Altenpflegeausbildung in NRW

Porträtfoto Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter
16. Dezember 2016

Ministerin Steffens: Über 80 Prozent Steigerung - Altenpflegeausbildung in NRW weiterhin eine Erfolgsgeschichte

Umlagefinanzierung in der Altenpflegeausbildung ist großer Erfolg

Auch im vierten Jahr nach Einführung der Umlagefinanzierung in der Altenpflegeausbildung bleibt die Altenpflegefachkraftausbildung in Nordrhein-Westfalen auf einem sehr erfolgreichen Weg. Gemäß den aktuellen Ausbildungszahlen konnte die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege um über 80 Prozent gesteigert werden.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Auch im vierten Jahr nach Einführung der Umlagefinanzierung in der Altenpflegeausbildung bleibt die Altenpflegefachkraftausbildung in Nordrhein-Westfalen auf einem sehr erfolgreichen Weg.

„Um über 80 Prozent konnten wir die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege steigern. Das ist ein riesiger Erfolg. Er zeigt, wie richtig die Entscheidung war, in Nordrhein-Westfalen alle in der Pflege tätigen Einrichtungen an den Kosten für Ausbildung zu beteiligen“, erklärte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens bei Vorlage der aktuellen Ausbildungszahlen. „Während wir im Jahr 2012 bei rund 10.000 Ausbildungsplätzen mit einer Landesfinanzierung gestartet sind, liegen wir jetzt im Dezember aktuell bei 18.266. Erfreulich ist dabei auch, wie viele junge Menschen sich für einen verantwortungsvollen Beruf in der Pflege entscheiden. Denn nur mit einer ausreichenden Zahl gut ausgebildeter Pflegekräfte werden wir auch die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen weiterhin gut versorgen können“, so Steffens weiter.

Damit sind in den Datenbanken zur Finanzierung der Ausbildung noch einmal rund 800 Plätze mehr erfasst zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. Der große Erfolg, den alle Beteiligten seit Einführung der Umlage Mitte 2012 gemeinsam erreichen konnten, konsolidiert sich damit weiter auf sehr hohem Niveau.

Die Ministerin betonte erneut, wie wichtig eine Berücksichtigung dieses NRW-Erfolgsmodells bei der Altenpflegeausbildung bei der Diskussion um die neue „generalisierte“ Pflegeausbildung auf Bundesebene sei, über die noch einmal im Bundesrat beraten wurde: „Wenn immer wieder argumentiert wird, man müsse eine gemeinsame Pflegeausbildung schaffen, weil die Altenpflegeausbildung nicht mehr attraktiv sei, dann zeigen unsere Zahlen: Das Gegenteil ist der Fall. Deshalb habe ich bei den aktuellen Plänen zur gemeinsamen Ausbildung nach wie vor die Sorge, dass viele der jungen Menschen, die jetzt erfolgreich die Altenpflegeausbildung durchlaufen und auf die wir dringend angewiesen sind, uns in der von der Bundesregierung geplanten generalisierten Ausbildung verloren gehen.“

Nach dem aktuellen sechsten Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung ist die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege bundesweit von rund 52.000 im Schuljahr 2010/2011 um 16.000 auf rund 68.000 im Schuljahr 2015/2016 gestiegen. Auch wenn diese Zahlen auf einer freiwilligen Erhebung beruhen und nicht vollständig sind, hat NRW bei der im Rahmen der bundesweiten Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege vereinbarten Steigerung der Ausbildungszahlen den „Löwenanteil“ von gut 50 Prozent beigetragen. 
 

Hintergrundinformationen

 Einstimmig hat der Landtag NRW im Jahr 2012 eine Umlagefinanzierung der Fachkraftausbildung in der Altenpflege eingeführt. Das System beruht darauf, dass die ausbildenden Betriebe sämtliche ihnen entstehenden Kosten aus einem Landesfond (Volumen 2017: rund 317 Millionen Euro) erstattet bekommen. Die Kosten zur Finanzierung des Fonds werden gleichmäßig auf alle Pflegeheime und ambulanten Dienste verteilt, egal ob diese ausbilden oder nicht. Pflegeheime und Pflegedienste legen die Kosten dann auf die Rechnungen für die von ihnen versorgten Menschen um. Die Refinanzierung bei den Pflegebedürftigen wird bundesrechtlich durch das SGB XI ermöglicht.

Durch das System konnte erreicht werden, dass den ausbildenden Betrieben durch die Ausbildung kein Kosten- bzw. Wettbewerbsnachteil mehr entstand. Das hat die Ausbildungsbereitschaft – gerade in der ambulanten Pflege- deutlich erhöht.

Das Umlageverfahren finanziert die Kosten der praktischen Ausbildung, also vor allem die Ausbildungsvergütung. Die Kosten der Pflegeschulen werden dagegen vom Land und z. T. von den Trägern finanziert. Das Land hat seine Haushaltsmittel hierfür seit 2010 von rund 32 Millionen Euro auf rund 64 Millionen Euro verdoppelt. Die Pflegeausbildung ist in NRW seit Jahren für die Auszubildenden kostenfrei.

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