Erfolgreiche Modellstudiengänge in Pflege- und Gesundheitsberufen

Porträtfoto von Ministerin Steffens
29. Mai 2015

Ministerin Steffens: Modellstudiengänge in Pflege- und Gesundheitsberufen sind ein voller Erfolg

NRW liefert Know-how für den Bund

Die in Nordrhein-Westfalen modellhaft erprobte Akademisierung von Pflege- und Gesundheitsberufen hat alle an sie gestellten Erwartungen erfüllt. Fünf Jahre nach Einführung von elf Modellstudiengängen in Pflege- und Gesundheitsberufen an sieben Hochschulen in NRW ist dies das abschließende Ergebnis der begleitenden wissenschaftlichen Bewertung, die in Berlin vorgestellt wurde.

 
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Die in Nordrhein-Westfalen modellhaft erprobte Akademisierung von Pflege- und Gesundheitsberufen hat alle an sie gestellten Erwartungen erfüllt. Fünf Jahre nach Einführung von elf Modellstudiengängen in Pflege- und Gesundheitsberufen an sieben Hochschulen in NRW ist dies das abschließende Ergebnis der begleitenden wissenschaftlichen Bewertung, die in Berlin vorgestellt wurde.

„Die Akademisierung von Pflege- und Gesundheitsberufen ist ein wichtiger Beitrag zur notwendigen Verbesserung unseres Versorgungssystems“, erklärte die nordrhein-westfälische Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens. „Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Bewertung unterstreichen, dass wir mit den Studiengängen in Pflege- und Gesundheitsberufen einen Zuwachs an Kompetenz erreichen, den wir angesichts der immer komplexer werdenden Anforderungen an die Versorgung dringend brauchen“, so Steffens weiter.

Die Akademisierung der Pflege- und Gesundheitsfachberufe ist kein Selbstzweck, sondern notwendige Anpassung an die zukünftigen Aufgaben im Gesundheitswesen: Die Zahl der alten Menschen steigt, chronische und dementielle Krankheiten nehmen ebenso zu wie Mehrfacherkrankungen. Außerdem wünschen sich die meisten Menschen bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit eine Versorgung in ihrem gewohnten Umfeld.

Seit 2010 können in Nordrhein-Westfalen Berufsabschlüsse in der Pflege, der Hebammenkunde, Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie mit einem hochschulischen Bachelorabschluss verbunden werden. Die Modellstudiengänge sind in ihrer bisherigen Entwicklung auf breites Interesse, aber teilweise auch auf Vorbehalte gestoßen. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) hatte daher einen breit zusammengesetzten Fachbeirat einberufen, um die wissenschaftliche Evaluation zu begleiten. Hier waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der berufsfachlichen Verbände, der Hochschulseite, der Ärztekammern und der freien Wohlfahrtspflege beteiligt. Gemeinsam wurde eine Stellungnahme erarbeitet, die bekräftigt, dass „der Auf- und Ausbau von Studiengängen für Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Hebammenkunde und Pflege primär der Weiterentwicklung der Qualifizierung der Gesundheits- und Pflegeberufe dient, die in der Versorgungspraxis tätig sind. Darüber hinaus ist die Etablierung von Studiengängen an Hochschulen eine Voraussetzung für die Entwicklung von Forschung und Wissenschaft in den entsprechenden Fachgebieten. Die Akademisierung wird auch für die Weiterentwicklung der patienten- und klientenorientierten Versorgung als notwendig angesehen.“ Der Fachbeirat stimmt damit der Empfehlung der wissenschaftlichen Evaluation zu, die Modellstudiengänge in ein Regelangebot zu überführen.

„Für die vom Bund geplante Reform der Pflegeberufe liefert Nordrhein-Westfalen mit seinen Modellstudiengängen das Know-how, um neben der weiterhin wichtigen berufsständigen Ausbildung nun auch die hochschulische Ausbildung zu etablieren“, sagte Ministerin Steffens.

Die dreijährige berufliche Fachkraftausbildung soll auch weiterhin eine tragende Säule des Gesundheitswesens sein. „Für die Pflegeberufe rechnen wir mit einem Anteil hochschulisch qualifizierter Personen von zehn bis zwanzig Prozent. Sie sollen die Mehrheit der Pflegefachkräfte in der Praxis unterstützen. Ersetzen können und sollen sie sie nicht“, betont Ministerin Steffens. Die Gesamtzahl der Studienplätze beträgt 492 pro Jahr, verteilt auf 212 Studienplätze für therapeutische Gesundheitsberufe und 280 Studienplätze für Pflegeberufe. Zum Vergleich dazu sind etwa 41.200 Ausbildungsplätze für Fachkräfte  in Nordrhein-Westfalen vorhanden, davon 35.350 in den Pflegeberufen und 5820 in den therapeutischen Gesundheitsberufen.

Die elf  Modellstudiengänge sind vorerst bis Ende 2017 verlängert worden. Bis Ende 2014 gab es 1550 Studierende. Die Ziele der hochschulischen Qualifizierung liegen in der Erprobung der Akademisierung der Berufe mit dem entsprechenden Kompetenzzuwachs und gleichzeitig in der Attraktivitätssteigerung dieser Berufe. Die Zahl der bisherigen Absolventinnen und Absolventen (Berufsabschluss und Bachelor) liegt bei rund 230 Personen.

„Die Studierenden erwerben neben der beruflichen Ausbildung zusätzliche Kompetenzen wie etwa Schnittstellen- oder Qualitätsmanagement, Entwicklung und Auswertung von praxisbezogenen Forschungsprojekten oder auch Steuerung von interprofessionellen Teams. Für eine zukunftsweisende, sektoren- und berufsübergreifende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen sind solche Fähigkeiten unverzichtbar, um angesichts der komplexen Herausforderungen eine patientenorientierte Versorgung zu ermöglichen“, unterstrich die Ministerin.

Weitere Informationen

Stellungnahme des Fachbeirates
Abschlussbericht zur sozialwissenschaftlichen Begleitforschung
Berufsrechtliche Evaluation  

 

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