Patientenbeauftragte Dr. Eleftheria Lehmann ist gewichtige Lobby Hilfesuchender

19. September 2012

Ministerin Steffens: Patientenbeauftragte Dr. Eleftheria Lehmann ist gewichtige Lobby Hilfesuchender

Dr. Eleftheria Lehmann ist die erste Patientenbeauftragte der Landesre­gierung in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Sie ist zentrale An­sprechperson für besondere Anliegen erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen. „Schon wenige Monate nach ihrem Amtseintritt erweist sich die Patientenbeauftragte als gewichtige Lobby Hilfesuchender. Mit ihrer Arbeit bildet sie eine wertvolle Ergänzung zu anderen Beratungs­strukturen“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Dr. Eleftheria Lehmann ist die erste Patientenbeauftragte der Landesre­gierung in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Sie ist zentrale An­sprechperson für besondere Anliegen erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen. „Schon wenige Monate nach ihrem Amtseintritt erweist sich die Patientenbeauftragte als gewichtige Lobby Hilfesuchender. Mit ihrer Arbeit bildet sie eine wertvolle Ergänzung zu anderen Beratungs­strukturen“, erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf, auf der sie gemeinsam mit Dr. Eleftheria Lehmann eine erste Bilanz der Arbeit der Patientenbeauftragten zog.

„Menschen benötigen auf vielfältige Weise Unterstützung, damit sie sich sicher und angstfrei in unserem Gesundheitssystem bewegen können“, betonte die Patientenbeauftragte Dr. Lehmann. „Ich sehe mich als An­wältin der Patientinnen und Patienten und trete für eine Stärkung der Patientenrechte ein“, so die Patientenbeauftragte weiter.

Rund 200 Anfragen erreichten seit Mai 2012 das Büro der Patientenbe­auftragten. Über 70 Anfragen sind per E-Mail oder Post, die übrigen te­lefonisch bei „Nordrhein-Westfalen direkt“, eingegangen. Die Mehrzahl der Anfragen bezogen sich auf konkrete Problemstellungen, etwa hin­sichtlich der Kostenübernahme von Leistungen oder den Verdacht eines Behandlungsfehlers. Die bearbeiteten Fälle zogen in der Regel mehrere Folgekontakte nach sich, in denen das erneute Gespräch mit den Be­troffenen selbst, aber auch mit Leistungserbringern wie beispielsweise Krankenversicherungen gesucht wurde.

Hier einige typischen Anfragen aus dem Alltag der Patientenbeauftrag­ten:

•       Rechte bei vermuteten Behandlungsfehlern (z.B. bei Zahnersatz)
•       Kostenübernahme durch die Krankenkassen
•       Fragen zu Honorarvereinbarungen
•       Wie viel muss an Zuzahlungen geleistet werden?
•       Wie können Kuren beantragt werden?
•       Beratungsbedarf in der Pflege
•       Wo / wie bekommt man eine ärztliche Zweit-Meinung?

Den Betroffenen stehen vielfältige Beratungs- und Unterstützungsange­bote der Kostenträger, Leistungserbringer, Selbsthilfeorganisationen und staatlichen Institutionen zur Verfügung. An dieser Stelle baut die Patientenbeauftragte Brücken und informiert die Ratsuchenden in Er­gänzung zu bestehenden Angeboten wie der Unabhängigen Patienten­beratung Deutschland, des Netzwerks Patientenberatung NRW, der Verbraucherzentrale Nordhein-Westfalen e.V. und den zahlreichen Selbsthilfeorganisationen.

Die Patientenbeauftragte

•       vermittelt geeignete Beratungsangebote, 
•       ist behilflich bei Beschwerden und Erfahrungen von Patientinnen und Patienten und bei Problemen im System
•       gibt ihre Erfahrungen an andere Akteurinnen und Akteuren im Ge­sundheitssystem und die Politik als "Impulsgeberin" für Ver­änderungen weiter.

Manchmal erwarten Ratsuchende von der Patientenbeauftragten auch, dass sie unmittelbar eingreift oder gar als ‚Obergutachterstelle’ fungiert. Dies ist allerdings nicht ihre Aufgabe. Namentliche Empfehlungen auf den „richtigen“ Facharzt oder den spezialisierten Rechtsanwalt kann sie ebenfalls nicht geben, aber konkrete Hinweise für eine geeignete Suche und Auswahl.

„Im Mittelpunkt der Gesundheitspolitik der Landesregierung steht der Mensch. Hier geht es nicht einseitig um Fälle, ,Strukturen' oder ‚Syste­me', sondern darum, was jeder Mensch benötigt, um seine Gesundheit zu erhalten oder durch gute medizinische Versorgung zurück zu gewin­nen. Die Patientenbeauftragte trägt mit dazu bei, das Gesundheitssys­tem menschlicher und sozialer zu machen", so Ministerin Steffens abschließend.

Details zu Frau Dr. Lehmann

Dr. Eleftheria Lehmann ist eine im Gesundheitswesen Nordrhein-West­falens verankerte und anerkannte Wissenschaftlerin. Seit 2008 leitete sie das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (LIGA.NRW). Dort konzipierte sie u. a. den Landesgesund­heitsbericht, installierte das Zentrum für Bewegungsförderung und ar­beitete mit kommunalen Strukturen zusammen.

Zuvor war sie zwölf Jahre Präsidentin der Landesanstalt für Arbeits­schutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Unter ihrer Leitung wurden zum Beispiel die Arbeitsweltberichterstattung des Landes aufgebaut sowie zahlreiche betriebliche Konzepte zur Umsetzung des Arbeits­schutzes vor allem in Klein- und Mittelbetrieben entwickelt und erprobt, lokale/regionale, nationale sowie europäische Netzwerke initiiert und gefördert.

Planen, koordinieren, Akteurinnen und Akteure zusammenbringen, Neues anschieben - dies kennzeichnet die Biografie der 1947 in Griechenland geborenen Wissenschaftlerin, die 1975 die deutsche Staatsangehörigkeit erwarb. Dr. Eleftheria Lehmann ist verheiratet und Mutter zweier Töchter.

Informationen zum Büro der Patientenbeauftragten:

Das Büro der Patientenbeauftragten ist bereits seit Mai 2012 auf dem Gesundheitscampus in Bochum angesiedelt. Für die erforderliche Aus­stattung mit Sachmitteln und Personal (3,5 Vollzeitstellen plus Patien­tenbeauftragte) stellt das Land pro Jahr rund 400.000 Euro zur Verfü­gung.

Link zur Website der Patientenbeauftragten:

http://www.patientenbeauftragte.nrw.de/

Kontaktdaten des Büros der Patientenbeauftragten:

Anschrift:      Gesundheitscampus 9, 44801 Bochum
Telefon:        0234 - 91 535 19 40 (Mo. - Fr.: 8.00 - 18.00 Uhr)
Mail:             info@patientenbeauftragte.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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