Nur wer Frauen fördert bleibt wettbewerbsfähig

Porträtfoto Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter
6. März 2015

Ministerin Steffens: Nur wer Frauen fördert bleibt wettbewerbsfähig

Durch Veränderung der Unternehmenskultur Potenziale von Frauen nutzen

In vielen Betrieben wird das Potenzial von gut ausgebildeten Frauen nicht genutzt, weil die Führungs- und Unternehmenskultur immer noch von veralteten Vorstellungen, Verhaltensweisen und Rollenbildern geprägt ist.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

In vielen Betrieben wird das Potenzial von gut ausgebildeten Frauen nicht genutzt, weil die Führungs- und Unternehmenskultur immer noch von veralteten Vorstellungen, Verhaltensweisen und Rollenbildern geprägt ist. „Die Führungsetagen in der Wirtschaft sind weiterhin oft männliche Monokulturen. Das wertvolle Potenzial an Innovations- und Leistungskraft von Frauen nicht zu nutzen, können wir uns aber auch angesichts des Fachkräftemangels und im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nicht leisten“, sagte Emanzipationsministerin Barbara Steffens anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentags am 8. März.
 
Immer noch versäumt es eine große Zahl von Unternehmen, sich gezielt um den weiblichen Führungskräftenachwuchs zu kümmern. Viele Frauen starten gut ausgebildet, selbstbewusst und voller Ehrgeiz ins Berufsleben. Doch beispielsweise die mangelnde Anerkennung ihrer Leistung durch Vorgesetze führt dazu, dass sie nach wenigen Jahren dadurch desillusioniert sind und sich trotz ihrer guten Voraussetzungen nicht mehr als künftige Führungskräfte sehen, so das Ergebnis einer Studie einer amerikanischen Unternehmensberatung 1. Und das unabhängig davon, ob sie Kinder haben oder nicht. Die Studie liefert Hinweise, dass es weniger die Familienpflichten sind, die den Aufstieg von Frauen bremsen, sondern vielmehr an männlichen Denkmustern orientierte Unternehmenskulturen.
 
„Das Umdenken muss in den Chefetagen beginnen. Umsatz- und Gewinnzahlen in Zielvereinbarungen von Führungskräften werden zukünftig nur dann zu Erfolg gelangen, wenn daneben auch die Förderung weiblicher Talente in den Vereinbarungen verankert sind. Eine frauenfördernde Unternehmenskultur ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“, so Ministerin Steffens.
 
Erfolgreiche Frauenförderung muss in Firmen neue Wertesysteme schaffen, die fähigen Frauen den Aufstieg bis in Führungspositionen tatsächlich erleichtert. Berufseinsteigerinnen werden zukünftig verstärkt darauf achten, ob die Förderung von Frauen für die Führungsebene mehr ist als nur ein Aushängeschild. Eine ausgewogene Besetzung von Top-Positionen, Mentoring-Angebote für weiblichen Nachwuchs, Führungskräfteseminare für Frauen und leitende Mitarbeiterinnen als Vorbilder im Unternehmen können Hinweise sein, dass es Betriebe mit der Chancengleichheit im Beruf Ernst meinen.
 
1 Unternehmensberatung BAIN & Company: „Everyday moments of truth: Frontline managers are key to women´s career aspirations”,
Januar 2015 (in englischer Sprache veröffentlicht)

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