Gesundheitssystem: Maßstab muss der Mensch sein

10. September 2010

Ministerin Steffens: „Orientierung am Wohlergehen der Patientinnen und Patienten muss Richtschnur gesundheitspolitischen Handelns sein“

Maßstab für die Ausrichtung des Gesundheitssystems muss der Mensch und sein Recht auf Selbstbestimmung sein. Das erklärte Gesundheitsministerin Barbara Steffens bei den „Biersdorfer Krankenhausgesprächen“ im Kreis Bitburg-Prüm. Bei den derzeitigen Reformvorhaben der Bundesregierung sei dies definitiv nicht der Fall.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Maßstab für die Ausrichtung des Gesundheitssystems muss der Mensch und sein Recht auf Selbstbestimmung sein. Das erklärte die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute bei den „Biersdorfer Krankenhausgesprächen“ im Kreis Bitburg-Prüm. „Wenn Sie fragen, was für mich im Zentrum meiner Agenda steht, was der Dreh- und Angelpunkt meines gesundheitspolitischen Ansatzes ist, dann heißt meine Antwort ganz einfach: Die unbedingte Orientierung an den Patientinnen und Patienten“, sagte Steffens. Dies sei ihr Kompass, der deutlich aufzeige, ob die grundsätzliche Richtung der Gesundheitspolitik stimme – oder auch nicht. Bei den derzeitigen Reformvorhaben der Bundesregierung sei dies definitiv nicht der Fall. Dafür nannte die Ministerin einige Beispiele:

• die Private Krankenversicherung werde zu Lasten der solidarischen Gesetzlichen Krankenversicherung gestützt,

• die solidarische Finanzierung eines der besten Gesundheitswesen der Welt werde durch eine einkommensunabhängige Finanzierung ersetzt und

• der Beitrag der Arbeitgeber zur Krankenversicherung werde fest­geschrieben, wodurch Kostensteigerungen alleine den Arbeit­nehmern aufgebürdet würden.

Dies sei, so Steffens, keine Gesundheitspolitik im Sinne der nordrhein-westfälischen Landesregierung, die „das Gesundheitssystem mittelfristig über eine Bürgerversicherung finanzieren will“.

Eckpunkte eines neuen Krankenhausplanes kündigte die Ministerin für Anfang 2011 an. Ziel müsse bleiben, eine ausgewogene Mischung zwischen medizinisch und ökonomisch sinnvoller Schwerpunktbildung einerseits sowie der wohnortnahen Versorgung andererseits zu finden. „Einen Fehler müssen wir bei unseren Planungen und in unserer Politik unbedingt vermeiden: Dass nämlich Kliniken und niedergelassene Ärzte gegeneinander ausgespielt werden.“ Notwendig sei ein neues Mitein­ander auf allen Ebenen der medizinischen Versorgung. „Sonst sind die Patientinnen und Patienten die Verlierer.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.