Ministerin Steffens: Noroviren nicht unterschätzen

29. November 2011

Ministerin Steffens: Noroviren nicht unterschätzen - Besonders für Ältere und Kinder kann hoher Flüssigkeitsverlust gefährlich werden

Durch Viren verursachte Durchfallerreger haben im Winter Hochkonjunktur, denn in kühler feuchter Luft können sie besonders gut überleben. Etwa ein Drittel aller infektiösen Durchfallerkrankungen wird von Viren verursacht. „Noroviren sind die zweithäufigste Ursache und bei Kindern für etwa ein Drittel aller durch Viren ausgelösten Magen-Darm-Infekte verantwortlich. Im Vergleich zu Salmonellen verursachen sie fast sechsmal mehr Erkrankungen“, warnte deshalb Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Durch Viren verursachte Durchfallerreger haben im Winter Hochkonjunktur, denn in kühler feuchter Luft können sie besonders gut überleben. Etwa ein Drittel aller infektiösen Durchfallerkrankungen wird von Viren verursacht. „Noroviren sind die zweithäufigste Ursache und bei Kindern für etwa ein Drittel aller durch Viren ausgelösten Magen-Darm-Infekte verantwortlich. Im Vergleich zu Salmonellen verursachen sie fast sechsmal mehr Erkrankungen“, warnte deshalb Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf. „Die eigentliche Gefahr der Infektion ist der hohe Flüssigkeitsverlust. Gerade Ältere oder kleine Kinder können schnell austrocknen. Deshalb sollten Betroffene darauf achten, möglichst viel zu trinken und sollten vor allem schnell einen Arzt aufsuchen“, so die Ministerin weiter.

Die Erkrankung beginnt mit abrupt einsetzendem heftigen Erbrechen sowie Durchfall und wird begleitet von Bauch- und Kopfschmerzen. Fieber tritt nur selten auf. Die Symptome klingen in der Regel nach 24 bis 72 Stunden wieder ab. Allerdings bleibt die Ansteckungsgefahr noch bis zu zwei Tage bestehen, da der Erreger im Stuhl ausgeschieden wird. Das Virus kann sich in Kinderbetreuungseinrichtungen, Grundschulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen besonders schnell ausbreiten, weil für Kleinkinder und ältere oder kranke Menschen die Toilettenhygiene schwieriger ist.

„Noroviren sind überaus resistent und extrem ansteckend. Für die Übertragung der Keime reicht schon der Kontakt mit verunreinigten Gegenständen oder die Aufnahme virushaltiger Tröpfchen, die beispielsweise beim Erbrechen entstehen. Deshalb ist regelmäßiges Händewaschen besonders ratsam“, so Steffens.

Bei der Infektion mit Noroviren handelt es sich um eine meldepflichtige Krankheit nach dem Infektionsschutzgesetz. Dem Gesundheitsamt ist binnen 24 Stunden der direkte Nachweis, aber auch der Verdacht auf eine Infektion namentlich zu melden. Alle Meldungen aus den 53 Kreisen und kreisfreien Städten des Landes werden an das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA.NRW) übermittelt. Die auf dieser Basis erstellten Infektionsberichte NRW ermöglichen eine ausführliche Information über die aktuellen Meldezahlen (z. B. in der 45. Kalenderwoche: 294) in Nordrhein-Westfalen.

Eine Impfung gegen Noroviren gibt es nicht und auch der Schutz vor einer erneuten Infektion nach einer Erkrankung besteht nur kurze Zeit. Personen, die erkrankt sind oder bei denen der Verdacht besteht, dürfen nach den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes nicht im Lebensmittelbereich tätig sein. Eine Wiederaufnahme der Tätigkeit sollte nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts frühestens zwei Tage nach dem Abklingen der Symptome erfolgen. Auch bei Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr, die erkrankt sind oder bei denen der Verdacht besteht, ist Vorsicht geboten. Sie dürfen Kinderbetreuungseinrichtungen und ähnliche Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Ebenso sollte hier die Einrichtung erst frühestens zwei Tage nach dem Abklingen der Symptome wieder besucht werden.

Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten des LIGA.NRW: www.liga.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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