orden ist immer nur ein relativ bescheidenes Mittel der Würdigung - im Gegensatz zu den Leistungen, die hinter einer solchen Ehrung stehen", sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens in ihrer Laudatio anlässlich der Ordensverleihung.

Über zwei Jahrzehnte arbeitete Dr. Birgit Weihrauch daran, die strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Hospiz- und Palliativversorgung zu verbessern. Von 1985 bis 2005 war sie im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium tätig, zuletzt als Abteilungsleiterin. Bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2007 war sie Staatsrätin in Bremen.

„Als erfahrene Ärztin hat Dr. Weihrauch früher als viele ihrer Kolleginnen und Kollegen erkannt, dass bei der Behandlung Sterbenskranker nicht allein medizinische Maßstäbe anzulegen sind", hob Steffens in ihrer Rede hervor und fuhr - als Ministerin, die sich dem Leitmotiv eines menschlicheren Gesundheitswesens in besonderer Weise verpflichtet fühlt - wie folgt fort: „Selbstbestimmung ist eine wichtige Voraussetzung für ein würdevolles Sterben." So sei es Dr. Weihrauchs Initiative zu verdanken, dass es in Nordrhein-Westfalen zu einer durch die Krankenkassen finanzierten, flächendeckenden Palliativversorgung gekommen sei. „Nordrhein-Westfalen wurde damit bundesweit zum Vorreiter der ambulanten Palliativversorgung schwerstkranker Menschen", sagte Steffens anerkennend.

Die vielen Erfolge, die Dr. Weihrauch in ihrer beruflichen Laufbahn hatte, waren für sie kein Grund, sich nach ihrer Pensionierung vor vier Jahren zurückzuziehen. Als Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV) ist sie als Netzwerkerin viel unterwegs, um sich vor Ort für die Hospizbewegung und Palliativeinrichtungen einzusetzen. Auch die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland wäre ohne Dr. Weihrauch als treibende Kraft hinter den Kulissen nicht zustande gekommen. Die Charta ist eine Art Grundgesetz der Hospiz- und Palliativarbeit. Und damit nicht genug: Vor drei Jahren gründete Dr. Weihrauch die Deutsche Hospiz und PalliativStiftung, die sie bis heute als Vorsitzende leitet.

„Eine beeindruckende Fülle an Verdiensten als Vorstandsvorsitzende, ehrenamtlich Engagierte und Stiftungsgründerin in vielfältigen Projekten zugunsten schwerst- und sterbenskranker Menschen", fasste Ministerin Steffens zusammen und führte aus: „Was treibt einen Menschen an, sich so einzubringen? Es ist sehr wahrscheinlich die besondere Verbundenheit zu Menschen in schwierigen Lebenslagen und sicher auch das Bedürfnis, diesen Menschen ein Stück Solidarität entgegenzubringen."
Biografisches
Dr. Birgit Weihrauch wurde am 19. Mai 1943 in Kiel geboren. Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Von 1963 bis 1969 studierte sie Medizin an den Universitäten Kiel, Freiburg und München, wo sie 1970 promovierte.

Mehrjährige ärztliche Tätigkeit in verschiedenen Krankenhäusern in der Inneren Medizin und in der Kinderheilkunde in Kiel, Wiesbaden und Phoenix, Arizona (USA) sowie in einer Allgemeinpraxis in Mainz.

Von 1982 bis 1985 war sie Referentin im Bundesarbeitsministerium. Im Jahr 1985 wechselte sie in das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, wo sie zuletzt die Leitung der Abteilung Gesundheit inne hatte. Im Jahr 2005 wurde sie Hauptgeschäftsführerin des Epidemiologischen Krebsregisters Nordrhein-Westfalen in Münster und wechselte 2006 bis zur Pensionierung 2007 als Staatsrätin bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales nach Bremen.

Seit Oktober 2006 ist Dr. Weihrauch ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliatVerbands sowie seit Oktober 2008 ehrenamtliche Vorsitzende der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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