Ministerin Steffens: Suchtprobleme sind weit verbreitet

1. Dezember 2011

Ministerin Steffens: Suchtprobleme sind weit verbreitet - Betroffene müssen im Mittelpunkt unserer Suchtprävention stehen

Bei der Jahrestagung der Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens auf die Wichtigkeit der Sucht- und Drogenpolitik in Nordrhein-Westfalen hingewiesen.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Bei der Jahrestagung der Koordinationsstelle Sucht des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens auf die Wichtigkeit der Sucht- und Drogenpolitik in Nordrhein-Westfalen hingewiesen. „Nach wie vor gibt es viele Menschen, die von Sucht betroffen sind, vor allem der problematische Konsum von sogenannten ‚Alltagsdrogen' wie Alkohol, Tabak und psychoaktiven Medikamente ist weit verbreitet", so Steffens in Münster. Gesellschaftliche Herausforderungen und Veränderungen, wie neue Suchtstoffe und Konsumformen, würden die Suchtprävention und Suchthilfe vor neue und erhebliche Anforderungen stellen. „Deshalb ist es wichtig, eine zukunftsweisende und realitätsnahe Suchtpolitik zu gestalten, die sich an den Bedürfnissen und dem Lebensumfeld der betroffenen Menschen orientiert", so die Ministerin weiter.

Ein zentrales Element der nordrhein-westfälischen Suchtpolitik ist die Stärkung der zielgruppenspezifischen Prävention. So sollen beispielsweise über die Wiedereinrichtung der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht - Bella Donna - Impulse für notwendige Weiterentwicklungen gesetzt werden. Damit können die Maßnahmen zur Verbesserung der Hilfen für die von der Suchtproblematik besonders betroffenen Frauen und deren Kinder intensiviert werden.

Die Ministerin beklagte in diesem Zusammenhang die noch immer nicht durchgängig umgesetzte geschlechtergerechte und geschlechts-spezifische Ausrichtung von Suchtprävention und Suchthilfe. „Für eine erfolgreiche Suchtprävention und -hilfe, brauchen wir neben einer stärkeren Sensibilisierung für die Belange der betroffenen Frauen und Männer, auch eine nachhaltige Verankerung geschlechtergerechter und geschlechtsspezifischer Maßnahmen und Strategien“, so die Ministerin. Zudem müsse sich das Suchthilfesystem stärker als bisher den speziellen Bedürfnissen und besonderen Problemlagen von Älteren und Menschen mit Migrationsgeschichte öffnen: „Sucht ist nicht nur ein ‚junges Problem', sondern betrifft auch alte Menschen. Zunehmende Einsamkeit oder Isolation im Alter können eine Suchtentwicklung fördern. Ein enges Zusammenwirken von Sucht- und Altenhilfe ist deshalb - ebenso wie kultursensible Präventions- und Hilfeansätze - dringend geboten“, führte Steffens fort.

Die Ministerin stellte klar, dass die komplexe Suchtproblematik nur durch ein Bündel an vernetzten Hilfen von ambulanten und stationären Angeboten gelöst werden kann. Deshalb sei es wichtig, dass hier alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen.

Insgesamt leben mehr als vier Millionen Suchtkranke in Nordrhein-Westfalen. Die allermeisten von ihnen sind tabak- (ca. 2,9 Millionen), alkohol- (ca. 400.000) und medikamentenabhängig (ca. 300.000). Zur Eindämmung der Sucht stellt die Landesregierung jährlich insgesamt rund 13,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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