Ministerin Steffens: "NRW ist aktiv für ein gesundes Älterwerden"

10. Februar 2011

Ministerin Steffens: "Nordrhein-Westfalen ist aktiv für ein gesundes Älterwerden"

„Wir müssen das Gesundheitssystem für den demografischen Wandel fit machen, indem wir Voraussetzungen dafür schaffen, gesund alt zu werden", sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens zur Er­öffnung der Fachtagung „Gesundheit im Alter – Herausforderungen und Strategien in der Gesundheitsförderung“.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

„Wir müssen das Gesundheitssystem für den demografischen Wandel fit machen, indem wir Voraussetzungen dafür schaffen, gesund alt zu werden", sagte Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute zur Er­öffnung der Fachtagung „Gesundheit im Alter – Herausforderungen und Strategien in der Gesundheitsförderung“ in Düsseldorf. Auch wenn Älterwerden keineswegs zwangsläufig zu Krankheit und Pflege­bedürftigkeit führe, steige die Krankheitswahrscheinlichkeit mit dem Lebensalter an. „Für gesundes Altern müssen wir daher etwas tun – jede und jeder Einzelne, aber auch das Gesundheitswesen insgesamt“, so Steffens weiter.

Der Schlüssel für eine effektive Gesundheitsversorgung einer wachsen­den Zahl von älteren Menschen liegt nach Überzeugung der Ministerin nicht allein in der Forderung nach mehr Geld, sondern vorrangig in der Gesundheitsförderung und in der Prävention. Steffens: „Allein durch Hüftfrakturen älterer Menschen entstehen jährlich Kosten von etwa einer Milliarde Euro. Das menschliche Leiden, das damit verbunden ist, lässt sich natürlich überhaupt nicht beziffern. Deshalb ist es nicht nur wirt­schaftlich vernünftig, sondern auch zutiefst menschlich, Ältere vor Stürzen möglichst zu bewahren.“ Die Landesinitiative „Sturzprävention bei Seniorinnen und Senioren“ werde daher weiter ausgebaut, kündigte Steffens an.

Als „in Teilen problematisch“ bezeichnete die Ministerin die Arzneimittel­versorgung Älterer. Gerade in Alten- und Pflegeheimen gebe es bis­weilen eine unkritische Verordnung und Vergabe von Psychopharmaka. „Ruhe im Pflegeheim darf nicht durch Arzneimittel hergestellt werden“, forderte die Ministerin. „Ein Gesundheits- und Pflegesystem, dass auf Neuroleptika und Tranquilizern aufbaut, ist inhuman.“

Als weitere Handlungsfelder eines demografiefesten Gesundheits­systems nannte Steffens unter anderem die Unterstützung pflegender Angehöriger und die Anpassung der Krankenhäuser an die Bedürfnisse Älterer. Gerade die zunehmende Zahl an Demenz erkrankter Menschen sei eine große Herausforderung.

Die Fachtagung „Gesundheit im Alter – Herausforderungen und Strategien in der Gesundheitsförderung“ wird vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (LIGA.NRW) mit finanzieller Unterstützung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) organisiert. Sie schließt an die Aktivitäten aus der Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Landesgesundheits­konferenzen 2007 und 2008 zum Thema „Gesundheit im Alter“ an. Seit 2008 koordiniert das Landesinstitut den "Regionalen Knoten Nordrhein-Westfalen" im bundesweiten Kooperationsverbund Gesundheitsför­derung bei sozial Benachteiligten. LIGA.NRW wird zudem seit 2009 aus Bundesmitteln als „Zentrum für Bewegungsförderung“ gefördert. Beides hat enge Bezüge zur Thematik „Gesundheit im Alter“.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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