Ministerin Steffens: Singen als Bestandteil ganzheitlicher Versorgung, Prävention und Pflege

Porträtfoto von Ministerin Barbara Steffens
16. April 2015

Ministerin Steffens: Singen als Bestandteil ganzheitlicher Versorgung, Prävention und Pflege

Wissenschaftlich sind zahlreiche körperliche und psychische Wirkungen des Singens nachgewiesen: vom Stressabbau, über die Verbesserung der Herz-Kreislauf-Fitness bis zum Einsatz in der Psychotherapie.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Wissenschaftlich sind zahlreiche körperliche und psychische Wirkungen des Singens nachgewiesen: vom Stressabbau, über die Verbesserung der Herz-Kreislauf-Fitness bis zum Einsatz in der Psychotherapie. „In einem Gesundheitssystem, das die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt, müssen wir auf mehr als nur Spitzentechnologie und moderne Medikamente setzen. Teil einer ganzheitlichen Betrachtung der Patientinnen und Patienten ist auch ihr seelisches Befinden und das soziale Umfeld. Durch seine vielfältigen positiven Effekte kann Singen in Versorgung, Prävention und Pflege einen wichtigen Beitrag zur Gesundung und Gesunderhaltung leisten“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens zur Eröffnung der Jahreskonferenz des Vereins „Singende Krankenhäuser“ in Köln.

Singen fördert unter anderem die Produktion von so genannten Glückshormonen, stärkt die Immunabwehr und verbessert die Sauerstoffversorgung. Musik und Singen helfen auch dabei, das Sprechen wieder zu erlernen, zum Beispiel bei Sprachstörungen nach Schlaganfällen. Menschen, die unter Parkinson leiden, können mit Hilfe von Takt und Rhythmus ihre Bewegungsabläufe verbessern, und zur Verminderung von Angst und Schmerzen wird Singen therapeutisch zum Beispiel bei Krebserkrankungen oder vor Operationen eingesetzt. 

Angesichts der steigenden Zahl alter und hochaltriger Menschen sowie der Zunahme von Demenzerkrankungen gewinnen aber auch die sozialen und emotionalen Effekte des therapeutischen Singens an Bedeutung. Gemeinsames Singen schafft Nähe, Verbundenheit und fördert soziale Kontakte. Musik und Lieder helfen Demenzerkrankten, sich zu erinnern und eine Verbindung zu früheren Gefühlen und Ereignissen herzustellen. Und sie ermöglichen einen Zugang zu Patientinnen und Patienten, die auf Worte und Gespräche nicht mehr reagieren können.

Die 4. Jahrestagung des Vereins „Singende Krankenhäuser“ beschäftigt sich damit, wie durch Singen die so genannte Resilienz von Menschen gestärkt und trainiert werden kann. Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, in schwierigen Lebenssituationen aufgrund der individuellen seelischen Widerstandskraft Wege aus der Krise zu finden beziehungsweise so damit umzugehen, dass die Situation nicht zu einer dauerhaften psychischen Belastung führt. Das Singen kann diese Fähigkeiten durch positive Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung von Emotionen sowie durch Entspannung und Optimismus fördern.

Hintergrundinformationen

Der 2009 gegründete Verein „Singende Krankenhäuser“, der sich zu einem internationalen Netzwerk entwickelt hat, setzt sich für die Verbreitung heilsamer und therapeutischer Singangebote in Krankenhäusern, Psychiatrien, Rehakliniken, Praxen und anderen Gesundheitseinrichtungen, Altersheimen und Behinderteneinrichtungen ein. Der Verein engagiert sich für die Erforschung der gesundheitsförderlichen Wirkung des Singens und bietet eine Weiterbildung für therapeutisch-pflege­risches Personal aus dem Gesundheitswesen an.

In Nordrhein-Westfalen wurden bisher folgende Einrichtungen, die das Singen fördern und therapeutisch einsetzen, vom Verein zertifiziert:

  • Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
  • Universitätsklinikum Köln
  • Gemeinschaftskrankenhaus Bonn
  • Seniorenzentrum „An der Werre“ in Löhne
  • Caritaszentrum in Olpe
  • Initiative „LebensWert“ für krebskranke Patienten, gegründet an der Uniklinik Köln

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