NRW Selbsthilfepreis 2017

2. Mai 2017

Ministerin Steffens: Selbsthilfe ist eine unverzichtbare Säule des Gesundheitssystems

Verleihung des „NRW Selbsthilfepreis 2017“ der Gesetzlichen Krankenkassen und -verbände

Für kreatives und herausragendes Engagement wurden drei Selbsthilfeorganisationen von den gesetzlichen Krankenkassen und Krankenkassenverbänden in Nordrhein-Westfalen mit dem NRW Selbsthilfepreis 2017 ausgezeichnet.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Für kreatives und herausragendes Engagement wurden drei Selbsthilfeorganisationen von den gesetzlichen Krankenkassen und Krankenkassenverbänden in Nordrhein-Westfalen mit dem NRW Selbsthilfepreis 2017 ausgezeichnet.
 
Gesundheitsministerin Barbara Steffens betonte als Schirmherrin der Initiative die Bedeutung der Selbsthilfegruppen und -organisationen. „Die Selbsthilfe ist eine unverzichtbare Säule unseres Gesundheitssystems. Mit großem Engagement setzen sich in der Selbsthilfe Tätige für eine Verbesserung der Versorgung und der Lebensqualität Betroffener ein und vertreten diese Belange gegenüber der Politik, bei Krankenkassen und anderen Organisationen des Gesundheitswesens“, erklärte Ministerin Steffens anlässlich der Preisverleihung in Düsseldorf. „Als Expertinnen und Experten in eigener Sache stehen sie auch für das Recht auf Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten und machen sich dafür stark. Der Selbsthilfepreis NRW unterstreicht den Stellenwert der Selbsthilfe – nicht für die Betroffenen selbst, sondern auch für ein zukunftsweisendes Gesundheitssystem“, so Steffens weiter.
 
Der NRW Selbsthilfepreis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und soll unter anderem Anreize für neue, kreative Initiativen schaffen. Die drei Preisträger erhalten jeweils einen Sachpreis in Höhe von 10.000 Euro und können zwischen einem PR-Paket zur Unterstützung ihrer Arbeit oder einer Beratung für eine Optimierung ihrer Organisationsstrukturen wählen.
 
Die Preisträger 2017:

  • Der Verein „Selbsthilfe Spina Bifida und Hydrocephalus in NRW“ wird für ein ambulant betreutes Wohnprojekt für junge Erwachsene mit Spina Bifida ausgezeichnet. Das Projekt unterstützt die eigen-ständige und selbstbestimmte Lebensführung der Betroffenen. Menschen mit Spina Bifida leiden auf Grund einer embryonalen Fehlentwicklung des Neuralrohrs („offener Rücken“) an verschiedenen Behinderungen. Ein Hydrocephalus (Überdruck als Folge einer Störung des Gehirnwasserkreislaufs) kann bei Frühgeborenen aber auch als Folge von Unfällen oder Tumoren in jedem Alter entstehen.
  • Der „Cochlear Implant Verband NRW“ ermutigt mit der Foto-Aktion „Der CI-Kopf 2016“ ertaubte Menschen, ihr Cochlea Implantat nicht zu verstecken. Das Selbstbewusstsein der Betroffenen wird gestärkt und eine breite Öffentlichkeit über Cochlea Implantate informiert. Ein solches Implantat (englisch: Cochlear Implant) ermöglicht Menschen, die erst nach dem Erlernen der Sprache ertaubt sind und deren Hörnerv intakt ist, das Hören.
  • Die „Frauenselbsthilfe nach Krebs NRW“ zeigt mit dem 13-minütigen Film „Krebs – Singen ist Leben“, der auf DVD erschienen ist, neue Wege der Krankheitsbewältigung. Es wird dargestellt, welche Kraft beim Singen entsteht, wie die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein gestärkt werden, und damit macht der Film Mut und Lust auf Leben.

Hintergrund:

Starke Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen

  • 12.000 bis 15.000 Selbsthilfegruppen, rund 120 Landesorganisationen der Selbsthilfe, 39 Selbsthilfe-Kontaktstellen
  • Koordination der Selbsthilfe durch Einrichtung KOSKON
  • Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe als Dachorganisation
  • Fachausschuss Suchtselbsthilfe NRW: Zusammenschluss aller in NRW arbeitenden Landesverbände der Suchtselbsthilfeorganisationen
  • Gesundheitsministerium NRW fördert KOSKON, die Selbsthilfe-Kontaktstellen, die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe und die Suchtselbsthilfe jährlich mit rund 850.000 Euro.

 
 

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