Weltgesundheitstag steht unter dem Motto „Altern und Gesundheit“

6. April 2012

Ministerin Steffens: Pflege- und Gesundheitsstruktur fit machen für den demographischen Wandel - Weltgesundheitstag steht unter dem Motto „Altern und Gesundheit“

„Altern und Gesundheit“ lautet das Motto des diesjährigen Weltgesundheitstags am 7. April, das den demographischen Wandel der Gesellschaft aufgreift. „Die Menschen werden älter: Das ist eine positive Entwicklung mit vielen neuen Chancen. Sie verlangt aber zugleich, dass wir uns auf die damit einhergehenden erforderlichen Veränderungen rechtzeitig vorbereiten“, erklärte die nordrhein-westfälische Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Barbara Steffens in Düsseldorf.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

„Altern und Gesundheit“ lautet das Motto des diesjährigen Weltgesundheitstags am 7. April, das den demographischen Wandel der Gesellschaft aufgreift. „Die Menschen werden älter: Das ist eine positive Ent¬wicklung mit vielen neuen Chancen. Sie verlangt aber zugleich, dass wir uns auf die damit einhergehenden erforderlichen Veränderungen rechtzeitig vorbereiten“, erklärte die nordrhein-westfälische Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Barbara Steffens in Düsseldorf. „Wir müssen unsere Präventionsangebote so ausweiten, dass möglichst viele Menschen so lange wie möglich gesund bleiben. Wir müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Menschen möglichst lange, möglichst eigenständig in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Auch wer im Alter krank, auf Unterstützung und Pflege angewiesen ist, verliert nicht den Wunsch und das Recht selbstbestimmt zu leben“, so Steffens weiter.

Zwei Kernpunkte nannte die Gesundheitsministerin anlässlich des Welt¬gesundheitstages: „Wir brauchen ein Gesundheitswesen, das sich stär¬ker an den Bedürfnissen älterer Menschen orientiert, und eine Quartiersentwicklung, die den Wünschen älterer Menschen gerecht wird.“

Wie kann ein Quartier der kurzen und barrierefreien Wege aussehen, in dem es eine gute gesundheitliche Versorgung und pflegende Unterstüt¬zung gibt, wo die Waren des täglichen Bedarfs eingekauft werden und sich die Menschen begegnen können? Rund um diese Fragen hat die Landesregierung mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Wohlfahrts- und Sportverbände, der Gesund¬heitsbranche, der Wirtschaft, des Handwerks und der Kirchen einen Dialog begonnen, um gemeinsam unsere Städte altersgerecht weiter zu entwickeln. Das Ziel ist ein „Masterplan Quartier“.
„Die Zukunft der Pflege liegt im Quartier“, ist sich die Ministerin sicher.
Doch nicht nur in den Quartieren muss sich einiges tun, um die Gesellschaft demographiefest zu machen. Auch das Gesundheitswesen steht vor neuen Herausforderungen. In einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft wird die Zahl der demenzkranken Menschen steigen. Darauf sind viele Krankenhäuser noch nicht ausreichend vorbereitet. Mindestens zwölf Prozent der Patientinnen und Patienten sind demenzkrank - und die Tendenz ist stark steigend.

Für demenzkranke Menschen ist es eine schwierige Situation, plötzlich in einer ungewohnten Umgebung zu sein, fremde Menschen um sich zu haben und nicht einschätzen zu können, was gerade mit einem geschieht. Pflegekräfte von chirurgischen oder internistischen Stationen wissen oft nicht, wie mit diesen Patientinnen und Patienten umzugehen ist.

Wie es gehen kann, darüber tauschten sich auf einer vom Gesund¬heitsministerium unterstützten Fachtagung im November letzten Jahres über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 100 Krankenhäusern aus. Von Beispielen wie dem St. Franziskus-Hospital in Münster lässt sich lernen, wie ein gutes Betreuungskonzept, die Verwirrtheit älte¬rer Patientinnen und Patienten nach Operationen deutlich senkt. In Münster ist es gelungen das so genannte Alters-Delir von 44 Prozent auf nur noch knapp über sechs Prozent zu senken.

Gesundheitsministerin Steffens will dafür sorgen, dass aus diesem und anderen Modellprojekten mehr flächendeckende Angebote werden. Sie rechnet vor, dass dies sogar Kosten senken kann. Gelingt es, die Einstufung in die Pflegestufe 1 um ein Jahr zu verzögern, sparen die Pflegekassen in NRW rund 50 Millionen Euro. Dieses Geld könnte gut in Prävention investiert werden.

Doch weit wichtiger als Kostensenkungen ist der Ministerin ein mensch¬liches Gesundheitssystem: „Menschliche Zuwendung ist besonders bei Demenzkranken wichtig. Wenn Krankenhäuser mit geänderten Rahmenbedingungen wieder mehr zu Orten der Empathie und Humanität werden, dann kommt dies allen Patientinnen und Patienten unabhängig von ihrem Alter zugute.“

Hintergrundinformation:
Nach Expertenschätzungen leben derzeit in NRW rund 300.000 demenzkranke Menschen. Insgesamt wird sich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in NRW nach aktuellen Prognosen bis 2050 verdoppeln - auf rund eine Million.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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